• 02.11.2019, 10:00:17
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  • OTS0007

"profil": Spitzengage für Telekom-Personalvertretungschef

"profil": A1-Telekom-Austria-ZA-Vorsitzender Luksch erhielt rechtswidrig Akademikergehalt; kein Kommentar von Ex-A1-Chefin und Ex-Ministerin Schramböck

Utl.: "profil": A1-Telekom-Austria-ZA-Vorsitzender Luksch erhielt
rechtswidrig Akademikergehalt; kein Kommentar von Ex-A1-Chefin
und Ex-Ministerin Schramböck =

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner neunen
Ausgabe berichtet, kassierte Werner Luksch, Vorsitzender des
Zentralausschusses der A1 Telekom Austria, rechtswidrig ein
Spitzengehalt. Wie Luksch in einem Mail an die Belegschaft bereits im
September 2018 angab, habe er als freigestellter Betriebsrat
"aufgrund meiner Funktion in der Personalvertretung die höchste
Einstufung". Laut "profil" beträgt diese rund 140.000 Euro im Jahr,
ist allerdings Akademikern vorbehalten, während Luksch keinen
Studienabschluss habe. Ermöglicht wird diese Besserstellung von
Telekom-Personalvertretern gegenüber normalen Telekom-Arbeitnehmern
durch eine seit September 2004 gültige, vom damaligen
Telekom-Personalchef Franz Nigl abgesegnete "Funktionsbewertung und
Entlohnung von dienstfreigestellten Personalvertretern“. Ein eigenes
Gehaltsschema verstößt laut "profil" allerdings gegen das im
Arbeitsverfassungsgesetz verankerte Bevorzugungsverbot für
Betriebsräte. So sei einem Arbeitsrecht-Kommentar der Arbeiterkammer
zufolge "ein spezieller Entgeltanspruch für die Ausübung von
Betriebsratsfunktionen unzulässig".
Wie "profil" weiter berichtet, werden die
Telekom-Austria-Personalvertreter nach den Plänen des Management ab
sofort nicht mehr nach ihrem speziellen System, sondern individuell
entlohnt, was zu empfindlichen Einbußen führen könnte.
Die frühere Wirtschaftsministerin und jetzige
ÖVP-Nationalratsabgeordnete Margarete Schramböck, die von 2016 bis
2017 CEO der A1 Telekom Austria war, wollte sich auf "profil"-Anfrage
nicht dazu äußern, ob sie von den Gesetzesverstößen dort wusste und
warum sie nichts dagegen unternahm. Laut einer Sprecherin sei
Schramböck seit zwei Jahren "nicht mehr Teil des Unternehmens". Ihr
Fokus liege nun "auf ihrer politischen Tätigkeit".

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