PRO-GE: Abschiebestopp für Lehrlinge muss sofort wirksam werden

Derzeitige Regelung unmenschlich und für die Wirtschaft belastend

Wien (OTS) - „Die Festnahme des Lehrlings im Diakonissen-Krankenhaus Schladming, Hossein K., der bei einem Termin am Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl festgenommen wurde und dem in den nächsten Tagen die Abschiebung droht, führt uns erneut vor Augen, wie unmenschlich die derzeitige Regelung für Asylwerber in der Lehre ist“, betont der Leitende Sekretär für Sozialpolitik der Gewerkschaft PRO-GE, Alois Stöger. Josef Rehberger, Bundesjugendvorsitzender der PRO-GE, ergänzt: „Hier werden jene Jugendlichen bestraft, die sich integrieren wollen und Engagement zeigen. Das ist eine völlig fehlgeleitete Politik.“ Beide fordern die Parteien dazu auf, dafür zu sorgen, dass der Abschiebestopp für Lehrlinge sofort wirksam wird. ****

„Das Hinauszögern führt dazu, dass viele Lehrlinge zittern müssen, noch in den nächsten Wochen und Monaten abgeschoben zu werden. Hier müssen wir schneller handeln und den Menschen Rechtssicherheit bieten, damit sie zumindest ihre Ausbildung abschließen können“, sagen Stöger und Rehberger. „Gerade in Zeiten, in denen immer wieder der Fachkräftemangel beschworen wird, ist das derzeitige Vorgehen auch aus wirtschaftlichen Gründen in keiner Weise nachvollziehbar. Jene Arbeitgeber, die in die Lehrlinge investiert haben, werden bestraft“, so Stöger und Rehberger. Sie plädieren an die Behörden, im Falle von Hossein K. die Behörden eine positive Lösung zu finden, denn dieser gehört nach Aussagen der Diakonie der in Afghanistan verfolgten Minderheit der Hazara an. (Schluss)


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