- 18.09.2019, 09:49:26
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ÖAMTC-Test: Nicht jeder Kindersitz passt in jedes Familienauto (+ Foto)
Nur vier von 18 Autos bieten genug Platz für drei Kindersitze im Fond
Utl.: Nur vier von 18 Autos bieten genug Platz für drei Kindersitze
im Fond =
Wien (OTS) - In den meisten Autos finden neben dem Fahrer ohne
Probleme vier weitere Erwachsene Platz. Wenn jedoch mehr als zwei
Kinder in vorschriftsmäßig eingebauten und gesicherten Kindersitzen
transportiert werden sollen, kann es schwierig werden. Der
Mobilitätsclub überprüft daher regelmäßig Familienfahrzeuge auf ihre
Kindersitztauglichkeit. "Heuer haben wir in 18 Autos den Einbau von
Babyschalen, Kleinkindersitzen mit Hosenträgergurt sowie
Sitz-Erhöhern mit Rückenlehne auf Praxistauglichkeit untersucht",
erklärt ÖAMTC-Techniker Steffan Kerbl.
Das Ergebnis: Auch bei größeren Fahrzeugen kann man nicht automatisch
davon ausgehen, genügend Platz für mehrere Kindersitze vorzufinden.
"Nur vier der 18 Testkandidaten ließen eine problemlose Installation
von drei Kindersitzen auf den Rücksitzen zu", fasst Kerbl zusammen.
"Am besten schnitten in diesem Fall die geräumigen, mit Schiebetüren
ausgestatteten Citroen Berlingo, Opel Combo und Peugeot Rifter ab.
Dahinter folgte der Citroen C5 Aircross." Die restlichen Autos im
ÖAMTC-Test ließen den Einbau eines Kindersitzes auf dem mittleren
Rücksitz entweder gar nicht oder nur für gewisse Kindersitz-Gruppen
zu bzw. boten schlicht nicht genug Platz dafür.
Folgende Autos (alle aus dem Modelljahr 2019) wurden auf ihre
Kindersitztauglichkeit getestet: Audi Q3, Citroen Berlingo, Citroen
C5 Aircross, Ford Focus, Honda CR-V Hybrid, Hyundai Kona, Mercedes
A180, Mercedes B200, Nissan Leaf, Opel Combo Life, Opel Grandland X,
Peugeot Rifter Pure Tech, Peugeot 508 SW, Renault Kadjar, Seat
Tarraco, Toyota Corolla Touring, Toyota RAV4, Volvo V60 T6.
Kindersitze vorzugsweise auf Außenplätzen der 2. Reihe
montieren
"Wenn man die Wahl hat, sollte man Kindersitze vorzugsweise auf den
äußeren Sitzplätzen der zweiten Reihe installieren", erklärt Kerbl.
"Daher sollte gerade dort die Montage der unterschiedlichen Sitze
entsprechend unkompliziert sein." Besonders gut funktioniert das bei
Citroen Aircross, Honda CR-V und Opel Grandland. Zwölf Fahrzeuge
schnitten in diesem wichtigen Kriterium mit "gut" ab. Ein
"befriedigend" erreichten auf diesen Sitzplätzen Mercedes B200,
Nissan Leaf und Renault Kadjar – u.a. wegen des eher schlechten
Platzangebotes oder zu geringer Gurtlänge. Erfreulich: Bis auf den
Renault Kadjar waren alle Autos im ÖAMTC-Test i-Size-tauglich.
Der Mobilitätsclub empfiehlt, Kindersitze nach Möglichkeit immer im
Fond zu montieren – dort sitzen Kinder wesentlich sicherer als am
Beifahrersitz. "Geht es nicht anders, muss der Beifahrer-Airbag
unbedingt deaktiviert werden, wenn man einen rückwärtsgerichteten
Kindersitz, einen sogenannten Reboarder, einbaut", stellt der
ÖAMTC-Experte klar. Weil die beiden Modelle von Mercedes im aktuellen
Test mit einer automatischen Airbag-Deaktivierung ausgestattet sind,
erhalten sie die Note "gut" für den Beifahrersitz. Bei allen anderen
Testkandidaten muss der Airbag manuell ausgeschaltet werden, was eine
Fehlerquelle sein kann. Grundsätzlich sind aber alle Fahrzeuge im
ÖAMTC-Test für die Installation eines Kindersitzes auf der
Beifahrerseite geeignet.
Fazit des ÖAMTC-Experten
"Viele Autos haben noch Verbesserungspotenzial bezüglich
Familienfreundlichkeit", lautet das Fazit des ÖAMTC-Technikers. Das
beginnt bei überlangen oder auch widersprüchlichen
Bedienungsanleitungen, geht über zu kurze Sicherheitsgurte und reicht
bis zu einer unbefriedigenden Zugänglichkeit der Isofix- und Top
Tether-Verankerungen. "Um das passende Familienauto zu finden, sollte
auf jeden Fall zuerst eine Probefahrt mit Kindern und Kindersitzen
organisiert werden", so der abschließende Rat von Steffan Kerbl.
Infos zu allen getesteten Produkten und weitere Tests des ÖAMTC
findet man unter www.oeamtc.at/tests. Alles Wissenswerte um
Kindersitze und Kindersitzeinbau gibt es unter www.oeamtc.at/kinder.
Kostenlose Kindersitzberatung gibt es an allen Stützpunkten des
Mobilitätsclubs. Dort helfen die ÖAMTC-Mitarbeiter auch kostenlos
beim Einbau bzw. überprüfen gerne, ob ein Sitz korrekt montiert
wurde. Wer einen neuen Kindersitz braucht, klickt auf
www.oeamtc.at/shop/kindersitz.
Aviso an die Redaktionen:
Fotos zu dieser Aussendung sind unter www.oeamtc.at/presse abrufbar.
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