Ernst-Dziedzic fordert sofortige Aufklärung möglicher Vertuschung bei Wiener Burschenschaft

Grüne zeigen sich entsetzt über Missbrauchsvorfall

Wien (OTS) - Wie der Standard heute berichtet, ist ein hochrangiges Mitglied einer Wiener Burschenschaft in einen sexuellen Missbrauchsfall involviert.

Das Opfer hat sich an die stv. Klubobfrau der Grünen, Ewa Ernst-Dziedzic, mit der Bitte um Unterstützung gewandt. Das Opfer wurde als Siebenjährige von ihrem Bruder missbraucht und trotz eines Verfahrens wurde dieses auf Druck der Eltern wieder eingestellt. "Der Täter sitzt nach wie vor im Vorstand der Burschenschaft und arbeitet weiterhin mit Jugendlichen. Das ist unerträglich. Er muss daher dringend suspendiert werden“, fordert Ernst-Dziedzic als erste Konsequenz.

Die Wiener Burschenschaft wurde mit diesem Fall konfrontiert, aber anstatt restlos aufzuklären, wurde offenbar versucht, den Vorfall zu vertuschen und bewusst herunter zu spielen. „Sollte sich der Verdacht einer möglichen Vertuschung erhärten, müssen all jene, die von diesem Vorfall wussten, zur Verantwortung gezogen werden. Darüber hinaus müssen endlich alle staatlichen Subventionen an den Dachverband eingestellt werden“, fordert Ernst-Dziedzic.

Der Pennäler Ring in Österreich erhält seit zwei Jahrzehnten Subventionen vom Jugendministerium, obwohl der Verband die Förderkriterien (Demokratieförderung, Förderung von Toleranz und Gleichstellung u.a.) nicht erfüllt. Von 2013 bis 2017 gingen jeweils rund 38.000 Euro an diesen. „Schon lange fordern wir eine Streichung staatlicher Förderungen für den Pennäler Ring. Auch das Mauthausen-Komitee oder das Dokumentationsarchiv forderten immer wieder die Einstellung der Zahlungen“, sagt Ewa Ernst-Dziedzic.

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