- 14.10.2019, 10:32:48
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AK: AugenärztInnen können Bildungschancen verbessern
Tun sich SchülerInnen beim Lesen schwer, kann das auch an unerkannter Sehschwäche liegen – neue Broschüre klärt LehrerInnen auf
Utl.: Tun sich SchülerInnen beim Lesen schwer, kann das auch an
unerkannter Sehschwäche liegen – neue Broschüre klärt
LehrerInnen auf =
Wien (OTS) - Eine/r von drei Jugendlichen in Österreich tut sich laut
PISA-Test schwer beim Lesen, beim Rechnen oder in
Naturwissenschaften. „Hier könnten bereits Augenärztinnen und
Augenärzte helfen“, sagt Melitta Aschauer, Leiterin des Bereichs
Bildung in der Arbeiterkammer Wien. Schlechte Schulleistungen von
Kindern auf Grund unerkannter Sehschwäche sind laut AugenärztInnen
häufiger, als viele glauben. Die AK und die Gesellschaft der
österreichischen Augenärzte und Augenärztinnen präsentieren deshalb
heute eine Broschüre zur Aufklärung von LehrerInnen. Die AK fordert
außerdem: Das Bildungsministerium muss den Test der Sehfähigkeit der
Kinder in den Aufgabenkatalog der SchulärztInnen aufnehmen.
Schulkinder verweigern das Lesen, sind langsam beim Abschreiben
von der Tafel oder beim Rechnen von Textaufgaben – oder sie kriegen
sogar Kopf- und Bauchweh, wenn nur vom Lernen die Rede ist: Das wird
landläufig für Faulheit, Dummheit oder einfach Desinteresse gehalten.
Tatsächlich kann dahinter stehen, dass die Sehfähigkeit noch nicht
fertig entwickelt ist oder das Kind bereits eine Sehschwäche hat.
Darüber klärt die neue Broschüre „Kinderaugen und Lernen“ von der
AK und der Gesellschaft der österreichischen Augenärzte und
Augenärztinnen auf: Die Augen von Kindern wachsen, bis sie etwa
sieben Jahre alt sind – und weil die Augen bis dahin kleiner sind,
sind Kinder meistens weitsichtig, sehen in der Nähe also
verschwommen. Nicht alle können das durch die so genannte
Akkomodation, eine Art Zoomfunktion des Auges, ausgleichen. Nach dem
siebenten Lebensjahr können Kinder kurzsichtig werden, sehen also in
der Ferne verschwommen, weil die Augen etwas größer geworden sind.
Bereits eine Brille über den Augenarzt, die Augenärztin könnte beim
Lernen helfen.
Melitta Aschauer fordert: „Das Bildungsministerium muss den Test
der Sehfähigkeit der Kinder in den Aufgabenkatalog der Schulärztinnen
und Schulärzte aufnehmen.“ Das sei auch eine Frage der sozialen
Gerechtigkeit: „Sind Eltern schlechter gestellt, tun sie sich oft
schwer bei der Unterstützung ihrer Kinder, auch beim Thema
Gesundheit.“
SERVICE: Broschüre „Kinderaugen und Lernen“ zum Download unter
www.augen.at
HINWEIS: Präsentation der Broschüre „Kinderaugen und Lernen“ heute,
14.10.2019, 14:00 Uhr im AK Wien Bildungszentrum, 4, Theresianumgasse
16-18
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