AVISO Premiere: Liebe ist stärker als der Tod

Bewegende Doku zeigt, warum Frauen/Paare die Entscheidung zu einem Spätabbruch bei schwerer Fehlbildung des Fötus nur selbst treffen können. Premiere am 28.9.2019 in Wien.

Wien, Linz (OTS) - Drei Paare aus Österreich schildern, wie und warum sie sich für einen späten Abbruch ihrer gewollten Schwangerschaft entschieden haben. Eine Entscheidung aus Liebe, bei der ihnen kein Gesetz Vorschriften machen darf, kein Arzt und auch keine Kommission. Eine der persönlichsten und schwersten Entscheidungen, die zwei Menschen für ihr Kind treffen müssen, noch bevor es geboren ist. Die drei Paare, die in der Filmdoku von Patricia Marchart ihre Entscheidung schildern, haben eines gemeinsam: es waren Wunschkinder, bei denen in fortgeschrittener Schwangerschaft schwerste Fehlbildungen festgestellt wurden. Der Film zeigt einfühlsam den Weg, wie Paare gemeinsam zu dieser schicksalshaften Entscheidung kommen und wie fundamentalistische religiöse Gruppierungen mit ihren Ablegern in der Politik danach trachten, den gesetzlich erlaubten Spätabbruch zu verhindern. Die Sprecherin des Frauenvolksbegehrens Lena Jäger meint dazu: “Spätabbruch zu verbieten ist staatlich ausgeübt Gewalt an Frauen.” Die drei Paare:

Sarah und Paul
Der Primararzt sah trotz der schwerwiegenden Fehlbildungen “keinen Grund für die Beendigung der Schwangerschaft und verweigerte die Einberufung der zuständigen Kommission. Er und sein Team verzögerten die Befundung, gaben kaum Informationen weiter und brachten Sarah und Paul in eine psychische Ausnahmesituation. Sie wandten sich verzweifelt an eine Klinik in einem anderen Bundesland- wo die Ärzte ausnahmsweise einen Spätabbruch genehmigten, entgegen einer sonst gültigen Absprache der Krankenhäuser, keine Spätabbrüche durchzuführen, wenn die Patientin von ihren betreuenden Ärzten bereits abgelehnt wurde. Paul, der betroffene Vater, meint: “ Wir und unser Kind müssen das ganze Leben die Konsequenzen tragen; der Primar muss das nicht.” Laut Expertin lag “keine Behinderung, sondern eine unausweichliche, tödliche Erkrankung” vor. Der Gynäkologe Bettelheim fordert, dass Pränataldiagnostiker entsprechend ihrer rechtlichen Verpflichtung Paare ehrlich und vollständig über den Zustand ihres ungeborenen Kindes informieren müssen.

Andrea und Christian
Sie fragen: "Wo in der Überlegung kommt unser Sohn vor? Aus Sicht der kirchlichen Lehre müssen wir ihn zu diesem Leid verdammen und tatenlos danebenstehen, weil es Gottes Wille wäre.” Für Andrea und Christian war deshalb klar, dass sie sich gegen die Kirchen-Doktrin und für den Spätabbruch entscheiden. Ein Theologe, dem sie sich, mit der Frage anvertraut haben, ob der Spätabbruch denn Sünde sei, unterstütze sie und meinte: “Glaubt ihr nicht, dass ihr schon genug Buße getan habt?”

Alexandra und Michael
“Es war die schwerste und traurigste Entscheidung unseres Lebens, aber die beste für unser unheilbar krankes Kind, um ihm lebenslange Schmerzen zu ersparen.“ Beide sind Erstunterzeichner der Petition “Keinen Millimeter”, die sich dafür einsetzt, dass weder die Möglichkeit zum Spätabbruch noch die Fristenlösung eingeschränkt werden. Alexandra und Michael entschieden sich nach dem Organscreening in der 23. Woche für einen Spätabbruch. Ihr Sohn hatte einen schweren Gendefekt mit der Aussicht auf ein Leben voller Krebsgeschwüre am ganzen Körper und massiven Entwicklungsstörungen - ohne Heilungschancen. An ein halbwegs selbständiges Leben ohne permanente Hilfe wäre nicht zu denken gewesen.

Premiere: 28.9.2019 im Admiralkino, 19.00, www.admiralkino.at
Trailer auf: www.liebe.film

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