- 09.10.2019, 11:32:32
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50 Jahre Internet: ORF-Schwerpunkt mit drei Kulturdokumentationen und Ö1-Sendung
Ab 18. Oktober 2019
Utl.: Ab 18. Oktober 2019 =
Wien (OTS) - Der 29. Oktober 1969, an dem die Vernetzung von
Computern in den USA erstmals erfolgreich war, gilt als Geburtsstunde
des Internets. Damals gelang es US-Forschern, die erste Textnachricht
zwischen zwei – noch kühlschrankgroßen – Universitätsrechnern in
Kalifornien zu übertragen. Dem Anlass „50 Jahre Internet“ widmet der
ORF einen Programmschwerpunkt. So befasst sich Ö1 am Freitag, dem 18.
Oktober, um 19.05 Uhr in der Sendung „matrix – computer & neue
medien“ mit dem Jubiläum. In ORF 2 stehen drei Kulturdokumentationen
zum Thema auf dem Programm: Auf die „dokFilm“-Premieren „Silicon
Valley – Wo die Zukunft gemacht wird“ (Sonntag, 20. Oktober, 23.05
Uhr) und „Aufstand in der Matrix“ (Sonntag, 27. Oktober, 23.05 Uhr)
folgt im „kulturMontag“ ein Dakapo von „Homo digitalis – Wie lange
sind wir noch Mensch?“ (28. Oktober, 23.30 Uhr).
Die Sendungen im Überblick:
Freitag, 18. Oktober, 19.05 Uhr, Ö1
„matrix – computer & neue medien: Das Internet wird 50“
„LOG“ für Login war die erste Textnachricht, die US-Forscher im Jahr
1969 erstmals zwischen zwei Rechnern über das Universitätsnetzwerk
Arpanet übertragen konnten. Einer der damals noch kühlschrankgroßen
Rechner stand an der University of California, der andere am Stanford
Research Institute, die Computer waren über eine
50-Kilobit-Datenleitung miteinander verbunden. Der 29. Oktober 1969
und die erfolgreiche Vernetzung von Computern gilt somit als
Geburtsstunde des Internets. Zum 50-jährigen Jubiläum wirft „matrix“
einen Blick zurück und berichtet darüber, welche Netz-Phänomene,
Internet-Dienste und Nebenwirkungen des Online-Daseins den eigenen
digitalen Alltag bereichern, prägen oder nerven.
Sonntag, 20. Oktober, 23.05 Uhr, ORF 2
„dok.Film: Silicon Valley – Wo die Zukunft gemacht wird“
Apple, Amazon, Facebook, Microsoft und Alphabet/Google sind derzeit
dabei, die Welt nachhaltig zu verändern. Eine unaufhaltsame
Entwicklung? Der britische Regisseur David Carr-Brown hat 2017 im
Herzen des Silicon Valley recherchiert. Nie zuvor in der Geschichte
der Menschheit gab es einen derart schnellen und umfangreichen
Machttransfer. Das Silicon Valley sieht seine Megakonzerne als
Apostel eines ungezügelten libertären Individualismus. Der Film
ergründet die Fraktur, die das Valley geschaffen hat, und wirft einen
differenzierten Blick auf die Zukunft der demokratischen Systeme.
Werden die multinationalen Tech-Giganten tatsächlich die gewählten
Regierungen dominieren?
Sonntag, 27. Oktober, 23.05 Uhr, ORF 2
„dokFilm: Aufstand in der Matrix“
Recht und Gerechtigkeit klaffen im World Wide Web oft weit
auseinander. Die globalen Internetgiganten können nach wie vor
weitgehend ungehindert Daten in ungeahntem Ausmaß über die Userinnen
und User sammeln. Dagegen regt sich Widerstand. Die Strategien der
Datenaktivistinnen und -aktivisten sind vielfältig: Mit einer
gehörigen Portion Hartnäckigkeit und Cleverness verstehen sie es,
Medien und Communities in sozialen Netzwerken zu mobilisieren und mit
rechtlichen Mitteln und technischen Innovationen das Establishment
herauszufordern. Anlässlich 50 Jahre Internet taucht der Film von
Hansjürgen Schmölzer ein in den Alltag von Datenaktivistinnen und
Datenaktivisten, die sich dieser ungleichen Auseinandersetzung
stellen. Einer von ihnen ist der Jurist Max Schrems, dem es schon
öfter gelungen ist, die weltmarktbeherrschenden Internetkonzerne
herauszufordern. Es ist ein Katz-und-Maus-Spiel, bei dem zu
ungewöhnlichen Methoden gegriffen wird, um Interessen gegen
übermächtige Gegner durchzusetzen.
Eine Koproduktion von ORF und BSX Film, gefördert von Fernsehfonds
Austria, Filmfonds Wien und Film Commission Graz.
Montag, 28. Oktober, 23.30 Uhr, ORF 2
„kulturMontag: Homo digitalis – Wie lange sind wir noch Mensch?“
Künstliche Intelligenz, Chips im Gehirn, digitale Liebhaber/innen –
wie verändern solche Zukunftstechnologien unser Leben? Dieser Frage
ging das mit ORF-Beteiligung gelaunchte transmediale Zukunftsprojekt
Homo Digitalis nach. Neben einer siebenteiligen Webserie bestand
dieses auch aus einem Zukunftstest, dessen Ergebnisse 2018 sowohl in
einer wissenschaftlichen Studie, als auch in einer begleitenden
TV-Dokumentation von Christiane Miethge und Nils Otte präsentiert
wurden. Virtuelle Freunde treffen, eine Drohne mit Gedanken steuern
und DANN-Hacking – all das thematisiert „Homo Digitalis“. Gespräche
mit internationalen Expertinnen und Experten zeigen dabei, dass sich
Menschen weltweit fragen: Wird aus uns eine ganz neue Spezies – der
„Homo Digitalis“?
Eine Produktion von Bilderfest GmbH und Bayerischer Rundfunk, in
Koproduktion mit ORF und ARTE, in Zusammenarbeit mit dem
Fraunhofer-Institut IAO.
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