FPÖ-Pisec: „Freiheitliche Wirtschaft lehnte im Wirtschaftsparlament Budgetvoranschlag 2020 der Wirtschaftskammer Wien ab“

„Derzeitige Kammerführung ist von einer bürgerlich-konservativen Wirtschaftspolitik im Sinne der Interessen der Mehrheit seiner Pflichtmitglieder abgerückt“

Wien (OTS) - „Die Freiheitliche Wirtschaft lehnte im gestrigen Wirtschaftsparlament den Budgetvoranschlag 2020 der Wirtschaftskammer Wien ab und dies aus vielerlei Hinsicht. Positiv geht aus dem Voranschlag die interessante Erkenntnis hervor, dass die ungeplanten Mehreinnahmen von zehn Prozent offensichtlich auf der erfolgreichen ehemaligen Bundesregierung unter Mitwirkung der FPÖ beruhten. Die positive Entwicklung am Arbeitsmarkt hat sich mit einer exorbitanten Erhöhung der Einnahmen aus der das Budget speisenden Dienstgeberabgabe und Umsatzsteuer ergeben“, erklärte heute der Obmann der Freiheitlichen Industrie und FPÖ-Industriesprecher Bundesrat MMag. Reinhard Pisec.

„Diese ungeplant hohen Budgeteinnahmen würden genügend Spielraum für eine massive Senkung der Kammergebühren schaffen, die auch zugleich eine Senkung der exorbitant hohen Lohnnebenkosten für Unternehmen bedeuten würde. Weiters sollten aus dem Budget, dessen viel zu hoher Betrag von prognostizierten 120 Millionen Euro nur der Wirtschaftskammer Wien zu Verfügung steht, auch die freien Unternehmensverbände unterstützt werden. Die IV-Wien, der niederösterreichische Gewerbeverein und der Handelsverband weisen eine ausgezeichnete Performance im Einsatz für unternehmerische Interessen auf. Jeder einzelne dieser freien Interessenvereinigungen muss mit einem Budget auskommen, das weniger als einem Hundertstel der WKO-Wien entspricht“, erklärte Pisec.

„Die Freiheitliche Wirtschaft lehnt Ausgaben zugunsten rot-grüner Sonderprojekte ab, die auch gegen die trivialsten Compliance-Vorschriften verstoßen. Der Werbeetat der WKO-Wien ist um 30 Prozent gestiegen und dient offensichtlich nicht nur der eigenen Selbstdarstellung, sondern auch der Unterstützung für eine ideologisch rot-grüne Werbeagentur“, so Pisec.

„Auffallend ist auch der zunehmend ideelle Niedergang und Identitätsverlust des einst stolzen Unternehmerverbandes WKO-Wien unter der derzeitigen Präsidentschaft. In den vergangenen Jahren wurde die jahrhundertalte Bibliothek geschlossen und aufgelöst, das denkmalgeschützte Inventar aus dem historischen Plenarsaal entfernt und zu guter Letzt ist die WKO-Wien aus ihrem jahrhundertalten Gebäude am Stubenring ohne Not ausgezogen. Der nun bezogene Glasbau am Praterstern ist als Großraumbüro im Stil bereits veraltet und wird nicht einmal Klimaschutz-Anforderungen gerecht. Auch bietet der Glasbau keine optimalen Arbeitsbedingungen für Mitarbeiter. Energieraubende Klimaanlagen müssen für eine Abkühlung im Sommer sorgen, weil saunaähnliche Temperaturen aufgrund der aufheizenden Glasflächen das Arbeiten verunmöglichen würden“, betonte Pisec.

„Auf der neuen ‚Straße der Wiener Wirtschaft‘ mit angeschlossenem Platz gibt es keinen einzigen Baum, der vor der immensen Sonneneinstrahlung auch nur annähernd schützen würde. Die derzeitige Kammerführung ist von einer bürgerlich-konservativen Wirtschaftspolitik im Sinne der Interessen der Mehrheit seiner Pflichtmitglieder leider abgerückt - die rot-grüne Anbiederung, noch dazu mit Kammergeldern, lehnt die Freiheitliche Wirtschaft in jeder Hinsicht ab“, sagte Pisec.

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