• 28.09.2019, 12:35:07
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Krautwaschl: Tiefe Bestürzung über Tod von Gerhard Hirschmann

Der früherer Politiker und Landesrat erlag am Freitag einem Herzinfarkt - Bischof Krautwaschl: "Gerhard Hirschmann hat nicht nur die steirische Landespolitik, sondern auch die Arbeit der Katholischen Kirche in der Steiermark mitgeprägt"

Utl.: Der früherer Politiker und Landesrat erlag am Freitag einem
Herzinfarkt - Bischof Krautwaschl: "Gerhard Hirschmann hat
nicht nur die steirische Landespolitik, sondern auch die
Arbeit der Katholischen Kirche in der Steiermark mitgeprägt" =

Graz (KAP) - Mit tiefer Bestürzung hat der Grazer Diözesanbischof
Wilhelm Krautwaschl auf die Nachricht vom Tod des früheren
steirischen Politikers und Landesrates Gerhard Hirschmann reagiert.
"Gerhard Hirschmann hat nicht nur die steirische Landespolitik,
sondern auch die Arbeit der Katholischen Kirche in der Steiermark
mitgeprägt", betonte Krautwaschl in einer Aussendung am Samstag.
Hirschmann war am Freitag auf dem Weg von Wien nach Graz einem
Herzinfarkt erlegen. Von 1976 bis 1979 war Hirschmann u.a. Mitglied
des Präsidiums der Katholischen Aktion Steiermark, von wo aus ihn
sein Weg in die steirische Landespolitik führte.

"Im Namen der Katholischen Kirche Steiermark möchte ich seinen
Hinterbliebenen meine tief empfundene Anteilnahme ausdrücken. Unsere
Gedanken und Gebete sind bei ihnen und beim Verstorbenen - auf das
sein Engagement im Diesseits im Himmelreich belohnt werden möge", so
Bischof Krautwaschl in der Aussendung.

Auch Hochschulseelsorger Alois Kölbl zeigte sich betroffen: "Mit
Gerhard Hirschmann verliert das Land Steiermark einen streitbaren,
pointiert und scharfsichtig denkenden Politiker. Die Katholische
Kirche Steiermark verliert einen mit der Kirche Denkenden, dem seine
kirchlichen und religiösen Wurzeln in seinem Leben und Denken immer
wichtig geblieben sind."

Geprägt vom Schülerheim der Salvatorianer in Graz sei Hirschmann als
Bewohner des Studentenheimes der Katholischen Hochschulgemeinde in
den 1970er Jahren nicht nur intensiver Netzwerker und Querdenker
gewesen, "sondern auch einer, der als gewählter Primus der
Katholischen Hochschuljugend versuchte für sich und andere ein
spirituelles Fundament zu bauen, das er damals vor allem in der
Ökumenischen Gemeinschaft von Taizé und deren Friedensinitiativen und
gelebter internationaler Solidarität fand", so Kölbl weiter.

Neben dem Studium der Rechtswissenschaften studierte Hirschmann auch
Theologie. Nach seinem Studium leitete er zunächst das Grazer
Afro-Asiatische Institut und arbeitete als Redakteur für die "Kleine
Zeitung". 1979 wechselte der am 28. April 1951 in Gnas geborene
Steirer in die Politik: zunächst als Geschäftsführer des "Modell
Steiermark" der steirischen Volkspartei, dann als
Landesparteisekretär und ab 1983 als Landtagsabgeordneter für die
ÖVP. 1989 wurde er VP-Klubobmann; bis 2003 war Hirschmann Landesrat
für Sport, Tourismus und später Kultur.

((ende)) HKL
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