• 21.10.2019, 11:37:13
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Philipp Hochmair macht den Mythos Löwenherz wieder lebendig

In „Universum History: Richard Löwenherz: Ein König in der Falle“ am 22. Oktober um 21.05 Uhr in ORF 2, davor: Schlamberger-Donau-„Universum“

Utl.: In „Universum History: Richard Löwenherz: Ein König in der
Falle“ am 22. Oktober um 21.05 Uhr in ORF 2, davor:
Schlamberger-Donau-„Universum“ =

Wien (OTS) - König, Kreuzritter, Gefangener: Kaum eine historische
Figur des Mittelalters vereint so viele Mythen wie Richard Löwenherz.
Ende des 12. Jahrhunderts wird der englische König und Kreuzritter
auf der Heimreise aus dem Heiligen Land vom Babenberger-Herzog
Leopold V. gefangengenommen und zunächst auf der Burg Dürnstein bei
Krems eingesperrt. Diese Geiselnahme ist das wohl spektakulärste
Kidnapping der Historie. Philipp Hochmair („Vorstadtweiber“) macht in
einer neuen „Universum History“-Dokumentation am Dienstag, dem 22.
Oktober 2019, um 21.05 Uhr in ORF 2 den Mythos Löwenherz und die
Geschehnisse rund um dessen Gefangennahme wieder lebendig. Neben den
Spielszenen – in weiteren Rollen agieren u. a. Krista Stadler,
Raphael von Bargen, Christopher Bond, Florian Feik, Tobias Ofenbauer,
Alexander Knaipp und Dennis Cubic – sorgt in „Richard Löwenherz: Ein
König in der Falle“ mit John Gillingham, Robert-Tarek Fischer,
Annette Kehnel, Knut Görich, Michael Korth und Fanny Madeline eine
hochkarätige Riege an Wissenschafterinnen und Wissenschaftern für ein
differenziertes Bild von Richard Löwenherz. Gedreht wurde in
Niederösterreich in Hainburg an der Donau, in der Marienkirche Bad
Deutsch Altenburg, auf Burg Hardegg sowie an Originalschauplätzen in
Österreich, Deutschland und England.
Davor steht um 20.15 Uhr die vielfach ausgezeichnete
„Universum“-Produktion „Donau – Lebensader Europas“ von Rita und
Michael Schlamberger auf dem Programm von ORF 2. Der Film entstand
als Koproduktion von ORF mit ScienceVision, BR und NDR in
Zusammenarbeit mit ARTE und ICPDR.

„Löwenherz ist ein österreichischer Mythos, auch das Drumherum, mit
Dürnstein und dem Sänger Blondel. Dass ich Löwenherz jetzt als
Erwachsener spielen darf, ist natürlich eine große Freude“, sagt
Philipp Hochmair. Doch wer war dieser Richard Löwenherz tatsächlich?
Wer versteckt sich hinter dem Mythos? „Richard Löwenherz – ein König
in der Falle“ zeichnet ein auf historischen Fakten basiertes,
ganzheitliches Bild des Königs, das auch die weniger gewinnenden
Seiten miteinschließt. „Richard hat sich durch seine durchaus
arrogante Art mächtige Feinde geschaffen. Das fällt ihm später auf
den Kopf“, sagt Regisseur Fritz Kalteis. Wendepunkt der Erzählung ist
ein Vorfall, der bis heute fixer Bestandteil des
Geschichtsunterrichts ist: Nachdem Richard im Kreuzzug die Hafenstadt
Akkon erobert hat, meldet auch der österreichische Babenberger-Herzog
Leopold V. seine Ansprüche an der Beute an. Richard lässt daraufhin
dessen rot-weiß-rote Fahne in den Schmutz treten. Wenig später rächt
sich der in seiner Ehre tief beleidigte Herzog. Er nimmt Richard auf
dessen Rückreise am Stadtrand von Wien in Haft.

Tatsächlich wurde Richard Löwenherz im Winter 1192 Opfer eines
internationalen Komplotts, in dem neben Herzog Leopold auch Richards
Todfeind, der französische König Philipp II. Augustus, der
römisch-deutsche Kaiser Heinrich VI. und Richards Bruder Johann
Ohneland verwickelt sind. In Gefangenschaft zeigen sich auch
unerwartete Charakterzüge des Kriegers Richard Löwenherz: So schreibt
er – offenbar in tiefer Depression – ein Lied. Darin beklagt er aber
nicht nur sein Schicksal, sondern nutzt es auch zu seinem Vorteil.
Mit Hilfe des schnellsten Medienkanals seiner Zeit, den Troubadouren,
geht Richards Aufruf, zum Lösegeld beizutragen, binnen kürzester Zeit
viral. Das Lösegeld, das Richard für seine Freilassung aufbringen
muss – nach heutigem Wert rund drei Milliarden Euro – hat in
Österreich bis heute Spuren hinterlassen: So wurden die Städte Wiener
Neustadt und Friedberg gegründet, Wien und Enns befestigt und in
Hainburg an der Donau eine gewaltige Festungsanlage gebaut. Just
diese „Heimenburg“ war – neben der Burg Hardegg im Waldviertel –
einer der Haupt-Drehorte für die aufwendigen Spielszenen dieser
„Universum History“-Produktion. Die Festung diente u. a. als Kulisse
für Akkon sowie für die Kaiserstädte Speyer und Mainz, wo Richard im
Februar 1194 schlussendlich nach 13 Monaten Gefangenschaft wieder
freigelassen wurde. Die höchst unwegsamen, aber spektakulären
Drehorte verlangten dem etwa 40-köpfigen Film-Tross alles ab,
begeisterten aber das gesamte Ensemble.

Schauspielerin Krista Stadler verkörpert in den Spielszenen Richards
Mutter, Eleonore von Aquitanien – eine Rolle, die ihr zum
Herzensanliegen wurde: „Eleonore entspricht den Klischees der
duldsamen und passiven mittelalterlichen Frau absolut nicht. Sie war
die wohl einflussreichste Herrscherin des Mittelalters und hat in
Richards Abwesenheit die Fäden in der Hand gehalten. Sie war mutig,
sie war eitel, sie war machtbewusst“. Die Rolle des engsten
Vertrauten Richards, Baldwin von Bethune, übernimmt Raphael von
Bargen („Die Toten vom Bodensee“).

Regisseur Fritz Kalteis zum Thema Löwenherz und den Cast mit Philipp
Hochmair: „Herausforderung war, den Kern der Wahrheit aus der Legende
herauszuschälen“; „Hochmair mein ‚Traum-Löwenherz‘“

„Richard Löwenherz ist für mich als Niederösterreicher der große
Mythos, dem ich schon in der Volksschule begegnet bin: Die
Gefangenschaft auf der Ruine Dürnstein, das Verlies, der treue Sänger
Blondel, der Bau von Wiener Neustadt mit dem Silberschatz, der für
seine Freilassung bezahlt werden musste. Ich wusste also, es gibt
allein in Österreich Millionen von Löwenherz-Experten. Die
Herausforderung war daher, den Kern der Wahrheit aus der Legende
herauszuschälen. Und die angenehme Überraschung: Die Realität der
größten Erpressungsaffäre des Mittelalters übertrifft die Vorstellung
noch bei Weitem. Ich empfinde es als besondere Auszeichnung, dass
mittlerweile die größten Schauspieler/innen des deutschsprachigen
Raumes Interesse daran zeigen, an unseren historischen
Dokumentationen mitzuwirken. Bei Philipp Hochmair ist es seine
einzigartige Fähigkeit, die extremen Höhen und Tiefen eines
Charakters auszuloten, die ihn zu meinem ‚Traum-Löwenherz‘ macht.
Krista Stadler ist für mich die Verkörperung der Grande Dame, die sie
spielt. Richards Mutter Eleonore von Aquitanien war eine der
ungewöhnlichsten und stärksten Frauen der Geschichte.“

Philipp Hochmair über seine Rolle des Richard Löwenherz: „Es war ein
Kindheitstraum von mir, schon als kleiner Bub wollte ich Richard
Löwenherz sein“

„Löwenherz ist ein österreichischer Mythos, auch das Drumherum, mit
Dürnstein und dem Sänger Blondel. Es war ein Kindheitstraum von mir,
schon als kleiner Bub wollte ich Richard Löwenherz sein. Dass ich
Löwenherz jetzt als Erwachsener spielen darf, ist natürlich eine
große Freude. Ich bin sozusagen ins Frühmittelalter gereist und hab
versucht, mich der Rolle anzunähern: Ich habe mich in Dürnstein
länger einsperren lassen, habe mit Spezialisten gesprochen, habe nur
das gegessen, was im Mittelalter gegessen wurde.“

„Richard Löwenherz – Ein König in der Falle“ ist eine Koproduktion
von Interspot Film, ORF, ZDF und ARTE, gefördert von Fernsehfonds
Austria, Land Niederösterreich, Bundesministerium für Bildung,
Wissenschaft und Forschung und Verwertungsgesellschaft für
Audiovisuelle Medien in Zusammenarbeit mit ORF-Enterprise.

Nähere Informationen sowie weitere Statements zur „Universum
History“-Produktion sind unter https://presse.ORF.at abrufbar.

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