Gewerkschaft vida: Unzufriedenheit der Tourismus-Beschäftigten verwundert nicht

vida-Tusch: „Arbeitgeber müssen Gas geben, damit sie Personal langfristig an sich binden“

Wien (OTS) - „Auch der heute vorgelegte Arbeitsklima Index der Arbeiterkammer Oberösterreich beweist, dass die Arbeitgeber dringend gefordert sind, mehr zu tun, um ihre Beschäftigten länger an die Branche zu binden“, so Berend Tusch, Vorsitzender des Fachbereichs Tourismus in der Gewerkschaft vida. Laut den heute präsentierten Zahlen der AK OÖ wollen fast vier von zehn KellnerInnen und ein Drittel der Beschäftigten im Tourismus sich nach einem anderen Job umsehen.

Beste Ausbildung und Wertschätzung gefragt

Die dramatischen Zahlen beweisen für Tusch, dass „die Branche nur dann kein Problem mehr haben wird, ausreichend Personal zu finden, wenn die Work-Life-Balance für die Beschäftigten stimmt. Dazu gehören etwa Dienstplansicherheit, ein familienfreundliches Arbeitsleben und auch ausreichend Ruhephasen und Entspannung. Wenn nicht permanent Personallücken gestopft werden müssen, dann wird es auch möglich sein, zusätzlich nötige Arbeitsplätze zu besetzen. Wenn ArbeitnehmerInnen Wertschätzung wahrnehmen, wird der Drang zum Job- oder Branchenwechsel mit Sicherheit geringer werden“.

Nur faire Arbeitsbedingungen und hochwertige Ausbildung sowie die Einhaltung des ArbeitnehmerInnenschutzes seien der richtige Weg, um den Personalnöten in Österreich entgegenzuwirken, betont Tusch: „Nur zufriedene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind gute Gastgeber. Wer seine MitarbeiterInnen und Lehrlinge fair behandelt und entlohnt, der braucht sich vor Personalmangel sicher nicht fürchten. Diese Arbeitgeber können auf Menschen bauen, die mit Enthusiasmus ihrer Arbeit nachgehen. Gerade das Hotel- und Gastgewerbe ist eine Branche, in der die Beschäftigten besonders viel Leidenschaft an den Tag legen. Nur top-motivierte Fachkräfte werden auch in Zukunft Rekordwerte für Österreichs Tourismus erreichen.“

Gemeinsam Branche stärken

„Die Zeit ist überreif für Maßnahmen, um die Branche für heimische Arbeitskräfte und den Nachwuchs wieder interessant zu machen. Das dürfen keine Schnellschüsse, sondern müssen nachhaltige Lösungen und Rezepte zur MitarbeiterInnenbindung und Nachwuchsförderung sein. Als Sozialpartner stehen wir jederzeit für Gespräche zur Verfügung. Es müssen diesen dann nur Taten folgen“, betont der vida-Gewerkschafter.

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