• 15.09.2019, 08:59:58
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  • OTS0008

Bundesministerin Rauskala vergibt ASciNA Awards 2019 an exzellente österreichische Forschende in den USA

BMBWF zeichnet Manuel Egele, Johannes Reiter und Hannes Mikula aus

AScina Awards 2019

Utl.: BMBWF zeichnet Manuel Egele, Johannes Reiter und Hannes Mikula
aus =

New York (OTS) - Die österreichischen Forschenden Manuel Egele,
Johannes Reiter und Hannes Mikula wurden für außerordentliche
Forschungsleistungen in den USA mit den diesjährigen ASciNA Awards
des BMBWF ausgezeichnet.

„Mit der Vergabe der ASciNA Awards 2019 an Manuel Egele, Johannes
Reiter und Hannes Mikula würdigen wir auch dieses Jahr wieder
herausragende Leistungen österreichischer Wissenschaftler. Mit ihrer
Tätigkeit an prominenten US-Universitäten und ihren Publikationen in
renommierten Journalen sind sie wichtige Botschafter unseres Landes
und unserer Hochschulen und der Beweis, dass internationale Mobilität
und die Möglichkeit an ausländischen Forschungsinstitutionen zu
arbeiten, essentiell für eine wesentliche Voraussetzung für
Spitzenleistungen und Fortschritte in Wissenschaft und Forschung ist.
Herzliche Gratulation an die Preisträger.“ sagt Iris Rauskala,
Bundesministerin für Bildung, Wissenschaft und Forschung.

Die ASciNA Awards werden in den Kategorien „Junior Principal
Investigator“ (JPI) sowie „Young Scientist“ (YS) an junge
Forscherinnen und Forscher für exzellente wissenschaftliche Arbeiten
vergeben. Sie werden vom ASciNA-Netzwerk ausgeschrieben und vom
Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung mit einem
Preisgeld von 10.000 Euro (JPI) sowie zwei Mal 7.500 Euro (YS)
dotiert. Die Auswahl der Preisträgerinnen und Preisträger erfolgt
durch den österreichischen Wissenschaftsfonds FWF auf Basis einer
internationalen Begutachtung.

Dieses Jahr wurde Manuel Egele in der Kategorie „Junior Principal
Investigator“ ausgezeichnet. In seiner Publikation „Hardware
Performance Counters Can Detect Malware: Myth or Fact?” untersucht er
die Klassifikation von Schadsoftware mittels Analyse des
Mikroarchitekturverhaltens – insbesondere der Auswertung von
High-Performance Counter (HPC) Werten – mit Methoden des maschinellen
Lernens. Im Zuge dessen setzt er sich kritisch mit dieser
Klassifikation auseinander, „widerlegt“ gewissermaßen diesbezügliche
bisherige Arbeiten und führt selbst umfangreiche quantitative
Untersuchungen durch. Die Grenzen der Klassifikation anhand des
Mikroarchitekturverhaltens wird dabei an einem einfachen Beispiel
aufgezeigt.

Manuel Egele absolvierte sein Master- und Doktoratsstudium im Bereich
Computer Science an der Technischen Universität Wien. Nach
Forschungsaufenthalten in Frankreich, Kalifornien und Pennsylvania,
ist er seit 2014 als Assistant Professor an der University of Boston
tätig. Zudem ist er regelmäßig auf Top-Konferenzen unterwegs und
publiziert in diversen renommierten Journalen, von wo aus seine
Arbeiten zahlreich zitiert werden.

In der Kategorie „Young Scientist“ wurden Johannes Reiter und Hannes
Mikula ausgezeichnet.
Johannes Reiter studierte Informatik Engineering/Computational
Intelligence an der Technischen Universität Wien. Seinen PhD
absolvierte er am IST Austria im Bereich Computerwissenschaften und
verbrachte währenddessen einige Forschungsaufenthalte in Harvard. Die
Subklonale Evolution von Tumoren ist sein Spezialgebiet. 2017 begann
er seinen PostDoc in Harvard, gefördert durch ein Schrödinger
Stipendium. Derzeit ist Johannes Reiter als Instruktor an der
Stanford University tätig und beschäftigt sich mit der frühen Phase
der Tumorentstehung und Metastasierung. Seine Publikation „Minimal
functional driver gene heterogeneity among untreated metastases“
stellt einen wichtigen Meilenstein in dem Verständnis der Evolution
von Tumoren und Metastasen dar. Johannes Reiter zeigt in dieser
Arbeit, dass sich Metastasen dem Primärtumor in Bezug auf ihre
Heterogenität ähnlich sind. Diese Erkenntnis ist besonders relevant
für die initiale Therapieentscheidung bei der personalisierten
Behandlung von Tumoren.

Hannes Mikula wechselte nach seinem Studium der Technischen Chemie an
der Technischen Universität Wien als PostDoc in die USA, wo er mit
einem Schrödinger Stipendium am Massachusetts General Hospital und
der Harvard Medical School beschäftigt ist. In Österreich ist er seit
2018 Gruppenleiter für Molekulare Chemie und Chemische Biologie am
Institut für Angewandte Synthesechemie der TU Wien. Mit seiner
Publikation „Unraveling Tetrazine Bioorthogonal Elimination Enables
Chemical Tools for Ultrafast Release and Universal Cleavage“
beschreibt er einen neuartigen Ansatz für
Bindungsspaltungsreaktionen, die in einem biologischen Kontext
möglich sein könnten. Die Publikation befasst sich mit einer Studie
über die Klick-Release-Reaktion von Tetrazinen unter Bedingungen, die
für physiologische Anwendungen relevant sind. Eine große
Herausforderung besteht in der Komplexität des Entwurfs und der
Durchführung selektiver und schneller chemischer Reaktionen in
lebenden Organismen. In seinem Artikel beseitigt Hannes Mikula ein
großes Hindernis für die ordnungsgemäße Implementierung der
Klick-Release-Chemie unter physiologisch relevanten Bedingungen.

Die feierliche Verleihung der Awards durch Iris Rauskala,
Bundesministerin für Bildung, Wissenschaft und Forschung, fand am 14.
September 2019 im Anschluss an den jährlichen Austrian Research and
Innovation Talk (ARIT) des Office of Science and Technology Austria
in New York statt.

„Mit der Vergabe der ASciNA Awards setzen wir jährlich ein sichtbares
Zeichen der Anerkennung für die herausragenden wissenschaftlichen
Leistungen junger österreichischer Forschender in Nordamerika“,
beschreibt Barbara Weitgruber, Leiterin der Sektion für
Wissenschaftliche Forschung und Internationale Angelegenheiten im
BMBWF, die Relevanz der ASciNA Awards. „Viele junge österreichische
Forschende erbringen während ihrer Tätigkeit im Ausland wirklich
bemerkenswerte Leistungen, die in renommierten Journalen publiziert
werden. Ziel der Awards ist es, die wissenschaftliche Brücke zwischen
Österreich und Nordamerika zu festigen und diese außerordentlichen
Forschungsarbeiten auszuzeichnen. Das ASciNA Netzwerk in Nordamerika,
das die Preisausschreiben durchführt, ist ein langjähriger und
engagierter Partner des Wissenschaftsressorts. Es trägt in
vielfältiger Weise zur Vernetzung der österreichischen Forschenden
bei und bildet ein wichtiges Verbindungsglied zur Forschungscommunity
in Österreich und Europa.“

Das Netzwerk österreichischer Forschender in Nordamerika ASciNA
(Austrian Scientists and Scholars in North America) wurde 2002 in
Washington D.C. gegründet und hat weltweit über 1200 Mitglieder.
Neben den ASciNA Awards stellen das ASciNA Mentoring-Programm und die
lokale Vernetzung in den ASciNA Chaptern zentrale Aktivitäten des
Netzwerkes dar.

Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM / Originalbild-Service
sowie im OTS-Bildarchiv unter http://bild.ots.at

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