50 Jahre Internet: ORF-Schwerpunkt mit drei Kulturdokumentationen und Ö1-Sendung

Ab 18. Oktober 2019

Wien (OTS) - Der 29. Oktober 1969, an dem die Vernetzung von Computern in den USA erstmals erfolgreich war, gilt als Geburtsstunde des Internets. Damals gelang es US-Forschern, die erste Textnachricht zwischen zwei – noch kühlschrankgroßen – Universitätsrechnern in Kalifornien zu übertragen. Dem Anlass „50 Jahre Internet“ widmet der ORF einen Programmschwerpunkt. So befasst sich Ö1 am Freitag, dem 18. Oktober, um 19.05 Uhr in der Sendung „matrix – computer & neue medien“ mit dem Jubiläum. In ORF 2 stehen drei Kulturdokumentationen zum Thema auf dem Programm: Auf die „dokFilm“-Premieren „Silicon Valley – Wo die Zukunft gemacht wird“ (Sonntag, 20. Oktober, 23.05 Uhr) und „Aufstand in der Matrix“ (Sonntag, 27. Oktober, 23.05 Uhr) folgt im „kulturMontag“ ein Dakapo von „Homo digitalis – Wie lange sind wir noch Mensch?“ (28. Oktober, 23.30 Uhr).

Die Sendungen im Überblick:

Freitag, 18. Oktober, 19.05 Uhr, Ö1
„matrix – computer & neue medien: Das Internet wird 50“

„LOG“ für Login war die erste Textnachricht, die US-Forscher im Jahr 1969 erstmals zwischen zwei Rechnern über das Universitätsnetzwerk Arpanet übertragen konnten. Einer der damals noch kühlschrankgroßen Rechner stand an der University of California, der andere am Stanford Research Institute, die Computer waren über eine 50-Kilobit-Datenleitung miteinander verbunden. Der 29. Oktober 1969 und die erfolgreiche Vernetzung von Computern gilt somit als Geburtsstunde des Internets. Zum 50-jährigen Jubiläum wirft „matrix“ einen Blick zurück und berichtet darüber, welche Netz-Phänomene, Internet-Dienste und Nebenwirkungen des Online-Daseins den eigenen digitalen Alltag bereichern, prägen oder nerven.

Sonntag, 20. Oktober, 23.05 Uhr, ORF 2
„dok.Film: Silicon Valley – Wo die Zukunft gemacht wird“

Apple, Amazon, Facebook, Microsoft und Alphabet/Google sind derzeit dabei, die Welt nachhaltig zu verändern. Eine unaufhaltsame Entwicklung? Der britische Regisseur David Carr-Brown hat 2017 im Herzen des Silicon Valley recherchiert. Nie zuvor in der Geschichte der Menschheit gab es einen derart schnellen und umfangreichen Machttransfer. Das Silicon Valley sieht seine Megakonzerne als Apostel eines ungezügelten libertären Individualismus. Der Film ergründet die Fraktur, die das Valley geschaffen hat, und wirft einen differenzierten Blick auf die Zukunft der demokratischen Systeme. Werden die multinationalen Tech-Giganten tatsächlich die gewählten Regierungen dominieren?

Sonntag, 27. Oktober, 23.05 Uhr, ORF 2
„dokFilm: Aufstand in der Matrix“

Recht und Gerechtigkeit klaffen im World Wide Web oft weit auseinander. Die globalen Internetgiganten können nach wie vor weitgehend ungehindert Daten in ungeahntem Ausmaß über die Userinnen und User sammeln. Dagegen regt sich Widerstand. Die Strategien der Datenaktivistinnen und -aktivisten sind vielfältig: Mit einer gehörigen Portion Hartnäckigkeit und Cleverness verstehen sie es, Medien und Communities in sozialen Netzwerken zu mobilisieren und mit rechtlichen Mitteln und technischen Innovationen das Establishment herauszufordern. Anlässlich 50 Jahre Internet taucht der Film von Hansjürgen Schmölzer ein in den Alltag von Datenaktivistinnen und Datenaktivisten, die sich dieser ungleichen Auseinandersetzung stellen. Einer von ihnen ist der Jurist Max Schrems, dem es schon öfter gelungen ist, die weltmarktbeherrschenden Internetkonzerne herauszufordern. Es ist ein Katz-und-Maus-Spiel, bei dem zu ungewöhnlichen Methoden gegriffen wird, um Interessen gegen übermächtige Gegner durchzusetzen.
Eine Koproduktion von ORF und BSX Film, gefördert von Fernsehfonds Austria, Filmfonds Wien und Film Commission Graz.

Montag, 28. Oktober, 23.30 Uhr, ORF 2
„kulturMontag: Homo digitalis – Wie lange sind wir noch Mensch?“

Künstliche Intelligenz, Chips im Gehirn, digitale Liebhaber/innen – wie verändern solche Zukunftstechnologien unser Leben? Dieser Frage ging das mit ORF-Beteiligung gelaunchte transmediale Zukunftsprojekt Homo Digitalis nach. Neben einer siebenteiligen Webserie bestand dieses auch aus einem Zukunftstest, dessen Ergebnisse 2018 sowohl in einer wissenschaftlichen Studie, als auch in einer begleitenden TV-Dokumentation von Christiane Miethge und Nils Otte präsentiert wurden. Virtuelle Freunde treffen, eine Drohne mit Gedanken steuern und DANN-Hacking – all das thematisiert „Homo Digitalis“. Gespräche mit internationalen Expertinnen und Experten zeigen dabei, dass sich Menschen weltweit fragen: Wird aus uns eine ganz neue Spezies – der „Homo Digitalis“?
Eine Produktion von Bilderfest GmbH und Bayerischer Rundfunk, in Koproduktion mit ORF und ARTE, in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Institut IAO.

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