„dokFilm“-Premiere „Vergiss mein nicht“: David Sievekings berührendes Porträt seiner demenzkranken Mutter

Am 13. Oktober um 23.05 Uhr in ORF 2 – im Rahmen des ORF-Schwerpunkts „Bewusst gesund – Leben mit Demenz“

Wien (OTS) - Im Rahmen des ORF-Schwerpunkts „Bewusst gesund – Leben mit Demenz“ (Details unter presse.ORF.at) präsentiert auch der „dokFilm“ am Sonntag, dem 13. Oktober 2019, um 23.05 Uhr in ORF 2 einen themenaffinen Beitrag. „Vergiss mein nicht“ heißt das vielfach preisgekrönte, berührende Porträt des deutschen Regisseurs David Sieveking über seine an Alzheimer erkrankte Mutter Gretel. Bereits vier Jahre der voranschreitenden Demenz sind vergangen, als David für ein paar Wochen in sein Elternhaus zurückzieht, um seinen Vater Malte bei der Pflege zu entlasten und ihm einen lang ersehnten Urlaub zu ermöglichen. Während dieser Zeit beginnt er ihr Zusammenleben, ihre Gespräche und somit auch den Verlauf der Krankheit festzuhalten. David ist nun Sohn, Betreuer und Dokumentarfilmer in einer Person – seine Gegenwart bereitet Gretel offensichtlich Freude. Die Symptome der Krankheit treten zwar immer deutlicher auf, doch verliert sie nicht ihren Lebensmut. Mit viel Humor, Wortwitz und Ehrlichkeit gelingt es der Familie, oft schwierige Situationen zu meistern. „Vergiss mein nicht“ zeigt ihre Geschichte und die Auseinandersetzung mit der unheilbaren Krankheit. Entstanden ist ein sehr einfühlsamer, respektvoller, fast heiterer Film über das schwierige Thema der Alzheimer-Demenz. Und ein liebevolles Porträt einer Frau, die einst eine intellektuelle, kühl-distanzierte Frau und Mutter war, durch ihre Demenz letztendlich aber sehr herzlich und offen geworden ist.

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David Sievekings Mutter Gretel wird über viele Jahre von ihrem Ehemann Malte betreut, bis er an die Grenze seiner Belastbarkeit kommt. Damit er einmal Urlaub machen und sich erholen kann, zieht David wieder in sein Elternhaus, um sich um seine Mutter zu kümmern. Während dieser Zeit beginnt er ihr Zusammenleben, ihre Gespräche und somit auch den Verlauf der Krankheit festzuhalten.
Die Symptome treten stetig deutlicher auf. Gretel zieht sich anfangs immer mehr zurück, ist oft verwirrt, ängstlich, erschöpft und verliert langsam ihr Gedächtnis. Sie verliert jedoch nicht ihren Lebensmut.

Erst durch die Alzheimer-Erkrankung begann David sich genauer für die Vergangenheit seiner Eltern zu interessieren, eine Vergangenheit, an die sich seine Mutter jetzt kaum noch erinnern kann. Um Malte aus dem Urlaub abzuholen, reist David mit Gretel sogar in die Schweiz, wo das Ehepaar früher gelebt hat, und begibt sich auf eine Spurensuche.

David lernt seine Mutter von einer anderen, ihm völlig neuen Seite kennen. Er erfährt nicht nur vom politischen Engagement der ehemaligen NDR-Moderatorin, überzeugten Sozialistin und engagierten Feministin. Ein früherer Weggefährte und Liebhaber von Gretel erzählt von der Zeit, als sie einer marxistischen Gruppierung angehörten, aber auch von Krisen der „offene Ehe“, die seine Eltern damals führten. Am Ende ihrer mehr als 40-jährigen Beziehung kommen Gretel und Malte einander wieder sehr nahe und erleben noch einmal eine Zeit der liebevollen Begegnungen. Zu ihrem Hochzeitstag fährt das Paar nach Hamburg, wo ihre Liebe einst begann. Es soll ihre letzte gemeinsame Reise werden.

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