- 15.10.2019, 10:34:35
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Neues Modell in der NÖ Kinder- und Jugendhilfe soll für mehr Transparenz und Nachvollziehbarkeit sorgen
LR Königsberger-Ludwig: Fokus wird noch mehr auf das Kind gelegt
Utl.: LR Königsberger-Ludwig: Fokus wird noch mehr auf das Kind
gelegt =
St. Pölten (OTS/NLK) - Landesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig und der
Leiter der Abteilung NÖ Kinder- und Jugendhilfe, Kimon Poulios,
informierten heute, Dienstag, in einem Pressegespräch über die
geplante Einführung des Normkostenmodells in der NÖ Kinder- und
Jugendhilfe, das in den kommenden zwei Jahren schrittweise umgesetzt
werden soll. Mit dem Normkostenmodell, das mit den Trägern gemeinsam
erarbeitet worden sei, wolle man die Leistungen und die Finanzierung
in der Kinder- und Jugendhilfe transparenter, vergleichbarer und für
alle Träger nachvollziehbarer machen, so Königsberger-Ludwig.
Grundlage dafür sei eine Harmonisierung der Leistungen und Tarife von
stationären Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen in Niederösterreich.
In einem ersten Schritt sollen bis Ende 2021 einheitliche Tarife für
die jeweiligen Leistungen sowie die schrittweise Anpassung der
Gruppengröße und die Personalausstattung gewährleistet werden. Es
folgt dann die schrittweise Umsetzung der sozialinklusiven
Wohngruppen.
„Ziel sei es, den Fokus noch mehr auf das Kind zu legen und dafür zu
sorgen, dass das vorhandene Geld genau dort ankommt, wo es gebraucht
wird“, betonte die Königsberger-Ludwig. In Summe stünden 106,5
Millionen Euro zur Verfügung, im Vergleich zu 2010 eine Steigerung
von 63,47 Prozent. Die stationäre Unterbringung von Kindern und
Jugendlichen verursache 76 Prozent der Gesamtkosten in der Kinder-
und Jugendhilfe, sagte die Landesrätin.
Für Kimon Poulios ist der Schutz und die gesunde Entwicklung der
Kinder und Jugendlichen wichtig. Das Geld müsse deshalb „passgenau
ankommen“, es brauche eine „faire Bezahlung für faire Leistungen“ und
es müsse eine „klare qualitätsvolle Linie gezogen werden“.
Laut Königsberger-Ludwig gibt es in Niederösterreich im Bereich
Kinder- und Jugendhilfe sechs Einrichtungen des Landes, 19 private
Träger, 96 stationäre und 15 teilstationäre Wohngruppen, sechs
Krisenzentren, sieben Kinderdorf-Familien und 70 Wohnungen für
„begleitende Verselbständigung“.
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