• 14.10.2019, 13:46:16
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  • OTS0129

ÖVP-Landtagsclub startet erste Roadshow durch Kärnten

„Stirbt Kärnten aus?“ – Die Entwicklung der Bevölkerung ist Kärntens größte Herausforderung. ÖVP-Landtagsclub zeigt in allen Bezirken Fakten und Chancen.

Utl.: „Stirbt Kärnten aus?“ – Die Entwicklung der Bevölkerung ist
Kärntens größte Herausforderung. ÖVP-Landtagsclub zeigt in
allen Bezirken Fakten und Chancen. =

Klagenfurt (OTS) - (Klagenfurt) - „Wir müssen alles tun, damit die
Bevölkerungsprognose nicht Realität wird“, sagt ÖVP-Clubobmann Markus
Malle. Deshalb startet er eine Tour durch alle Bezirke. Titel der
„Club.auf.Tour“: „Stirbt Kärnten aus? – Chancen und Herausforderungen
der Bevölkerungsentwicklung.“ In zehn Veranstaltungen – von
Obervellach bis Bleiburg – legen die Landtagsabgeordneten der
Volkspartei die Zahlen auf den Tisch. Zehn namhafte Referenten zeigen
in ihren Vorträgen Chancen und Potenziale für Kärntens Regionen auf.
Landesrat Martin Gruber begrüßt die Initiative. „Ich sehe die
Veranstaltungsreihe als Auftakt und Vorarbeit für den
Strategieprozess ,Masterplan ländlicher Raum‘, den ich 2020 starte“,
so Gruber.

Die demografische Entwicklung bis zum Jahr 2030 - im Zusammenhang der
generellen Bevölkerungsbewegung Richtung Ballungszentren - wird uns
in Bereichen wie Mobilität, Gesundheitsversorgung, Infrastruktur,
Bildung und vielen weiteren vor große Herausforderungen stellen“, ist
Gruber überzeugt. Kärnten sei das einzige Bundesland, das keinen
Bevölkerungszuwachs hat. „Kärnten wird prozentuell weniger Geld aus
den Ertragsanteilen vom Bund erhalten, die pro Kopf verteilt werden“,
so Gruber.
„Laut Prognose verlieren wir fast 35.000 Menschen im Erwerbsalter“,
ergänzt Malle. „Das bedeutet: Jeder zehnte Arbeitsplatz kann nicht
mehr besetzt werden.“ Gleichzeitig erhöht sich in Kärnten die Anzahl
an Einwohnern im Pensionsalter um über 37.000 Personen.

Auch innerhalb Kärntens sagt die Prognose Veränderungen voraus.
Während der Zentralraum mit Villach und Klagenfurt im Jahr 2030 mehr
Einwohner verzeichnen wird, verlieren manche Talschaften bis zu einem
Fünftel ihrer Bewohner. „Das stellt sowohl die großen Städte als auch
die peripheren Gebiete vor Herausforderungen“, blickt Malle in die
Zukunft.
So werden im Zentralraum mehr Wohnraum, Kinderbetreuungsplätze und
auch Pflegeheime notwendig. Malle: „Schon jetzt fehlen in Klagenfurt
über 200 Betreuungsplätze für Kinder, in zehn Jahren werden es
dreimal so viele sein.“
Andere Sorgen kommen auf Gemeinden zu, deren Bevölkerung schrumpft.
„Kanal und Wasser zum Beispiel werden im Umlageverfahren finanziert –
die Gesamtkosten auf die Bevölkerung aufgeteilt“, erklärt Malle.
„Wenn weniger Menschen diese Kosten stemmen müssen, wird es für den
Einzelnen teurer und das Leben auf dem Land insgesamt kostspielig.“

Anregungen für Gegenmaßnahmen erwarten sich Malle und Gruber von den
Referenten bei den Tour-Veranstaltungen und aus den Diskussionen an
den zehn Abenden in allen Bezirken. „Wir müssen auf allen Ebenen
arbeiten, um den ländlichen Raum vital und lebenswert zu halten“,
appelliert Gruber. Malle ergänzt: „Mit gemeinsamen Anstrengungen
aller Verantwortlichen können wir es schaffen, dass die negative
Prognose so nicht eintritt.“

“Stirbt Kärnten aus?” - die Club.auf.Tour-Termine:
Montag, 28. Oktober, Wirtschaftskammer Hermagor, „In der Region
vorwärts kommen“, Bgm. Peter Brandauer, Mobilitätspionier aus dem
Pongau

Dienstag, 29. Oktober, Kultursaal Obervellach, „Der Heimat Wert
geben“, Bgm. Josef Ober, Gründer des Steirischen Vulkanlandes

Mittwoch, 30. Oktober, Schallar2, Karolingersaal, Moosburg, „Bildung
macht Zukunft“, Prof. Rudolf Taschner, Wissenschaftler des Jahres

Montag, 4. November, Holiday Inn, Villach, „Querdenker sind gefragt“,
Alexander Barendregt, Erfinder des World-Bodypainting-Festivals

Dienstag, 5. November, Domenig-Steinhaus, Steindorf am Ossiacher See,
„Schöner Wohnen“, Bgm. Helmut Wallner, Gewinner des Europäischen
Dorferneuerungspreises

Mittwoch, 6. November, Stift Sankt Georgen am Längsee, „Rettet das
Dorf“, Prof. Gerhard Henkel, der deutsche „Dorf-Papst“

Montag, 11. November, Rathaussaal, Radenthein, „Willkommen im
digi-Tal“, Christoph Raunig und Patrick Kleinfercher, Gründer des
„digitalen Analog-Gartens“ MyAcker.com

Donnerstag, 14. November, Wirtschaftskammer Wolfsberg,
„Notfallpatient Innenstadt?“, Oskar Januschke, Stadtmarketing-Experte
aus Lienz

Montag, 18. November, Brauhaus Breznik, Bleiburg, „Unsere Region ist
unabhängig“, Bernhard Deutsch, Obmann des Öko-Energielandes
Burgenland

Dienstag, 19. November, Künstlerhaus, Klagenfurt, „Unterschätzt:
Standortfaktor Kultur“, Maria Großbauer, Opernball-Organisatorin

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