- 02.10.2019, 11:42:21
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Bildung mit Lisa Gadenstätter und Peter Klien
ORF 1 am Donnerstag: „Dok 1“, „Talk 1“ und „Gute Nacht Österreich“ am 3. Oktober
Utl.: ORF 1 am Donnerstag: „Dok 1“, „Talk 1“ und „Gute Nacht
Österreich“ am 3. Oktober =
Wien (OTS) - ORF 1 nimmt sich am Donnerstag, dem 3. Oktober 2019, auf
unterschiedlichen Wegen des Themas Bildung an. Los geht es um 20.15
Uhr, wenn Lisa Gadenstätter sich im letzten Teil der „Dok
1“-Bildungsreihe „Reif fürs Leben – Was die Schule aus uns macht“ mit
der Oberstufe befasst. Danach, um 21.05 Uhr, begrüßt Gadenstätter zu
einer neuen „Talk 1“-Runde. Thematisch knüpft sie an „Dok 1“ an und
spricht mit Schuldirektorin und Autorin Doris Unzeitig, Sigrid
Wagner, ehemalige Lehrerin und Autorin, Verena Hohengasser, Lehrerin
an einer „Brennpunktschule“, und Kinder- und Jugendbuchautor Thomas
Brezina über „Die (un)geliebten Lehrer – Knochen- oder Wellnessjob?“.
Bildung kann auch Spaß machen – das beweist Peter Klien um 21.55 Uhr
in „Gute Nacht Österreich“, wo er mit viel Wissen und Humor nach der
Wahl Bilanz zieht. Abgerundet wird der Abend in ORF 1 um 22.30 Uhr
mit einer weiteren Folge von „Die 4 da“ in den „Nacht Classics“.
Dok 1: „Reif fürs Leben – Was die Schule aus uns macht“ um 20.15 Uhr,
ORF 1
Lisa Gadenstätter drückt noch einmal die Schulbank. Hat sie die
Schule reif fürs Leben gemacht? In „ihrer“ HAK in Zell am See beginnt
die „Dok 1“-Reise durch den Bildungsdschungel der Oberstufe. Sie
trifft den „Lehrplan-Entrümpler“ Klaus Zierer, engagierte
Quereinsteiger als Lehrer im Polytechnikum und den Salzburger Rapper
Dame, der seine Kochlehre nicht bereut.
Wohin in die Oberstufe? Diese Frage überfordert viele Schüler/innen
und Eltern. Die Auswahl ist groß und nur wenige können mit 14 Jahren
bereits sagen, was sie später einmal machen wollen. Auch Lisa
Gadenstätter ging es als Jugendliche nicht anders. Sie wollte
Kamerafrau werden und wählte die HAK. Wie passt denn das zusammen –
das fragt sie sich heute noch und geht zurück an ihre alte Schule.
Sie trifft dort auch den deutschen Bildungsexperten Klaus Zierer, der
für eine massive Entrümpelung des Lehrplans und für einen zeitgemäßen
Stundenplan eintritt.
Andere Schüler/innen wissen recht gut, wo sie gerne hingehen würden –
können aber nicht. Weil ihre Deutschkenntnisse oder generell ihre
Noten mangelhaft sind. Oder weil gerade keine passende Lehrstelle
frei ist. Solche Kinder finden sich vermehrt in den Polytechnischen
Schulen. Dieser einzigartige Schultyp dient eigentlich als Übergangs-
und Orientierungsjahr. Doch tatsächlich sitzen viele Jugendliche dort
nur die 9. Schulstufe ab, um sich später dann beim AMS zu melden. Und
auch von Gewaltvorfällen liest man immer wieder. Lisa Gadenstätter
hat ein „Poly“ in Wien besucht, um sich selbst ein Bild zu machen.
Ein krasses Gegenstück dazu ist die International School in St.
Gilgen. Sie gilt als teuerste Schule Österreichs und will zukünftige
Eliten heranbilden. Die Schüler/innen kommen aus 26 Nationen und
ziehen nach dem internationalen Abschluss in die weite Welt hinaus,
um an namhaften Universitäten zu studieren. Funktioniert Bildung in
so einer Schule anders? Was rechtfertigt ein Schulgeld von bis zu
54.000 Euro pro Jahr?
Vom Leiden der Schüler/innen berichtet der 17-jährige Maximilian
Werner aus Feldkirch in Vorarlberg. Und zwar regelmäßig via Twitter.
Die Schule lässt ihm unter der Woche zu wenig Freizeit und bereits
zwei Sommer hat er mit Lernen für den Latein-Nachzipf verbracht.
Und der Salzburger Rapper Dame kehrt zurück an den Herd, wo er einst
als junger Koch „Karriere mit Lehre“ machen wollte. Daraus wurde
nichts, weil der Hobbymusiker mit seinen Liedern über Computerspiele
einen kometenhaften Aufstieg hinlegte. Im Film erzählt er von seiner
ungewöhnlichen Schulkarriere und warum er die Zeit in der Küche noch
keine Sekunde bereut hat.
Talk 1: „Die (un)geliebten Lehrer – Knochen- oder Wellnessjob?“ um
21.05 Uhr
Viele Lehrerinnen und Lehrer werden bald in Pension gehen, bis 2025
ist es jede(r) zweite. Das wird den ohnehin schon bestehenden
Lehrermangel noch einmal drastisch verschärfen. Doch wer will heute
Lehrer werden, wie attraktiv ist der Lehrerjob heute noch? Zwischen
Image und Realität klaffen vielfach große Lücken. Der Witz vom
Lehrer, der vormittags Recht hat und nachmittags frei, macht nach wie
vor die Runde; eine sichere Anstellung beim Staat, keine schlechte
Bezahlung und viel Urlaub gelten immer noch als Lockmittel. Auf der
anderen Seite steht ein kräfteraubender Einsatz für die Zukunft der
Kinder: Überfüllte Klassen, teils miese Arbeitsbedingungen fürs
Unterrichten, zahlreiche Problemschulen, an denen soziale, kulturelle
und religiöse Konflikte gelöst werden müssen, ein Job, der nicht
wenige ins Burn-out treibt.
Bei Lisa Gadenstätter diskutieren:
Doris Unzeitig, Direktorin an Salzburger Volksschule, Autorin von:
„Eine Lehrerin sieht rot“
Sigrid Wagner, ehemalige Lehrerin, Autorin von: „Das Problem sind die
Lehrer“
Verena Hohengasser, Lehrerin (als Quereinsteigerin) einer Wiener
„Brennpunktschule“
Thomas Brezina, Autor
„Gute Nacht Österreich“ um 21.55 Uhr, ORF 1
Die Wahl ist geschlagen, es gibt deutliche Gewinner und deutliche
Verlierer. Alle hat Peter Klien noch einmal in alter Gewohnheit als
Reporter vor sein Mikro gebeten, für die große Wahlreportage in „Gute
Nacht Österreich“. Dazu noch ein paar gelöschte Tweets, die uns nicht
entgangen sind, und gleich mehrere „Bilder der Woche“. Im
„Ibiza-Video“ hat Heinz-Christian Strache 2017 von triumphalen 34
Prozent geträumt, wenn die Krone auf Seiten der FPÖ ist und diese
pusht. Jetzt steht die FPÖ mit weniger als der Hälfte dieses
Wunschtraums da. Wie groß die Macht der reißerischen Headlines ist,
dem geht Peter Klien diesmal auf den Grund.
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