„trend“: Voestalpine-Chef Herbert Eibensteiner legt neuen Plan zur CO2-Reduktion vor

Drei der fünf Hochöfen in Österreich sollen durch Elektroöfen ersetzt werden – Brief an die Politik

Wien (OTS) - Wenige Tage vor der Eröffnung einer Wasserstoff-Pilotanlage in Linz wirbt Voestalpine-Chef Herbert Eibensteiner um einen neuen Plan zur CO2-Reduktion des stahlbasierten Technologiekonzerns. Das berichtet der „trend“ in seiner neuen, am Freitag erscheinenden Ausgabe. Während Wasserstoff in der Stahlherstellung erst nach 2035 eine realistische Option sei, um Kohle und Koks sukzessive als Energieträger zu ersetzen, will Eibensteiner bis dahin einen konkreten Zwischenschritt setzen: „Unser Konzept beinhaltet die Idee, die zwei kleineren Hochöfen in Linz und einen in Donawitz durch Elektroöfen abzulösen“, so Eibensteiner im „trend“. Diese „Hybrid-Voestalpine“ solle es gegen 2030 ermöglichen, durch die Kombination aus den zwei weiterhin bestehenden Hochöfen und den drei neuen Elektrolichtbogenöfen „ein Drittel unserer Emissionen, das sind drei bis vier Millionen Tonnen CO2 pro Jahr, einzusparen – und trotzdem höchste Stahlqualitäten liefern.“ Am Ende des laufenden Geschäftsjahres, Ende März 2020, soll das Projekt fertig durchberechnet sein, „unter einer Milliarde Euro sind alle drei Öfen aber nicht zu haben“, ist der CEO schon jetzt sicher. Für die Umsetzung braucht die Voestalpine die Politik, deshalb hat Eibensteiner einen Brief an die Vorsitzenden aller Parteien im Parlament, an die Sozialpartner und an NGOs geschrieben, um ihnen seine Ideen näher zu erklären. Kernvorschläge sind der Ausbau der Stromnetz-Infrastruktur, die Verbilligung von „grünem“ Strom, zum Beispiel durch die Befreiung von Abgaben und Rückvergütungen, und die Idee, die Zahlungen für CO2-Zertifikate über den Umweg eines Innovationsfonds für eigene Investitionen in klimafreundliche Technologien zweckzuwidmen.

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