BELVEDERE: Josef Ignaz Mildorfer (1719–75). Rebell des Barock

Ausstellung von 19. September 2019 bis 6. Jänner 2020 im Oberes Belvedere

Werke von Künstlern der Wiener Akademie um die Mitte des 18. Jahrhunderts nehmen in der Barocksammlung des Belvedere eine bedeutende Stellung ein. Unsere Bestände prägender künstlerischer Kräfte dieser Zeit, wie Paul Troger und Franz Anton Maulbertsch, eignen sich ideal, um den bislang noch weniger bekannten Mildorfer in diesen größeren Kontext zu stellen.
Stella Rollig, Generaldirektorin des Belvedere
Ausstellungen gilt es in erster Linie aus der eigenen Sammlung heraus zu denken. Da lag es nahe, Mildorfers Verbindung zur Akademie und seine Aufträge für verschiedene Käuferschichten in den Blick zu nehmen. Es war mir wichtig, Mildorfer nicht nur als Künstler vorzustellen, sondern ihn auch als soziale Figur in seiner Zeit und in seinen Netzwerken von Kollegen und Auftraggebern zu verorten.
Maike Hohn, Kuratorin der Ausstellung

Wien (OTS) - Zum dreihundertsten Geburtstag von Josef Ignaz Mildorfer (1719–75) widmet das Belvedere dem Barockmaler eine Ausstellung in der Reihe IM BLICK. In seinem Jubiläumsjahr erhält der gebürtige Tiroler damit die erste Einzelpräsentation.

Im Besitz des Belvedere ist eines der musealen Hauptwerke des Künstlers, die Heilige Dreifaltigkeit mit den Heiligen Rochus, Florian, Sebastian und Johannes von Nepomuk. Das Altarbild kam Anfang des 20. Jahrhunderts als Schenkung in die Sammlung und wurde jetzt anlässlich der Ausstellung restauriert - einer der Gründe für das Belvedere, Josef Ignaz Mildorfer und sein Œuvre in der Ausstellungsreihe IM BLICK zu präsentieren. Seine Kunst lässt sich überdies hervorragend mit der Barocksammlung des Belvedere vernetzen, die einen profunden Bestand an Werken von Kunstschaffenden aus seinem Umkreis an der Wiener Kunstakademie aufweist.

Generaldirektorin Stella Rollig: „Werke von Künstlern der Wiener Akademie um die Mitte des 18. Jahrhunderts nehmen in der Barocksammlung des Belvedere eine bedeutende Stellung ein. Unsere Bestände prägender künstlerischer Kräfte dieser Zeit, wie Paul Troger und Franz Anton Maulbertsch, eignen sich ideal, um den bislang noch weniger bekannten Mildorfer in diesen größeren Kontext zu stellen.

Die Ausstellung im Oberen Belvedere legt das Augenmerk auf drei zentrale Aspekte des künstlerischen Wirkens von Josef Ignaz Mildorfer: seine Rolle als Schüler und als Professor für Malerei an der Wiener Kunstakademie, seine Aufträge für Kirche, Adel und Bürgertum sowie seine seltenen Schlachtenbilder.

Die Kuratorin der Ausstellung Maike Hohn: „Ausstellungen gilt es in erster Linie aus der eigenen Sammlung heraus zu denken. Da lag es nahe, Mildorfers Verbindung zur Akademie und seine Aufträge für verschiedene Käuferschichten in den Blick zu nehmen. Es war mir wichtig, Mildorfer nicht nur als Künstler vorzustellen, sondern ihn auch als soziale Figur in seiner Zeit und in seinen Netzwerken von Kollegen und Auftraggebern zu verorten.

Die Ausstellung gliedert sich in drei Kapitel, denen jeweils ein Raum gewidmet ist: Mildorfer als Schlachten- und Pandurenmaler, sein Verhältnis zur Wiener Akademie und seine Aufträge für Kirche, Adel und Bürgertum. Sie umfasst etwas mehr als fünfzig Exponate, darunter Gemälde, Skulpturen, Zeichnungen, Druckgrafiken und Archivalien. Die Werke wurden für die Schau im Oberen Belvedere aus verschiedenen öffentlichen und privaten Sammlungen in Österreich, Italien, Tschechien und Deutschland zusammengetragen.

Die Ausstellungsreihe IM BLICK im Oberen Belvedere wurde konzipiert, um Künstlerinnen und Künstler sowie Werke aus der Sammlung vorzustellen und wissenschaftlich zu bearbeiten.

Pressematerial zur Ausstellung finden Sie HIER.

Rückfragen & Kontakt:

Österreichische Galerie Belvedere
Mag. Alexandra Guth
Pressereferentin Belvedere
+43 1 79 557-177
presse@belvedere.at
www.belvedere.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | BEL0001