• 06.11.2019, 09:54:32
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  • OTS0064

Wissenschaftsministerin verlieh Gabriele-Possanner-Preise für herausragende Leistungen auf dem Gebiet der Geschlechterforschung

Staatspreis an Ökonomin Doris Weichselbaumer – Erstmals alle Hochschulsektoren zur Nominierung eingeladen

Gruppenfoto Gabriele-Possanner-Preise

Utl.: Staatspreis an Ökonomin Doris Weichselbaumer – Erstmals alle
Hochschulsektoren zur Nominierung eingeladen =

Wien (OTS) - Im Rahmen eines feierlichen Festaktes hat
Wissenschaftsministerin Iris Rauskala gestern Abend die
Gabriele-Possanner-Preise für herausragende Leistungen auf dem Gebiet
der Geschlechterforschung verliehen. Der mit 10.000 Euro dotierte
Gabriele-Possanner-Staatspreis wurde der Ökonomin Doris
Weichselbaumer von der Universität Linz zuerkannt. Da Professorin
Weichselbaumer, deren Forschungsschwerpunkt unter anderem bei den
vielfältigen Formen der Diskriminierung am Arbeitsmarkt liegt, dieses
Semester an der Universität Berkeley in Kalifornien/USA tätig ist,
nahm stellvertretend für sie die Vizerektorin für Forschung, Gender
und Diversity der Universität Linz Alberta Bonanni den Staatspreis
entgegen.

Würdigungspreis für Lebenswerk an Salzburger
Kommunikationswissenschafterin
Überdies wurde die Kommunikationswissenschafterin Elisabeth Klaus von
der Universität Salzburg mit dem Gabriele-Possanner-Würdigungspreis
in Form einer Skulptur der Künstlerin Claudia Hirtl für ihr
Lebenswerk im Zeichen der Geschlechterforschung ausgezeichnet.
Elisabeth Klaus zählt seit den 1980er Jahren zu den engagiertesten
und wichtigsten Geschlechterforscher/inne/n in den
Kommunikationswissenschaften. Durch ihre Forschung und in ihren
Publikationen hat sie die Bedeutung von Frauen im Journalismus
herausgearbeitet und zum Wissen über Geschlecht und Medien
beigetragen. Einen inhaltlichen Schwerpunkt bilden dabei In- und
Exklusionsprozesse in den Medien.

Förderungspreise für engagierten Wissenschaftsnachwuchs
Neben der Staatspreis- und Würdigungspreisträgerin stand auch der
wissenschaftliche Nachwuchs im Mittelpunkt des Festakts. Aus
insgesamt 18 Einreichungen wählte eine fachkundige, internationale
Expertinnen- und Expertenjury zwei Gabriele
Possanner-Förderungspreisträgerinnen für deren wissenschaftlichen
Beiträge zur Bearbeitung bzw. Lösung gesellschaftlicher und
wirtschaftlicher Herausforderungen im Bereich der
Geschlechterforschung aus. Die mit je 12.000 Euro dotierten
Auszeichnungen gingen an die Soziologin Zorica Siročić von der
Universität Graz für ihre Dissertation „Festivals and feminist
politics in the post-Yugoslav territory“ und die
Rechtswissenschafterin Petra Sußner für ihre Dissertation „„Legally
Queer? Grundversorgung und Asylberechtigung im Bereich von sexueller
Orientierung und geschlechtlicher Identität“, verfasst an der
Universität Wien. „Es ist uns besonders wichtig, neben bereits
renommierten Wissenschafterinnen wie Doris Weichselbaumer und
Elisabeth Klaus auch exzellente Nachwuchswissenschafter/innen wie
unsere beiden Förderungspreisträgerinnen vor den Vorhang zu holen.
Dadurch ist sichergestellt, dass sie und ihre Forschungsleistungen
von einer breiteren Öffentlichkeit wahrgenommen werden“, so die
Wissenschaftsministerin.

Erstmals alle Hochschulsektoren eingebunden
Anlässlich der zwölften Verleihung der Gabriele-Possanner-Verleihung
gab es eine wichtige Neuerung: Erstmals wurden neben den öffentlichen
Universitäten und den drei außeruniversitären Forschungsinstitutionen
(Ludwig Boltzmann-Gesellschaft, Österreichische Akademie der
Wissenschaften, IST-Austria) auch die Fachhochschulen, Pädagogischen
Hochschulen sowie die Privatuniversitäten eingeladen, Kandidat/inn/en
für den Staats- und Würdigungspreis zu nominieren. Dazu Ministerin
Rauskala: „Die Öffnung der Possanner-Preise für alle
Hochschulsektoren ist ein wichtiger Schritt, um generiertes Wissen
und Kompetenzen einer inter- und transdisziplinären
Geschlechterforschung auch außerhalb der öffentlichen Universitäten
zu stärken und sichtbar zu machen.“ Erfreut zeigt sich die
Wissenschaftsministerin daher, dass neben neun öffentlichen
Universitäten auch zwei Pädagogische Hochschulen, eine Fachhochschule
sowie eine Privatuniversität Kandidat/inn/en für den
Possanner-Staatspreis 2019 vorgeschlagen haben.

Über die Gabriele-Possanner-Preise
Die Gabriele-Possanner-Preise werden seit 1997 zum Gedenken an die
erstmalige Verleihung eines akademischen Grades an eine Frau durch
eine österreichische Universität verliehen. Gabriele Possanner
erhielt 1897 nach nochmaliger Ablegung zahlreicher Prüfungen ihr an
der Universität Zürich erworbenes Doktorat der Medizin von der
Universität Wien nostrifiziert.

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sowie im OTS-Bildarchiv unter http://bild.ots.at

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