BIZEPS fordert: ÖBB soll diskriminierende Kampagne „Pass auf dich auf“ sofort stoppen

Eine Vielzahl behinderter Menschen hat sich bei Behindertenberatungszentrum BIZEPS beschwert. Diese Werbung ist der ÖBB unwürdig und sollte gestoppt werden.

  • Grundsätzlich ist jede Kampagne – die gut gemacht ist – wichtig, wenn sie das Bewusstsein zur Vermeidung von unnötigen Gefahren hebt
    Martin Ladstätter, Obmann vom Behindertenberatungszentrum BIZEPS
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  • Wir erwarten von der ÖBB, dass sie diese diskriminierende Kampagne umgehend stoppt
    Martin Ladstätter, Obmann vom Behindertenberatungszentrum BIZEPS
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  • 2019 noch mit behinderten Menschen schocken zu wollen ist keine sinnvolle Maßnahme der Inklusion, wie sie die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen vorgibt.
    Martin Ladstätter, Obmann vom Behindertenberatungszentrum BIZEPS
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Wien (OTS) - Die vor wenigen Wochen gestartete ÖBB-Kampagne "Pass auf dich auf" erregt vermehrt Unmut. Darin werden Menschen mit Behinderungen zur Abschreckung verwendet, um Jugendlichen die Gefahren auf Bahnhöfen näher zu bringen.

"Grundsätzlich ist jede Kampagne – die gut gemacht ist – wichtig, wenn sie das Bewusstsein zur Vermeidung von unnötigen Gefahren hebt", so Martin Ladstätter (Obmann vom Behindertenberatungszentrum BIZEPS).

Doch die persönlichen und auch in social media nachlesbaren Reaktionen auf die aktuelle ÖBB-Kampagne zeigen klar: Behinderte Menschen sind irritiert und fühlen sich teilweise auch diskriminiert.

Schon im Jahr 2006 gab es eine ähnliche Kampagne des Verkehrsministeriums („Hier war Alkohol im Spiel“). Exemplarisch nutzte ein Rollstuhlfahrer seine Rechte gemäß dem Behindertengleichstellungsgesetz. Er brachte eine Schlichtung (eine rechtlich normierte Vorstufe einer Klage) ein. Damals gelang umgehend, dass dieses Sujet nicht mehr verwendet wurde, eine Entschuldigung erfolgte und immaterieller Schadenersatz bezahlt wurde.

"Wir erwarten von der ÖBB, dass sie diese diskriminierende Kampagne umgehend stoppt", so Ladstätter und er führt aus: „2019 noch mit behinderten Menschen schocken zu wollen ist keine sinnvolle Maßnahme der Inklusion, wie sie die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen vorgibt.

Es wurde daher eine offizielle Beschwerde beim Österreichischen Werberat eingebracht.

Rückfragen & Kontakt:

BIZEPS / Martin Ladstätter 0699 17745449

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