Gewerkschaft vida: Massiver Lohnfrust in Bewachungs- und Reinigungsbranche

vida-Rosensteiner: „Arbeitgeber müssen bei KV-Verhandlungen für kräftiges Lohnplus sorgen“

Wien. (OTS) - „Acht von zehn Beschäftigten in der Sicherheitsdienstleistungsbranche und im Reinigungsgewerbe können mit ihrem Lohn ihr Leben nicht bestreiten! Diesen dramatischen Aufschrei können die Arbeitgeber nicht länger vom Tisch wischen. Wir erwarten uns, dass sie bei den in Kürze startenden Kollektivvertragsverhandlungen gegensteuern“, so Monika Rosensteiner, Vorsitzende des Fachbereichs Gebäudemanagement der Gewerkschaft vida. In einer neuen Online-Umfrage der Gewerkschaft vida unter den Beschäftigten dieser Branchen geben 85 Prozent der TeilnehmerInnen an, dass sie ihr Urlaubs- und Weihnachtsgeld zur „monatlichen“ Aufbesserung benötigen.

40-Stunden-Beschäftigte verdienen zu wenig zum Leben

„Kurz vor Start der diesjährigen KV-Verhandlungen haben wir es jetzt schwarz auf weiß, dass es immensen Lohnfrust bei den rund 40.000 Denkmal-, Fassaden- und GebäudereinigerInnen und den rund 12.000 Sicherheitsbeschäftigten gibt. Monat für Monat stehen die Menschen vor der Frage, ob sie ihre Miete zahlen können oder ob sie nicht zuvor die Stromrechnung zahlen sollen, bevor das Licht ausgeht“, sagt Rosensteiner. Dieses Jonglieren „zermürbt die Beschäftigten, neben den ohnehin harten Bedingungen in diesen Brachen, zusätzlich“, steht für die vida-Gewerkschafterin außer Zweifel. Es führt kein Weg daran vorbei, dass die Löhne erhöht werden müssen, um das tägliche Leben sorgenfrei finanzieren zu können.

Nur beste Bedingungen sorgen für zufriedene Beschäftigte

„Die Beschäftigten haben es in ihren Berufen mit einem Mix aus teils prekärer Beschäftigung, schlechter Schulung, geringer Entlohnung, unzumutbaren Arbeitszeiten und schlechten Arbeitsbedingungen zu tun. Hier sind die Arbeitgeber gefragt, bei den KV-Verhandlungen dringend an den richtigen Schrauben zu drehen“, betont Rosensteiner. Schlechte Rahmenbedingungen werden auch weiterhin nicht dazu beitragen, dass Menschen in der Bewachung und der Reinigung an ihren Jobs hängen: „Arbeitgeber und Auftraggeber haben Verantwortung für diese Menschen, die für Sicherheit oder Sauberkeit sorgen. Sie brauchen sich daher auch nicht wundern, dass die Fluktuation weiterhin hoch ist und immer weniger freiwillig oder geschweige hoch motiviert in diese Branchen wechseln.“

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