„Energy Transition 2050“: Know-how für die Energiewende

Der Klima- und Energiefonds sucht Konzepte und Strategien für die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Veränderungen, die mit der Energiewende einhergehen.

Wien (OTS) - Das Jahr 2050: Elektro-Fahrzeuge bewegen sich durch jede Stadt, erneuerbare Energien speisen das Stromnetz und Gebäude erzeugen mindestens genauso viel Strom, wie sie verbrauchen. Um die Vision der umfassenden Energiewende wahr werden zu lassen, braucht es nicht nur technologische Innovationen, sondern auch umfassende systemische Veränderungen in Wirtschaft und Gesellschaft. Daher fördert der Klima- und Energiefonds mit dem Programm „Energy Transition 2050 – Transitionsprozesse und Soziale Innovationen“ F&E-Dienstleistungen, die dazu beitragen, Konzepte und Strategien für diese Transitionsprozesse zu entwickeln. Für die Ausschreibung steht ein Budget von rund 372.000 Euro zur Verfügung, dotiert aus Mitteln des Bundesministeriums für Verkehr und Innovation (BMVIT).

Das Förderprogramm „Energy Transition 2050 – Transitionsprozesse und Soziale Innovationen“ wendet sich an Forschungseinrichtungen und Unternehmen, die den gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Wandel hin zu einer kohlenstoffarmen Zukunft erforschen und anregen. Ziel ist es, das Wissen über Transitionsprozesse im Rahmen der Energiewende zu erhöhen und damit Grundlagen für seine bessere Steuerung zu schaffen.

Bundesminister Andreas Reichhardt: „Forschung und Bewusstseinsbildung sind wichtige Eckpfeiler in der Energie- und Klimastrategie #mission2030 der Bundesregierung. Um die Energiewende voranzutreiben bedarf es nicht nur neuer technologischer Entwicklungen, sondern der Involvierung aller gesellschaftlichen Akteure – wir alle sind Teil der Energiewende!“

Theresia Vogel, Geschäftsführerin Klima- und Energiefonds: „Mit dieser Ausschreibung möchten wir Multi-Stakeholder-Prozesse anstoßen, bei denen Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft involviert sind. Die umfassende Energiewende braucht unternehmensübergreifende, neuartige und transformative Ideen und Konzepte – und das sehr rasch.“

Förderprogramm „Energy Transition 2050 – Transitionsprozesse und Soziale Innovationen“

Der Fokus der Ausschreibung „Energy Transition 2050 – Transitionsprozesse und Soziale Innovationen“ liegt auf der Schaffung von Know-how, sowie der Entwicklung von Konzepten und Strategien in Bezug auf systemische Veränderungen, die mit einer umfassenden Energiewende einhergehen. Gefördert werden F&E-Dienstleistungen zu drei Schwerpunkten:

1) Österreichische Pilotunternehmen demonstrieren Wege zur <1,5°-Wirtschaft: Ausgewählte Pilotunternehmen demonstrieren die Machbarkeit einer Orientierung an dem Ziel, die Erderwärmung auf 1,5° im Vergleich zum vorindustriellen Niveau zu begrenzen (kurz „<1,5°-Wirtschaft“). Das Projekt bringt österreichische Unternehmen der Sektoren Gebäude, Verkehr, industrielle Produktion und Finanzdienstleister sowie NutzerInnen und ForscherInnen entlang der Wertschöpfungskette zusammen und identifiziert effektiv treibhausgasmindernde Maßnahmen und Aktivitäten. In weiterer Folge arbeiten sie konkrete, unternehmensübergreifende Projekte zur substantiellen Emissionsminderung aus und präsentieren diese der Öffentlichkeit.

2) Dimensionen der Raumkühlung in Österreich bis 2050: Dieser Schwerpunkt hat zum Ziel, den Kühlbedarf in Österreich zu bestimmen (Status Quo), und in weiterer Folge Effekte von lokaler PV-Erzeugung und Gebäudesanierungen sowohl auf den Kühlbedarf als auch das Stromnetz zu analysieren.

3) Konzeption Innovationspartnerschaft Energieinfrastruktur – Pilotinitiative Energiespeicher: Der Klima- und Energiefonds unterstützt öffentliche Auftraggeber bei der Entwicklung innovativer Energiespeichertechnologien „Made in Austria“ und dem erstmaligen Test von Prototypen im Feld. Im Rahmen dieser F&E-Dienstleistung soll ein Konzept zur Umsetzung der „Innovationspartnerschaft Energieinfrastruktur – Pilotinitiative Energiespeicher“ entwickelt werden.

Für die Ausschreibung steht insgesamt ein Budget von rund 372.000 Euro zur Verfügung. Zu jedem dieser Schwerpunkte wird maximal eine F&E-Dienstleistung finanziert.

Die Einreichung ist ausschließlich via eCall (https://ecall.ffg.at) möglich und hat vollständig und rechtzeitig bis zum Ende der Einreichfrist am 03.12.2019, 12:00 Uhr zu erfolgen.

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Klima- und Energiefonds
Mag. Katja Hoyer
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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