CSR-Berichterstattung in Österreich am wenigsten transparent bei Menschenrechtsfragen, enthüllt neue Studie

Porr AG und ASFiNAG führen Transparenzliste der 89 bewerteten Unternehmen an

Reutlingen (ots) - iPoint-systems, führender Experte für Produkt-Compliance-, Prozess-Compliance- und Nachhaltigkeits-Lösungen, hat heute in Zusammenarbeit mit der Forschungs-NGO Development International (DI) eine neue Studie veröffentlicht, die die Einhaltung der neuen EU-Richtlinie über die Nichtfinanzielle Berichterstattung in Österreich evaluiert. Die Studie bewertet systematisch den Grad der nichtfinanziellen Transparenz und die ESG-Leistung (Environmental, Social, and Governance) betroffener österreichischer Unternehmen im Jahr 2018.

Die EU-Richtlinie über die Nichtfinanzielle Berichterstattung

Die oft als Corporate Social Responsibility (CSR)-Gesetz bezeichnete EU-Richtlinie ist seit über zwei Jahren in Kraft. Sie gilt für die derzeit 28 Mitgliedsstaaten der Europäischen Union, europaweit sind rund 6.500 Unternehmen betroffen. Mit dieser neuen Richtlinie berichten sogenannte "Unternehmen von öffentlichem Interesse" in den EU-Mitgliedstaaten nicht mehr nur über ihre finanziellen Grundlagen und eine zukunftsorientierte Risikodiskussion. Sie berücksichtigen nun auch rückwirkend ihren nichtfinanziellen Fußabdruck, einschließlich ihrer negativen Auswirkungen auf Umwelt und Gesellschaft. Die Richtlinie verlangt, dass ihre Offenlegung Informationen und "nichtfinanzielle, für das jeweilige Unternehmen relevante Leistungsindikatoren" enthält - der Ausgangspunkt für die neue, von iPoint in Auftrag gegebene DI-Studie.

Unternehmen anhand von KPIs auf Basis von GRI und UN Global Compact bewertet

Die Studie evaluiert österreichische Unternehmen anhand von mehr als 60 Key Performance Indicators (KPIs) aus den Berichtsrahmen der Global Reporting Initiative (GRI) und des UN Global Compact. Dieses tiefe Eintauchen in die fünf geforderten Offenlegungsbereiche - Umwelt, Soziales und Mitarbeiterfragen, Achtung der Menschenrechte sowie Anti-Korruptions- und Bestechungsfragen - zeigt, inwieweit Unternehmen sich bemühen, ihre ökologische und soziale Verantwortung wahrzunehmen.

Höchste Transparenz-Scorer

Der Grad der Transparenz von Unternehmen wurde durch die Anwendung von KPIs bewertet, wie es die EU-Richtlinie und das korrelierende nationale Recht vorschreiben. Untersucht wurde die Transparenz von insgesamt 89 österreichischen Unternehmen im Jahr 2018.

Die fünf österreichischen Unternehmen mit den besten Transparenzbewertungen sind:


1. Porr AG
2. ASFiNAG
3. Egger Holzwerkstoffe GmbH
4. VOESTALPINE AG
5. Novomatic AG


Engagement für Nachhaltigkeit und ESG-Diskussionen

"Hinter und vor den Kulissen erleben wir substanzielle ESG-Aktivitäten," beobachtet iPoint-Geschäftsführer Jörg Walden. "Aber inwieweit sind Unternehmen bereit und in der Lage, ihre nicht-finanziellen Grundlagen auch über etablierte Berichtsrahmen offenzulegen? Jeder stellt diese Frage, und wir können mit dieser Studie und den Lösungen von iPoint Antworten geben," fügt er hinzu. "Dieser Bericht deckt nicht nur Stärken, Lücken und praktische Grundlagen der Nachhaltigkeitsberichterstattung im Rahmen der EU-Richtlinie über die Nichtfinanzielle Berichterstattung in Österreich auf," fügt Walden hinzu. "Er zeigt auch methodische Probleme bei der Messung von KPIs und Diskrepanzen zwischen der ESG-Bilanzierung von Unternehmen. Dies ermöglicht es uns, das Nachhaltigkeitsthema voranzutreiben und die ESG-Debatten fortzuführen."


Ressourcen:

Der Bericht kann kostenlos unter https://www.ipoint-systems.com/de/nfrd-report-2018/ heruntergeladen werden. Bewertete Unternehmen können auf dieser Website auch ihre individuellen Scorecards und Performance-Dashboards mit einer Aufschlüsselung ihres Transparenzwertes sowie der Gesamtergebnisse, branchen- und unternehmensspezifischen Leistungswerte anfordern.


About iPoint

iPoint ist führender Anbieter von Software und Dienstleistungen in den Bereichen Produkt-Compliance, Prozess-Compliance und Nachhaltigkeit. iPoints Lösungen unterstützen Unternehmen bei der Einhaltung von REACH, RoHS, WEEE, ELV sowie Anti-Sklaverei- und Konfliktmineralien-Gesetzen sowie der Erreichung weitergehender Nachhaltigkeitsziele. Seit der Gründung im Jahr 2001 hat die iPoint-systems gmbh ihr Portfolio kontinuierlich erweitert, um ihre Vision vom Aufbau einer integrierten digitalen Plattform für die Circular Economy zu verwirklichen. Weitere Informationen: www.ipoint-systems.com

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