• 14.10.2019, 10:39:39
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  • OTS0069

Rekordzahlen beim öffentlichen Verkehr in Niederösterreich

LR Schleritzko: Nutzung so oft und so intensiv wie noch nie zuvor

Utl.: LR Schleritzko: Nutzung so oft und so intensiv wie noch nie
zuvor =

St. Pölten (OTS/NLK) - „Die Mobilitätserhebung 2018 zeigt, dass die
Niederösterreicher den öffentlichen Verkehr so oft und so intensiv
wie noch nie zuvor nutzen“, sagte Landesrat Ludwig Schleritzko am
heutigen Montag in St. Pölten. „29,1 Prozent der absolvierten
Kilometer werden mit öffentlichem Verkehr zurückgelegt. Das ist ein
Plus von 4,3 Prozent. Bei der Gesamtheit aller Wege sind es 14
Prozent, das ist eine Steigerung um 1 Prozent gegenüber vor fünf
Jahren“, so der Mobilitäts-Landesrat.

Damit sei es gelungen, freute sich Schleritzko, dass Niederösterreich
seinen Spitzenplatz im öffentlichen Verkehr – mit dem zweithöchsten
Anteil gemeinsam mit Vorarlberg und hinter Wien – gehalten habe, und
präzisierte: „27 Prozent der Niederösterreicher haben Zeit- bzw.
Ermäßigungskarten; täglich werden 22 Millionen Kilometer
zurückgelegt. Im Vergleich zu vor zehn Jahren stehen heute 432
Prozent mehr Budget für den öffentlichen Verkehr zur Verfügung,
alleine heuer werden 95 Millionen Euro in den öffentlichen Verkehr
investiert. Insgesamt verfügt Niederösterreich heute über 8.100
Haltestellen, 90 Prozent aller Bus- bzw. 60 Prozent aller
Bahnhaltestellen sind dabei fußläufig erreichbar. Pro Jahr gibt es 32
Millionen Kilometer an Bahn- und 51 Millionen Kilometer an
Busangeboten.“

Als einen der Gründe für das Fahrgastplus nannte der Landesrat dabei
die Steigerung der Qualität im Angebot von sehr gut aufeinander
abgestimmten und zuverlässigen Linien bis zu barrierefreien und mit
WLAN ausgestatteten Bussen. Die zweite Welle der Neuausschreibungen
durch den VOR werde nächstes Jahr u. a. Neunkirchen, Baden, die
Wachau und den Wieselbus betreffen. Strikte Vorgabe des Landes sei
es, bei der Umstellung des Systems Gemeinden und Schulen besser zu
informieren.

„Mit einer weiteren Steigerung der Rekordzahlen wollen wir eine echte
Mobilitätswende ermöglichen“, betonte Schleritzko und führte aus:
„2020 wird es 40 Prozent mehr Budget geben, das sind 131 Millionen
Euro. Bis 2030 wird das Bus- und Bahnangebot um mehr als 20 Millionen
Kilometer pro Jahr ausgebaut. Die Kosten der Bahnbestellungen liegen
für Niederösterreich bei 1,1 Milliarden Euro für die nächsten Jahre.
Bis 2022 werden 3,5 Millionen zusätzliche Kilometer im Regional- und
Nahverkehr dazukommen, bis 2029 werden weitere 3 Millionen Kilometer
das derzeit aus 32 Millionen Kilometer bestehende Bahnangebot
ergänzen.“

Als dringendste Forderungen im Bereich der Infrastruktur nannte der
Mobilitäts-Landesrat abschließend eine neue Stammstrecke durch Wien –
am besten in Form einer Untertunnelung – und einen Ausbau der
Regionalbahnen Franz-Josefs-, Traisental-, Erlauf-, Nordwest- und
Laaer Ostbahn sowie die Elektrifizierung zwischen St. Pölten und
Krems.

VOR-Geschäftsführer Wolfgang Schroll erläuterte u. a. die
Rahmenbedingungen für die VOR-Ausschreibungen und erinnerte daran,
dass es zuletzt im Wald- und Mostviertel gelungen sei, ein Netzwerk
für Schüler, Pendler und Alltagsfahrer zu schaffen: „Im Waldviertel
wurde das Angebot der Linie 170 auf der Hauptachse Krems – Zwettl –
Gmünd verdoppelt, werktags gibt es jetzt zwischen 4 und 22 Uhr einen
Einstundentakt, an Wochenenden zwischen 7 und 22 Uhr einen
Zweistundentakt. Auf der Linie 180 Horn – Göpfritz – Waidhofen an der
Thaya gilt der Stundentakt werktags zwischen 6 und 21 Uhr, an
Wochenenden ist auch hier ein Zweistundentakt eingerichtet. Auf der
Linie Litschau – Göpfritz – Wien gibt es jetzt pro Richtung sieben
(werktags) bzw. vier Fahrten (an Wochenenden).

Auch im Mostviertel seien mehr als 1 Million Kilometer dazugekommen,
v. a. seien die Verbindungen zwischen den Bahnlinien und die
Anbindungen an Knotenpunkte wie Amstetten oder Melk bzw.
Schulstandorte wie Scheibbs verbessert worden. Dort, wo es zu
Problemen - etwa beim Schülergelegenheitsverkehr oder bei
Schülerkursen auf Bundesstraßen - gekommen sei, sei nachjustiert
worden. Im Sinne einer Fahrplantreue würden Verspätungen und damit in
Folge versäumte Anschlüsse in Zukunft mit Pönalen sanktioniert, so
Schroll.

Nähere Informationen beim Büro LR Schleritzko unter 02742/9005-13546,
Florian Krumböck, e-mail [email protected].

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