• 11.10.2019, 13:24:50
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  • OTS0134

Eröffnung des „Franz Himmer Kongress- und Veranstaltungszentrums“ des Moorheilbads Harbach

LH Mikl-Leitner: „Hotspot der Gesundheit, Reha und Prävention“

Utl.: LH Mikl-Leitner: „Hotspot der Gesundheit, Reha und Prävention“ =

St. Pölten (OTS/NLK) - In Moorbad Halbach fand heute, Freitag, die
offizielle Eröffnung des Franz Hammer Kongress- und
Veranstaltungszentrums des Moorheilbads Harbach statt. Dabei stand
das Thema „Gesundheit im Wandel der Zeit“ im Zentrum.
Geschäftsführerin Karin Weißenböck konnte unter den zahlreichen
Ehrengästen unter anderen Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner,
Nationalratsabgeordnete Martina Diesner-Wais, Bürgermeisterin und
Landtagsabgeordnete Margit Göll, Bezirkshauptmann Stefan Grusch, den
Ärztlichen Leiter Johannes Püspök, ihren Vater und Gründer Manfred
Pascher sowie ihre Tochter Prokuristin Viktoria Magenschab begrüßen.
Die Segnung des Hauses nahm Vikar Herbert Weissensteiner vor.

Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner betonte: „Das Waldviertel steht
für Gesundheit.“ Die Menschen hätten den Wunsch, gesund zu sein oder
gesund zu bleiben, führte Mikl-Leitner aus, dass das eine „große
Verantwortung für die Politik“ sei und, dass es gelte, dieser
Verantwortung nachzukommen. „Das bedeutet. ganz konkrete Maßnahmen
auf der Höhe der Zeit zu setzen und zukunftsorientiert zu agieren und
zu reagieren“, so Mikl-Leitner. Seitens des Landes arbeite man
derzeit an der NÖ Landesgesundheitsagentur, führte die
Landeshauptfrau aus, dass man damit die Gesundheit und Pflege unter
einem Dach vereine und, dass damit noch mehr Ressourcen bei den
Patientinnen und Patienten ankommen sollen. Damit werde man nicht nur
in Österreich, sondern auch weit darüber hinaus Vorreiter sein.

Weiters nannte die Landeshauptfrau die Landarzt-Garantie, Maßnahmen
im Bereich der Prävention etwa durch die Initiative „Tut gut!“ und
die Investitionen in die Landeskliniken. Besonders hob sie in diesem
Zusammenhang das Landesklinikum Gmünd hervor, dessen
grenzüberschreitende Zusammenarbeit mit Tschechien von der WHO immer
als Best-Practice-Beispiel genannt werde.

Das Moorheilbad Harbach sei „Pionier im Gesundheitsbereich und ein
unglaublicher Wegbegleiter“, betonte Mikl-Leitner, dass dieses ein
„Hotspot der Gesundheit, der Reha und der Prävention“ sei und
„Strahlkraft weit über Niederösterreich hinaus“ habe. „Medizinische
Kompetenz und moderne Behandlungsmethoden kombiniert mit dem
heilkräftigen Harbacher Hochmoor sorgen dafür, dass man sich rundum
erneuert fühlt, wenn man von hier nach Hause geht“, betonte die
Landeshauptfrau, dass das Moorheilbad Harbach ein Ort sei, wo man
immer gerne zurückkehre. Das Moorheilbad Harbach sei „ein
Vorzeigebetrieb im Bereich der Gesundheit“ und ein „Leitbetrieb in
der Region“ und damit „Wirtschaftsmotor, Aushängeschild und
Botschafter der gesamten Region“.

Das Investment hier sei „ein ganz klares Bekenntnis zu diesem
Standort“ und zeige, dass man seine „Rolle als Botschafter und
Kompetenzzentrum stärken“ könne, führte Mikl-Leitner aus, dass mit
dem Franz Himmer Kongress- und Veranstaltungszentrum ein optimaler
Rahmen geschaffen worden sei, um hochkarätige Kongresse und Seminare
anzubieten. Die Landeshauptfrau bedankte sich bei Gründer Manfred
Pascher, Geschäftsführerin Karin Weißenböck und Prokuristin Viktoria
Magenschab, allen Gesellschaftern und Verantwortungsträgern und auch
bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern dafür, was hier geleistet
werde.

Geschäftsführerin Karin Weißenböck hielt in ihrem Vortrag fest, dass
Aus- und Weiterbildung ein wichtiger Erfolgsfaktor im Moorheilbad
Harbach seien. „‚Bildung eröffnet neue Horizonte‘ – diesen Leitsatz
verfolgen wir im Moorheilbad Harbach seit vielen Jahren und
Jahrzehnten. Nur, wer seine Stärken kennt, kann sich weiterentwickeln
und seine Ziele erreichen“, betonte Weißenböck, dass die größte
Stärke des Moorheilbads Harbach die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
seien. Insbesondere die Lehrlingsausbildung habe einen hohen
Stellenwert. Mit dem neuen Franz Himmer Kongress- und
Veranstaltungszentrum sei es möglich, den Anforderungen von
hochkarätigen medizinischen Kongressen sowie Mitarbeiterfortbildungen
gerecht zu werden. Weißenböck bedankte sich bei den Gesellschaftern,
die immer bereit seien, zu investieren. Ohne diese Investitionen
könne man nicht immer am Punkt der Zeit sein.

Der Chefarzt der Pensionsversicherungsanstalt (PVA) Martin Skoumal
sprach zum Thema „Gesundheit im Wandel der Zeit aus Sicht der
Pensionsversicherung“ und betonte: „Das Moorheilbad Harbach ist ein
verlässlicher und innovativer Partner für uns.“ Gesundheit sei „ein
zentrales gesellschaftliches Gut“, „ein wichtiges Fundament einer
Gesellschaft“ und auch „ein wichtiger Faktor für die Wirtschaft“.
Gesundheit werde von vielen Faktoren beeinträchtigt. Mit
Vorsorgeprogrammen versuche man Krankheitsfaktoren zu verhindern,
Funktionseinschränkungen zu minimieren, Arbeitsunfähigkeiten zu
vermeiden und auch soziale Komponenten zu berücksichtigen. Durch das
frühzeitige Erkennen von „Besonderen Beruflichen Problemlagen“ (BBPL)
solle eine verbesserte Rückkehr in die Erwerbsfähigkeit ermöglicht
werden.

Der Ärztliche Direktor des Moorheilbads Harbach Johannes Püspök
sagte, dass das Thema „Gesundheit im Wandel der Zeit“ den Weg von
einer eindimensionalen Definition, nämlich dem Fehlen von Krankheiten
oder Gebrechen, zu einer mehrdimensionalen Definition, dem
bio-psycho-sozialen Modell beschreibe. So sei Gesundheit heute „ein
Zustand körperlichen, geistigen und sozialen Wohlergehens“. Es sei
notwendig, den Menschen heute mehrdimensional zu betrachten, führte
Püspök aus, dass beispielsweise eine Arthrose bei einem 30-Jährigen
andere therapeutische Zielsetzungen habe als bei einem 80-Jährigen.
Das Wesentliche am Rehabilitationsprozess sei die Teilhabe am
Erwerbs- und sozialen Leben.

Physiotherapeutin Julia Traschl führte aus, dass das globale Ziel die
Wiederherstellung der Berufsfähigkeit bei einem erwerbstätigen
Patienten und die Vermeidung bzw. Stabilisierung der
Pflegebedürftigkeit bei einem pensionierten Patienten sei. Die ICF
(International Classification of Functioning, Disability and Health,
Internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und
Gesundheit) betrachte ein Gesundheitsproblem auf mehreren Ebenen:
Körperfunktionen und -strukturen, Aktivitäten und Partizipation
(Teilhabe). Auf der Kontextebene würden auch Umwelt- und
personenbezogene Faktoren definiert werden. Traschl betrachtete die
Ebenen anhand eines Fallbeispiels: Ziele sollten von Patient und
Therapeut realistisch festgelegt werden, sodass sie in drei Wochen
Reha auch erreichbar seien.

Mit dem Thema „Gesundheit im Wandel der Zeit“ beschäftigte sich auch
eine Diskussionsrunde mit Rektor Friedrich Faulhammer von der
Donau-Universität Krems, Johannes Püspök, Ärztlicher Direktor des
Moorheilbads Harbach, Elfriede Riesinger, Geschäftsführerin des NÖ
Gesundheits- und Sozialfonds (NÖGUS), Martin Skoumal, Chefarzt der
Pensionsversicherungsanstalt (PVA), Karin Weißenböck,
Geschäftsführerin des Moorheilbads Harbach, und Robert Ziegler,
Chefredakteur des ORF Niederösterreich.

Nähere Informationen: www.moorheilbad-harbach.at.

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