Heide: EU muss nachhaltigen Tourismus fördern

Studie warnt vor Auswirkungen des Übertourismus - Salzkammergut setzt im Rennen um die Kulturhauptstadt auf Nachhaltigkeit

Wien (OTS/SK) - Einen Appell an die Europäische Union, sich nicht nur der Tourismusentwicklung in großen Städten wie Barcelona, Venedig oder Dubrovnik zu widmen, sondern auch einen Fokus auf kleine Städte und Orte mit scheinbar unkontrollierbaren Zuwächsen wie Hallstatt zu legen, äußerte SPÖ-Europaabgeordneter und Bürgermeister von Bad Ischl, Hannes Heide, im Verkehrsausschuss des EU-Parlaments in Brüssel. ****

Anlass dafür war die Präsentation der Studie "Übertourismus -Einfluss und mögliche politische Antworten“. "Tourismus ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor, fördert das Interesse an Kulturen und kann eine Region nachhaltig entwickeln. Allerdings sind immer mehr Orte und Regionen in Europa mit eklatant steigenden Zahlen von Besucherinnen und Besuchern konfrontiert", so Hannes Heide, der die Forderung nach einer Taskforce der neuen EU-Kommission zum Übertourismus begrüßt.

"Nehmen wir das Beispiel von Hallstatt: Der Ort mit einer Einwohnerzahl von 754 wird jährlich von einer Million Touristinnen und Touristen vorwiegend aus Südostasien besucht. Das sind 1.326 Touristinnen und Touristen pro Kopf. Zum Vergleich: Die Stadt Salzburg kommt auf 12 Besucherinnen und Besucher pro Kopf, Wien auf vier."

Daher ist für Heide klar: "Vor allem kleine Orte haben nicht mehr die Ressourcen, mit dieser Größenordnung umzugehen und die Probleme selbst zu lösen, und brauchen logistische sowie finanzielle Unterstützung. Eine Möglichkeit ist die Förderung der Zusammenarbeit von betroffenen Tourismusorten mit ähnlicher Größe und Problemen.“

Im Hinblick auf die Bewerbung des Salzkammergutes zur Europäischen Kulturhauptstadt 2024 hebt der Bürgermeister von Bad Ischl die Chancen eines solchen Titels hervor: "Nachhaltiger Tourismus ist ein Kernkonzept unserer Bewerbung. Sollte die Region zur Kulturhauptstadt werden, wollen wir hier neue Wege gehen." Bad Ischl ist einer der drei verbleibenden Bewerber für die Kulturhauptstadt 2024. Welche österreichische Stadt und Region zur Kulturhauptstadt 2024 ernannt wird, soll am 12. November bekanntgegeben werden. (Schluss) lp/mp

Rückfragen & Kontakt:

Katharina Steinwendtner, Pressesprecherin der SPÖ-Europaabgeordneten,
Tel. +32 485 26 95 32, katharina.steinwendtner@europarl.europa.eu

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK0004