Grüne Wien: Clubkultur strukturell unterstützen

* BITTE BEACHTEN SIE DIE SPERRFRIST: 8.10.2019, 14:30 Uhr *

Wien (OTS) - Martin Margulies (Kultursprecher der Grünen Wien) und Peter Kraus (Wirtschafts- und Jugendsprecher der Grünen Wien) begrüßen das Vorliegen des Forschungsberichts „Clubkultur Wien“, der die Einrichtung einer Service- und Informationsstelle für Clubkultur in Wien untersucht.

„Von A wie AKM, AnrainerInnen und Arbeitsinspektorat bis W wie Wien Tourismus, Wirtschaftsagentur Wien und Wirtschaftskammer: Insgesamt haben circa 50 Stellen und Personengruppen mit Aspekten der Clubkultur zu tun. Eine auf konstruktive Vermittlung fokussierende Einrichtung soll relevante Stellen und Personengruppen vernetzen, der Szene mit Know-How zur Verfügung stehen und durch Konfliktprävention die Nachbarschaftsbeziehungen verbessern. Sie wäre auch ein wichtiger Ansprechpartner für Politik und Stadtverwaltung“, so Margulies.

„Die Wiener Clubkultur hat eine kulturelle, soziale und wirtschaftliche Relevanz und stellt einen Beitrag zur Lebensqualität in Wien dar. Niederschwellige Clubkultur fördert gesellschaftliche Diversität, ist Nährboden für kulturelle Entwicklung und für musikalische Erfolge und ist Faktor für die Wiener Kreativwirtschaft“, so Kraus.

„Wichtige Bausteine waren bislang die Zwischennutzungsagentur ‚Kreative Räume Wien‘, das ‚Wiener Veranstaltungsgesetz 2020‘ und die jüngste Reform der Musikförderung“, so Margulies. Seit 2018 entscheidet der Musikbeirat über Förderungen der urbanen, innovativen und zeitgenössischen Musik; seither wurden Projekte der Clubkultur in Wien mit ca. 250.000 Euro gefördert. Parallel dazu ist auch eine verstärkte Wahrnehmung der Clubkultur im Bereich der Wirtschaftsförderung wichtig: „Wir hoffen, dass die Wirtschaftsagentur Wien künftig besser auf die spezifischen Bedürfnisse im Bereich der Clubkultur eingehen kann. Schallschutz-Maßnahmen und die Verbesserung von Audio- und Lichttechnik in Wiener Veranstaltungsstätten sollen gefördert werden können“, so Kraus.

Als wesentliche Aufgabe einer unabhängigen Stelle wird die Vernetzung der stadtnahen Stakeholder (u.a. MA 7, MA 18, MA 36, Magistratische Bezirksämter, Kreative Räume Wien, Wien Tourismus, Wirtschaftsagentur Wien) mit AnrainerInnen, Veranstaltungsstätten, Festivals, VeranstalterInnen, Interessensvertretungen, Politik, Polizei und Wirtschaftskammer gesehen. Wo Gastronomie- und Freizeitbetriebe mit den zuständigen Fachgruppen der Wirtschaftskammer eine entsprechende Vertretung haben, fehlt der Aspekt der Government Relations noch bei Einrichtungen der Clubkultur. Eine Einrichtung für all jene, denen das kulturelle Programm wesentlicher ist als die Getränkekarte, erscheint sehr sinnvoll.

In einer wachsenden, immer jünger und immer dichter werdenden Stadt ist kulturelles Geschehen auch eine Frage von vorausschauender Stadtplanung und AnrainerInnen-Vermittlung. Deshalb soll die Einrichtung bei aktuellen Konflikten mit Mediationsangeboten zur Seite stehen. Zudem sollen präventiv Konflikte vermieden werden, um die Lärmbeschwerden zu reduzieren.

In mehr als 40 Städten weltweit wurden in den letzten Jahren vergleichbare Einrichtungen geschaffen (z.B.: Nachtbürgermeister Amsterdam, London Night Czar, Berliner Clubcommission, Zürich Nachtstadtrat), teils als unabhängige Einrichtung der Szene, teils als Teil der Stadtverwaltung. Auch wenn in jeder Stadt die Rahmenbedingungen unterschiedlich sind, so erscheint die Gründung einer ähnlichen Stelle in Wien sinnvoll. „Je früher diese Stelle mit der Arbeit beginnen kann, desto besser. Wir sind in intensiven Gesprächen mit der Kulturstadträtin und können uns vorstellen, noch im heurigen Budgetjahr ein Pilotprojekt zu fördern“, so Margulies abschließend.

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