Original Play-Fall zeigt Defizite bei Qualitätsstandards auf

ECPAT Österreich und der Bundesverband Österreichischer Kinderschutzzentren fordern verpflichtende und überprüfbare Kinderschutzstandards

Wien (OTS) - ECPAT Österreich und der Bundesverband Österreichischer Kinderschutzzentren sprechen sich für die Einführung verbindlicher Kinderschutzrichtlinien für Organisationen aus. „Kinderschutzrichtlinien bzw. Kinderschutzkonzepte für Organisationen, die mit Kindern arbeiten, machen eine intensive Auseinandersetzung mit den Risiken für Kinder durch das eigene Angebot notwendig und beinhalten eine Fülle von präventiven Maßnahmen, um etwaigen Risiken zu begegnen“, sagen die Geschäftsführerinnen, Martina Wolf (Österreichische Kinderschutzzentren) und Astrid Winkler (ECPAT Österreich). Sie beziehen damit zu Vorfälle rund um Original Play Stellung: „Eine Kinderschutzrichtlinie ist ein Instrumentarium, das auf verschiedenen Ebenen einer Organisation ansetzt, um Gewalt gegen Kinder zu verhindern. Ein Strafregisterauszug allein reicht hier sicher nicht.“ Dies müsse auch bei der Vergabe von Förderungen als Kriterium herangezogen werden. Hier ist auch die Politik gefordert, mit Expert*innen sowohl Qualitätskriterien zu definieren als auch geeignete (strukturelle, wie finanzielle) Unterstützung für Organisationen und Einrichtungen in diesem Prozess anzubieten.

EU-Projekt SAFE PLACES

ECPAT Österreich koordiniert das von der Europäischen Union „Rights, Equality and Citizenship Programme (2014-2020)“ geförderte, 2-jährigeProjekt SAFE PLACES, das im September 2019 gestartet ist und gemeinsam mit den Österreichischen Kinderschutzzentren und dem Netzwerk Kinderrechte sowie ECPAT Deutschland durchgeführt wird. Dieses will Kinderschutzstrukturen in Österreich durch Bewusstseinsbildung betreffend Kinderschutzrichtlinien und Trainings stärken. Nicht nur in Kindergärten, Schulen und Wohngemeinschaften, sondern auch im Sport-, Kultur- und Freizeitbereich sollen umfassende Kinderschutzkonzepte eine Selbstverständlichkeit werden.

ECPAT Österreich

Die Fachstelle und Arbeitsgemeinschaft gegen sexuelle Ausbeutung von Kindern wurde 2003 gegründet. Ein Fachbereich von ECPAT Österreich ist die Unterstützung für Organisationen und Institutionen bei der Entwicklung und Umsetzung von Kinderschutzrichtlinien durch Beratung sowie Training.

Bundesverband Österreichischer Kinderschutzzentren

Der Bundesverband hat sich im Mai 2011 konstituiert, um mit einer Stimme für die Österreichischen Kinderschutzzentren zu sprechen. Aufgaben: Öffentlichkeitsarbeit, fachpolitisches Lobbying für Kinderschutzthemen, Qualitätssicherung im Kinderschutz sowie Fortbildungsangebote.

Rückfragen & Kontakt:

Astrid Winkler (ECPAT Österreich), 06991 923 76 02
Martina Wolf (Bundesverband Österreichischer Kinderschutzzentren), 0660 181 78 41

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NEF0002