ÖGB-Reischl zu AMS-Daten: „Würde man alle Überstunden in Arbeitsplätze umwandeln, gäbe es 123.546 Arbeitslose weniger“

Investitionen in Aus- und Weiterbildung schützen langfristig am besten vor Arbeitslosigkeit

Wien (OTS) - 255 Millionen Mehr- und Überstunden haben Österreichs ArbeitnehmerInnen im Jahr 2018 geleistet. Darauf haben AK und ÖGB bereits letzte Woche am „No Pay Day“ aufmerksam gemacht. „Würde man all diese Überstunden in Vollzeitarbeitsplätze umwandeln, hätten 123.546 Menschen, die jetzt arbeitslos sind, einen Job“, regt Ingrid Reischl, leitende Sekretärin des ÖGB, an. „Damit hätten wir um rund ein Drittel weniger Arbeitslose als derzeit.“

Es sei völlig unverständlich, dass Menschen auf der einen Seite so viel arbeiten, dass ihre Gesundheit darunter leidet. Der Arbeitsdruck wird immer mehr und psychische Krankheiten wie Burn-Out sind im Steigen. Auf der anderen Seite haben Menschen gar keine Beschäftigung. „Hier muss sich auch angesichts der Digitalisierung dringend etwas ändern. Die Fülle an Arbeit muss an möglichst viele Beschäftigte aufgeteilt werden und nicht einige wenige krank machen“, fordert Reischl. „Auch viele Frauen hätten dadurch die Chance auf eine ordentliche Beschäftigung in Form von Vollzeitarbeit.“

Erfreulich sei selbstverständlich, dass die Arbeitslosigkeit derzeit zurückgeht. Angesichts dessen, dass 44 Prozent der Arbeitslosen nur über einen Pflichtschulabschluss verfügen, sei klar, wo auch die künftige Bundesregierung ansetzen müsse. „Eine Investition in die Aus- und Weiterbildung vor allem der jungen Menschen ist dringend notwendig. Dazu zählt auch die Wiederbelebung der Ausbildungsgarantie bis 25“, so Reischl abschließend.

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