- 30.10.2019, 09:49:24
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ORF RSO Wien im November: Geburtstagskonzert „50 Jahre RSO Wien“ live in Ö1
Wien (OTS) - Am 6. November spielt das ORF-Radio-Symphonieorchester
Wien sein Geburtstagskonzert „50 Jahre RSO Wien“ unter Chefdirigentin
Marin Alsop, das live in Ö1 übertragen wird. Im Rahmen der
Kammermusikreihe „Aus nächster Nähe“ kommt Wolfgang Floreys „Nie
zurück“ zur Uraufführung (8.11.). Mit Dieter Schnebels „Sinfonie X“
beim Festival „Wien Modern“ (16.11.) und Sergej Prokofjews Filmmusik
zu „Alexander Newski“ (21.11.) sind zwei österreichische
Erstaufführungen zu hören und anlässlich der Jubiläumssaison
dirigiert der ehemalige RSO-Chefdirigent Pinchas Steinberg Schönberg,
Kabalewskij und Schostakowitsch (27.11.).
Das Geburtstagskonzert „50 Jahre RSO Wien“ findet am Mittwoch, den
6. November (19.30 Uhr) im ORF RadioKulturhaus statt. Chefdirigentin
Marin Alsop kombiniert für dieses besondere Konzert die „Symphonie
Nr. 2“ von Robert Schumann – Vorbote eines auf zwei Konzertsaisonen
angelegten Projektes, alle vier Schumann-Symphonien mit den Retuschen
von Gustav Mahler aufzuführen und aufzunehmen – mit den „Drei Sätzen
für Orchester“ von Friedrich Cerha. Die „Drei Sätze“ sind 2012 für
das ORF Radio-Symphonieorchester Wien entstanden und wurden im April
2016 unter Cornelius Meister im Musikverein uraufgeführt. Das sind 13
Minuten Musik eines Komponisten, dessen Gesamtwerk in den letzten
fünf Jahrzehnten das ORF RSO Wien ständig begleitet hat. Das
RSO-Geburtstagskonzert wird live in Ö1 und Fidelo übertragen, ORF III
sendet den Konzertmitschnitt am Sonntag, den 10. November um 22.20
Uhr.
Das zweite Konzert der Kammermusikreihe „Aus nächster Nähe“ findet
am Freitag, den 8. November (19.30 Uhr) unter dem Titel „Serenaden
ohne Bass“ im Arnold Schönberg Center statt. Auf dem Programm des ORF
RSO Wien stehen Arnold Schönbergs „Alliance-Walzer“, Antonín Dvořáks
„Terzett C-Dur“, Zoltán Kodálys „Serenade für zwei Violinen und
Viola“, Ernst Tochs „Serenade in Spitzwegs Art“ und die Uraufführung
von Wolfgang Floreys „Nie zurück“. Die meisten Werke des Abends
vereint ein heiterer Charakter, wie auch die ungewöhnliche Besetzung
mit drei hohen Instrumenten. Es spielen Franz-Markus Siegert und
Anais Tamisier (Violine), Raphael Handschuh (Viola) und Thomas
Obermüller (Bassklarinette), die Moderation übernimmt Nadja Kayali.
Ö1 sendet den Konzertmitschnitt am Donnerstag, den 28. November um
19.30 Uhr. Weitere Termine dieser Reihe sind am 25. März, am 29.
April und am 9. Juni 2020. Die Veranstaltungen finden in
Zusammenarbeit von ORF RadioKulturhaus, ORF RSO Wien und Arnold
Schönberg Center statt.
Beim Festival „Wien Modern“ spielt das ORF RSO Wien unter der
musikalischen Leitung von Baldur Brönnimann am Samstag, den 16.
November (19.30 Uhr) im Musikverein Wien die österreichische
Erstaufführung von Dieter Schnebels „Sinfonie X“ für großes
Orchester, Altstimme, Live-Elektronik und Tonband, es singt Anna
Clare Hauf. Schnebels „Zehnte Symphonie“ wird nahezu vegetativ von
Alltag überwuchert. Vor und nach der Konzertaufführung, in den Foyers
und Gängen des Aufführungsortes, aber auch in der Pause, tönen Klänge
des Verkehrs, der Kultur und der Natur. Die „Sinfonie X“ dauert über
zwei Stunden und meint die ganze Welt – wie diese ist sie
zerbrechlich und schutzbedürftig. Die komplette Fassung vom ersten
und zweiten Teil wurde seit der Uraufführung 1992 nicht mehr
gespielt. Ö1 sendet den Konzertmitschnitt am Dienstag, den 3.
Dezember um 19.30 Uhr.
Am Donnerstag, den 21. November (19.30 Uhr) spielt das ORF RSO
Wien – gemeinsam mit der Wiener Singakademie und Marina Prudenskaya
(Mezzosopran) – unter Frank Strobel die österreichische
Erstaufführung von Sergej Prokofjews Filmmusik zu „Alexander Newski“
im Wiener Konzerthaus. Eisensteins patriotischer Film über den Kampf
des russischen Volkes gegen feindliche Invasoren war ein ideales
Sujet angesichts der akuten außenpolitischen Bedrohung der
Sowjetunion durch das Hitler-Regime. Der Figur Alexander Newski
gelang es, die zerstrittenen Russen vereint gegen die
deutschstämmigen Ordensritter zu führen, die am 5. April 1242 in der
legendären Schlacht auf dem Peipussee vernichtend geschlagen wurden.
Wiederholt gab es Versuche, diesen Tonfilm live mit Orchester
aufzuführen. Dabei musste man sich zwangsläufig mit einer
„abgehörten“ Partitur begnügen, da die originale Filmpartitur nicht
zugänglich war. Erst 2003, 65 Jahre nach ihrer Entstehung, war die
Rekonstruktion der Originalfassung wieder zu hören, editiert wurde
sie von Frank Strobel. Ö1 sendet den Konzertmitschnitt am Donnerstag,
den 5. Dezember um 19.30 Uhr.
Am Mittwoch, den 27. November (19.30 Uhr) ist das ORF RSO Wien im
Musikverein Wien zu hören. Pinchas Steinberg war von 1989 bis 1996
Chefdirigent des RSO Wien, anlässlich der Jubiläumssaison 2019/20
kehrt er zum ersten Mal wieder ans Pult seines ehemaligen Orchesters
zurück. Begleitet wird er von dem Geiger Michael Barenboim, den u. a.
Pierre Boulez und Lorin Maazel förderten und der nicht zuletzt durch
die Interpretation eines Konzertes Aufmerksamkeit erregte: dem
Violinkonzert von Arnold Schönberg – ein aufregendes, zuweilen
schroffes Werk, dessen Modernität acht Jahrzehnte nach seiner
Entstehung noch immer frappiert. Neben Schönbergs Violinkonzert ist
an diesem Abend auch die Ouvertüre „Colas Breugnon“ von Dmitrij B.
Kabalewskij und Dmitrij Schostakowitschs zehnte Symphonie zu hören.
Ö1 sendet den Konzertmitschnitt am Dienstag, den 10. Dezember um
19.30 Uhr. Details zum Konzertprogramm des ORF RSO Wien sind abrufbar
unter http://rso.orf.at.
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