• 08.10.2019, 12:19:45
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  • OTS0125

VP-Aichinger: Stadtrechnungshof bestätigt katastrophales Missmanagement im Volkstheater

Vernichtender Stadtrechnungshofbericht zum Volkstheater – Missmanagement und Verschwendungssucht müssen abgestellt werden

Utl.: Vernichtender Stadtrechnungshofbericht zum Volkstheater –
Missmanagement und Verschwendungssucht müssen abgestellt
werden =

Wien (OTS) - „Der Stadtrechnungshof bestätigt nun schwarz auf weiß
das katastrophale Missmanagement im Volkstheater. Dieser Bericht ist
vernichtend. Controlling war und ist in diesem Haus offensichtlich
ein Fremdwort. Es ist unfassbar, unverantwortlich und inakzeptabel,
wie hier angesichts der bereits prekären finanziellen Situation des
Hauses mit Steuergeld umgegangen wurde. Missmanagement und
Verschwendungssucht sind hier noch Hilfsausdrücke“, so der
Kultursprecher der neuen Volkspartei Wien Fritz Aichinger. Der
Stadtrechnungshof stellte u.a. fest, dass eine Vielzahl von Zulagen
für Mitarbeiter in unübersichtlicher, intransparenter und nicht
nachvollziehbarer Weise ausgezahlt wurden. Sogar für das Aushängen
von Vorstellungsankündigungen oder für die Bedienung des
Hauptvorhanges wurden Zulagen kassiert. Selbst Verkehrsstrafen von
Mitarbeitern wurden vom Volkstheater bezahlt. Weiters wurden
Mitarbeiter kollektivvertraglich falsch eingestuft und haben Prämien
erhalten, ohne nachvollziehbare besondere Leistungen zu erbringen.

Auch bei den Auslastungszahlen ist akuter Handlungsbedarf gegeben.
„Durchschnittlich ist rund jeder zweite Platz bei allen Vorstellungen
leer geblieben“, so Aichinger, der auf die Sitzplatzauslastung von
durchschnittlich 56,8 Prozent verweist. Der durchschnittliche
Zuschussbedarf pro Besucher betrug im Untersuchungszeitraum 91 Euro.
„Das ist das Doppelte des Zuschussbedarfs pro Besucher im Theater in
der Josefstadt“, so Aichinger. Weiters kritisierte der
Stadtrechnungshof den allgemeinen Rückgang bei den Karteneinnahmen
und damit in Zusammenhang den viel zu hohen Anteil an Freikarten.
Auch im Hinblick auf die Subventionen der Stadt Wien kritisierte der
Rechnungshof, dass es keine Konsequenzen von der Stadt hinsichtlich
der nicht eingehaltenen Kennzahlen aus den Fördervereinbarungen gab.
„Eine der wichtigsten Sprechbühnen Wiens muss diese katastrophalen
Auslastungswerte in den Griff bekommen“, so der Kultursprecher. „Es
braucht es ein klares Profil und eine Strategie, wie man die
Wienerinnen und Wiener wieder für diese wichtige Kulturinstitution
begeistert. Auf den neuen Direktor Kay Voges wartet damit eine
Mammutaufgabe“, so Aichinger abschließend.

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