Verleihung des „Plan Medienpreises für Kinderrechte“ heute im Bundeskanzleramt

Bereits zum fünften Mal werden JournalistInnen für besonders engagierte Berichterstattung zum Thema Kinderrechte ausgezeichnet.

Mit diesem Medienpreis wollen wir uns dafür bedanken, dass sich JornalistInnen und Redaktionen diesen manchmal vielleicht nicht so attraktiv scheinenden, aber wichtigen Themen widmen und daraus packende und beeindruckende Geschichten machen.
Rudi Klausnitzer
In Österreich haben Kinderrechte einen hohen Stellenwert, wenngleich auch hierzulande die tatsächliche Umsetzung der Kinderrechte nach wie vor ein Thema ist – ich denke dabei an Kinderarmut, häusliche Gewalt gegen Kinder oder faire Bildungschancen. Dabei ist vor allem die Politik gefordert, aber auch Journalistinnen und Journalisten leisten einen wesentlichen Beitrag, wenn die Verletzung von Kinderrechten in den Mittelpunkt von Berichterstattungen gerückt wird. Ich freue mich sehr, dass auch heuer – im Jubiläumsjahr 30-Jahre-UN-Kinderrechtekonvention – ein Medienpreis für Kinderrechte vergeben und damit auf das Recht auf Gleichbehandlung und Entwicklung, die Achtung vor der Meinung des Kindes und das Wohl des Kindes aufmerksam gemacht wird.
Bundesministerin für Frauen, Familien und Jugend, Mag.a Ines Stilling
Wir freuen uns sehr über die Auszeichnung. Mit unserer Geschichte wollen wir auf die Arbeit des Internationalen Strafgerichtshofs und die Situation von Kindersoldaten aufmerksam machen. Der Fall der ugandischen Lord's Resistance Army zeigt, wie aus Opfern Täter werden können – und wie schwierig der Weg zur Gerechtigkeit ist. Danke auch an „netzwerk recherche“ für die finanzielle Unterstützung – ohne sie hätten wir die Geschichte gar nicht realisieren können.
Elsbeth Bräuer, M.A. und Minh Thu Tran, M.A.
Ich widme diese Auszeichung dem Mädchen Ruby. Ohne sie hätte ich die Geschichte nicht schreiben können. Sie hat mir unter Tränen erzählt, wie sie als Jugendliche dazu gezwungen wurde, sich vor einer Webcam auszuziehen. Sie ist eines von Tausenden Jungen und Mädchen, die online sexuell missbraucht werden. Es braucht starke Mädchen wie Ruby, die bereit sind gegen ihre Peiniger auszusagen und über das Leid, das Kindern auf der ganzen Welt angetan wird, zu sprechen, um diese perfide Form des Missbrauchs erfolgreich bekämpfen zu können.
Mag. Philipp Hedemann

Wien (OTS) - Heute vergibt die gemeinnützige Privatstiftung Hilfe mit Plan Österreich, welche Projekte des Kinderhilfswerks Plan International fördert, einen JournalistInnenpreis in Kooperation mit dem VÖZ und dem Bundeskanzleramt. Der Plan Medienpreis für Kinderrechte zeichnet Beiträge aus, die beispielhaft auf die Lebensumstände und Rechte von Mädchen und Buben aufmerksam machen.

Der mit 3.000,- Euro dotierte Preis wird von der Bundesministerin für Frauen, Familien und Jugend, Frau Mag.a Ines Stilling, dem VÖZ Vizepräsidenten, Mag. Thomas Kralinger, sowie Rudi Klausnitzer, Vorstandsmitglied der Privatstiftung Hilfe mit Plan Österreich, im festlichen Rahmen im Kongressaal des Bundeskanzleramts übergeben. Rudi Klausnitzer: „Mit diesem Medienpreis wollen wir uns dafür bedanken, dass sich JornalistInnen und Redaktionen diesen manchmal vielleicht nicht so attraktiv scheinenden, aber wichtigen Themen widmen und daraus packende und beeindruckende Geschichten machen.“

Den ersten Platz haben dieses Jahr zwei Einreichende gewonnen: Sowohl das Journalistinnen-Duo Elsbeth Bräuer, M.A. und Minh Thu Tran, M.A., deren Beitrag „Die Geister der toten jagen die Kinder & Plündern, töten, ausrotten – ein Kinderleben“ im Magazin Republik erschien, als auch Mag. Philipp Hedemann, dessen Beitrag „Fass deine Schwester an“ im Magazin Profil veröffentlicht wurde, dürfen sich heuer über die Auszeichnung freuen. Der zweite Preis geht an Mag.a Gerlinde Petric-Wallner für ihren Radio-Beitrag „Wo ist mein Papa jetzt?“ im Radio klassik Stephansdom. Mit dem dritten Platz wird der im Magazin Datum erschienene Beitrag „Schmutziger Glanz“ von Marius Münstermann gewürdigt.

Elsbeth Bräuer, M.A. und Minh Thu Tran, M.A. zum ersten Platz: „Wir freuen uns sehr über die Auszeichnung. Mit unserer Geschichte wollen wir auf die Arbeit des Internationalen Strafgerichtshofs und die Situation von Kindersoldaten aufmerksam machen. Der Fall der ugandischen Lord's Resistance Army zeigt, wie aus Opfern Täter werden können – und wie schwierig der Weg zur Gerechtigkeit ist. Danke auch an „netzwerk recherche“ für die finanzielle Unterstützung – ohne sie hätten wir die Geschichte gar nicht realisieren können."

Mag. Philipp Hedemann über seinen Sieg: „Ich widme diese Auszeichung dem Mädchen Ruby. Ohne sie hätte ich die Geschichte nicht schreiben können. Sie hat mir unter Tränen erzählt, wie sie als Jugendliche dazu gezwungen wurde, sich vor einer Webcam auszuziehen. Sie ist eines von Tausenden Jungen und Mädchen, die online sexuell missbraucht werden. Es braucht starke Mädchen wie Ruby, die bereit sind gegen ihre Peiniger auszusagen und über das Leid, das Kindern auf der ganzen Welt angetan wird, zu sprechen, um diese perfide Form des Missbrauchs erfolgreich bekämpfen zu können.“

Die Jury, bestehend aus Mag.a Patricia Pawlicki (ORF), Mag.a Yvonne Widler (Kurier), Mag. Gerald Grünberger (VÖZ), Johannes Bruckenberger (APA), Mag. Tarek Leitner (ORF), Mag.a Dagmar Strobel-Langpaul (BKA) und Rudi Klausnitzer (Plan International), begründete ihre Entscheidung bei erstgenanntem Journalistinnen-Duo folgendermaßen: „Großartiges Londread-Stück und Text-Bild-Reportage im besten Sinn“. Ausschlaggebend für die Erstreihung des Beitrages von Mag. Philipp Hedemann war neben dem packenden Inhalt auch das hohe journalistische Niveau.

Die Bundesministerin für Frauen, Familien und Jugend Mag.a Ines Stilling über Kinderrechte und den Plan Medienpreis für Kinderrechte: „In Österreich haben Kinderrechte einen hohen Stellenwert, wenngleich auch hierzulande die tatsächliche Umsetzung der Kinderrechte nach wie vor ein Thema ist – ich denke dabei an Kinderarmut, häusliche Gewalt gegen Kinder oder faire Bildungschancen. Dabei ist vor allem die Politik gefordert, aber auch Journalistinnen und Journalisten leisten einen wesentlichen Beitrag, wenn die Verletzung von Kinderrechten in den Mittelpunkt von Berichterstattungen gerückt wird. Ich freue mich sehr, dass auch heuer – im Jubiläumsjahr 30-Jahre-UN-Kinderrechtekonvention – ein Medienpreis für Kinderrechte vergeben und damit auf das Recht auf Gleichbehandlung und Entwicklung, die Achtung vor der Meinung des Kindes und das Wohl des Kindes aufmerksam gemacht wird.“

Bilder zu dieser Veranstaltung werden im Anschluss über das Fotoservice des Bundespressedienstes unter www.fotoservice.bundeskanzleramt.at kostenfrei abrufbar sein.

Medienvertreter sind zur heutigen Preisverleihung um 16:00 Uhr im Kongresssaal des Bundeskanzleramts und nachfolgendem Empfang herzlich eingeladen.

Eine Akkreditierung ist nicht notwendig, bitte bringen Sie einen Ausweis mit.

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Carina Kirisits, MSc, BSc, BA
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