Richard Tiefenbacher zum Vorsitzenden der ÖGJ Wien gewählt

Forderung nach Ausbau der Lehrstellen und Qualitätssteigerung in der Lehrausbildung

Wien (OTS) - "Einer von fünf Lehrlingen besteht die Lehrabschlussprüfung beim ersten Antritt nicht und rund 5 Prozent treten erst gar nicht an", kritisiert Richard Tiefenbacher, der bei der 33. Wiener Landesjugendkonferenz des ÖGB mit 100 Prozent zum Vorsitzenden gewählt wurde. Das sei ein Warnsignal, denn ohne abgeschlossene Ausbildung seien die Chancen am Arbeitsmarkt massiv eingeschränkt. Es gilt, vor allem in die Qualität der Lehrausbildung zu investieren. In der heutigen Zeit müsse die Vermittlung von digitalen und sozialen Kompetenzen zu jeder Ausbildung zählen. Neben der Wahl stand bei der Konferenz, die unter dem Motto "AktivistInnen statt PopulistInnen" stattfand, die Diskussion der Anträge auf dem Programm.

Die Delegierten fordern unter anderem eine Ausweitung der Lehrstellen, eine ständige Modernisierung der Lehrpläne und eine Aufwertung und Imageverbesserung der Lehre durch die Öffnung des universitären Zugangs im jeweiligen Berufsfeld nach Absolvierung der Lehrabschlussprüfung. "Wer Jugendliche wieder vermehrt für eine Lehrausbildung gewinnen möchte, muss die Lehre attraktiver gestalten und die Möglichkeiten für Jugendliche erweitern. Dazu zählt auch ein Rechtsanspruch auf Lehre mit Matura während der Arbeitszeit“, sagt Tiefenbacher. Ebenso müsse die Ausstattung für die Berufsschulstandorte durch zum Beispiel einen flächendeckenden Ausbau des WLAN-Zugangs an Berufsschulen aktualisiert werden.

„Als junge GewerkschafterInnen wissen wir, dass sich die Lebensbedingungen von jungen Menschen nur dann fundamental verbessern können, wenn wir an einem gemeinsamen Strang ziehen. Wir dürfen nicht zulassen, dass unsere Generation gespalten wird – gespalten in ‚Inländer und Ausländer‘, in ‚Studierende und Hackler‘ oder in ‚Männer und Frauen‘“, betont der frisch gewählte ÖGJ-Wien-Vorsitzende. „Das Säen von Hetze führt zu Angst und Hass und Personen werden gegeneinander ausgespielt. Dem müssen wir mit Solidarität, Zusammenhalt und Einigkeit entgegentreten. Keine Macht den PopulistInnen!“

Ebenfalls neu gewählt wurde das Präsidium der Wiener Gewerkschaftsjugend. Ihm gehören neben Richard Tiefenbacher an: Natascha Ficulovic (PRO-GE), Martin Kacirek (GPA-djp), Raphael Seemann (vida) und Chiara Nedimovic (GBH).

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