NÖ ArbeitnehmerInnenparlament 1: AK NÖ-Wieser: Künftige Regierung muss für das Wohl aller arbeiten

Nachhaltige Lösungen für Beschäftigung, Klimaschutz, Pflege und ein faires Steuersystem umsetzen

St. Pölten (OTS) - Die Themen Beschäftigung, Klimaschutz, Pflege und ein faires Steuersystem standen im Mittelpunkt der Rede von AK Niederösterreich-Präsident und ÖGB Niederösterreich-Vorsitzenden Markus Wieser bei der Vollversammlung der AK Niederösterreich am Freitag in St. Pölten. Konkret forderte Wieser unter anderem eine faire Verteilung der Arbeit, eine Evaluierung des Emissionsausstoßes von Produkten über ihren gesamten Lebenszyklus und eine steuerliche Entlastung des Faktors Arbeit. „Eine künftige Regierung wird hoffentlich mit größerem Augenmaß, mit mehr Sachverstand und vor allem mit dem Willen ans Werk gehen, für das Wohl aller zu arbeiten und nicht nur im Interesse einiger weniger", so Wieser.

Der Druck in der Arbeitswelt werde aufgrund von Digitalisierung, Globalisierung und Automatisierung immer größer. "Aber die Produktivität ist ständig im Steigen begriffen. Dadurch entstehen zusätzliche Spielräume, um Beschäftigung dort zu schaffen, wo sie dringend gebraucht wird", so Wieser. Er nannte als Beispiel Wohnbau, Bildung, mehr qualifiziertes Pflegepersonal für die Älteren sowie einen Ausbau des öffentlichen Verkehrs. Wieser fordert eine umfassende Steuerreform, deren zentraler Faktor eine deutliche Entlastung der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sein muss. Zentraler Faktor dabei ist eine Entlastung des Faktors Arbeit.

Verbindlichen Klimacheck für Produkte schaffen

„Die Klimakrise ist eine der größten Herausforderungen für die Menschheit. Es geht um nichts weniger als um die Grundlagen unseres Lebens“, so Wieser. Wobei er klarmachte, dass sozial- und arbeitsmarktpolitische Ziele nicht im Widerspruch zum Klimaschutz stehen. Die AK Niederösterreich steht für die Förderung sauberer Energie, für günstigere Netzkarten, einen Ausbau des öffentlichen Verkehrs und für einen verbindlichen Klimacheck für Produkte. Ein verpflichtendes Label soll CO2- und andere Treibhausgase ausweisen. Das würde mehr Fairness und Klarheit im internationalen Wettbewerb schaffen.

Finanzierung der Pflege und des Gesundheitsbereichs nachhaltig sichern

Von großer Relevanz ist auch das Thema Gesundheit und Pflege. „Es fehlen tausende Pflegekräfte und der Personalbedarf steigt von Tag zu Tag“, so Wieser. Der hohe Arbeitsdruck gefährde die Gesundheit der Beschäftigten in dieser Berufsgruppe, deshalb ist eine zukunftsorientierte Bedarfsplanung absolut notwendig. Statt „Marketingschmähs“, wie die Finanzierung über die AUVA, muss die Finanzierung der Pflege und des Gesundheitsbereichs nachhaltig gesichert werden.

Hohe Vertrauenswerte bestätigen starke und zukunftsorientierte AK

Das Vertrauen der Bevölkerung in die AK ist enorm hoch und hat sich seit dem Jahr 2016 sogar weiter gesteigert, wie aus dem aktuellen OGM-Vertrauensindex hervorgeht. „Wir werden eine starke und wichtige Rolle im politischen Geschehen spielen als Interessenvertretung von mehr als 550.000 arbeitenden Menschen und deren Familien in unserem Land“, so der AK Präsident. Das AK-Angebot für die niederösterreichischen Beschäftigten wird weiter ausgebaut. Neben Digitalisierung werden dabei Wohn- und Pflegeberatung im Mittelpunkt stehen, so Wieser.


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