- 31.10.2019, 12:09:07
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„Orientierung“ über Ehemänner als Priester – Experten-„Nachlese“ zur Amazonien-Synode am 3. November in ORF 2
Außerdem: Der letzte Abschied – Wie mit Kindern trauern?
Utl.: Außerdem: Der letzte Abschied – Wie mit Kindern trauern? =
Wien (OTS) - Sandra Szabo präsentiert im ORF-Religionsmagazin
„Orientierung“ am Sonntag, dem 3. November 2019, um 12.30 Uhr in ORF
2 folgende Beiträge:
Ehemänner als Priester: Experten-„Nachlese“ zur Amazonien-Synode
Wenige Tage nach dem Ende der dreiwöchigen Amazonien-Synode, die
unter dem Titel „Amazonien – Neue Wege für die Kirche und eine
ganzheitliche Ökologie“ stattfand, kamen im Salzburger Bildungshaus
St. Virgil Expertinnen und Experten sowie Synoden-Teilnehmer/innen zu
einer „nachsynodalen Tagung“ zusammen. Dabei ging es nicht zuletzt um
einzelne Punkte aus dem Abschlussdokument der Synode wie etwa Fragen
nach mehr Mitsprache von Laien, der stärkeren Würdigung des
kirchlichen Engagements von Frauen und um die vorgeschlagene Weihe
von Familienvätern, die sich als ständige Diakone bereits verdient
gemacht haben, zu Priestern. Als Synodenteilnehmer/innen nach
Salzburg gekommen waren u. a. der in Brasilien lebende
Befreiungstheologe Paulo Suess und der brasilianische Erzbischof
Roque Paloschi. Er ist auch Präsident des Indigenen-Missionsrates der
Brasilianischen Bischofskonferenz. Aus Österreich mit dabei: Anja
Appel, Politologin und Geschäftsführerin der Koordinierungsstelle der
Österreichischen Bischofskonferenz für internationale Entwicklung und
Mission, sowie der Steyler Missionar Franz Helm. Bericht: Klaus Ther.
Kraft der Vergebung: „Versöhnungsweg“ für Kindersoldaten in Uganda
Es war der Beginn von Jahrzehnten des Terrors: Ende der 1980er Jahre
folgte der junge ugandische Kämpfer Joseph Kony dem, was er „von Gott
erhaltene spirituelle Eingebungen“ nannte und gründete eine
Rebellenbewegung namens „Lord’s Resistance Army“ (LRA), die
„Widerstandsbewegung des Herrn“. Ziel Konys war es nach eigenen
Worten, einen „mystischen Gottesstaat“ zu errichten, der strikt nach
den biblischen Zehn Geboten regiert wird. Doch faktisch zogen Kony
und seine „Armee“ – v. a. entführte Kinder und Jugendliche – raubend
und mordend durch das Land. Innerhalb von zwei Jahrzehnten gerieten
etwa 60.000 Kinder in Gefangenschaft, weniger als die Hälfte dieser
Kindersoldaten kehrte aus dem Busch zurück. Rund 200.000 Menschen
kamen ums Leben. Als die ugandische Regierung eine Amnestie erließ,
kehrten viele Mitglieder von Konys LRA der „Gottesarmee“ den Rücken.
Heute leben sie nicht selten wieder in ihrer alten Dorfgemeinschaft,
oft in unmittelbarer Nähe ihrer früheren Opfer. Doch ist Versöhnung
unter diesen Umständen – nach all den Gräueltaten – überhaupt
möglich? „Geschehenes kann man nicht ungeschehen machen. Aber man
kann versuchen, nach vorne zu schauen und weiterzuleben“, so Stephen
Kilama. Er wurde mit 17 Jahren entführt und hat schreckliche Dinge
miterlebt. Heute kann er Tätern wie Kenneth B., einem ehemaligen
Stellvertreter des Rebellenführers Joseph Kony, vergeben. Es ist ein
langer, schwieriger Prozess, der von vielen Seiten Unterstützung
braucht. In diesem Sinne hilft auch „Missio Österreich“ und stärkt
die katholische Kirche in Uganda, die in der Versöhnungsarbeit eine
wichtige Rolle spielt. Bericht: Gundi Lamprecht.
„Österreichs Mutter Teresa“: Die Ordensfrau und Ärztin Anna Dengel
Die Geierwally-Freilichtbühne in Elbigenalp stand diesen Sommer im
Zeichen einer großen Lechtalerin: Anna Dengel, geboren 1892 in der
kleinen Lechtaler Ortschaft Steeg, gründete die „Medical Mission
Sisters“ („Missionsärztliche Schwestern“), einen Frauenorden, der
sich vor allem für die medizinische Versorgung von Frauen und Kindern
engagierte. Die „österreichische Mutter Teresa“ war zunächst als
Ärztin in Rawalpindi (damals Indien, heute Pakistan) eingesetzt,
bevor sie in den USA ihre Schwesterngemeinschaft gründete. Damit
betrat sie Neuland, denn Priestern und katholischen Ordensschwestern
war es bis dahin verboten, bei Geburten und Operationen anwesend zu
sein. Indien ist bis heute eines der zentralen Einsatzgebiete des in
19 Ländern weltweit tätigen Ordens. Die „Orientierung“ war bei einer
Aufführung des Theaters über die „Mutter der Mütter“ und hat in Pune
(Maharashtra) eine Niederlassung ihres Ordens besucht. Bericht:
Christian Rathner.
Der letzte Abschied: Wie mit Kindern trauern?
„Ich würde sie gerne fragen, wie es ihr jetzt geht, ob sie weiß, wo
wir sind – und ihr sagen, dass wir sie sehr liebhaben“, erzählt die
15-jährige Wiener Gymnasiastin Marlene Morawez. Erst wenige Wochen
zuvor ist ihre Mutter an Krebs gestorben. Wie können Kinder und
Jugendliche den Tod ihrer Liebsten verstehen und wie können sie von
ihnen Abschied nehmen? Seit zehn Jahren bietet das Hospiz Rennweg der
Caritas Socialis Angehörigen von Verstorbenen die Möglichkeit,
professionell durch Phasen ihrer Trauer begleitet zu werden. Der
„Rote Anker“, so heißt die Einrichtung für Trauerarbeit im Hospiz
Rennweg, ist darum bemüht, das Sterben und den Tod „aus der
Tabu-Zone“ zu holen – und so auch den Blick zu schärfen: für einen
Teil des Lebens, der in westlichen Gesellschaften des 21.
Jahrhunderts vielfach ausgeblendet bleibt. Bericht: Zoran Dobrić.
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