• 13.09.2019, 17:16:47
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LH Wallner: „Land und Sozialpartner starten Fachkräfteoffensive“

Landeshauptmann: „Das Ziel ist, Vorarlberg zum Land der Fachkräfte zu machen“

Utl.: Landeshauptmann: „Das Ziel ist, Vorarlberg zum Land der
Fachkräfte zu machen“ =

Bregenz (OTS) - Mit einem starken Schulterschluss von
Landesregierung, Sozialpartnern, dem Arbeitsmarktservice, der
Vorarlberger Wirtschaft und weiteren engagierten Partnern begegnet
Vorarlberg der Herausforderung des Fachkräftebedarfs. Das betonten in
einer gemeinsamen Pressekonferenz am Freitag (13.September)
Landeshauptmann Markus Wallner, Arbeiterkammerpräsident Hubert
Hämmerle und Wirtschaftskammerpräsident Hans Peter Metzler. „Die
Konzentration liegt auf drei Schwerpunkten – die duale Ausbildung
weiter ausbauen, die digitale Kompetenz stärken und vermehrt Frauen
für technische Berufe begeistern“, erklärte Wallner.
Vorarlbergs Wirtschaft entwickelt sich weiterhin sehr dynamisch,
was auch der Arbeitsmarkt deutlich belegt – nie zuvor waren
hierzulande mehr Menschen in Beschäftigung und der Trend in Richtung
Vollbeschäftigung hält an. Der Bedarf an Fachkräften ist um jedoch
einiges höher, als das Angebot, was die Wachstumschancen der
heimischen Betriebe einschränkt. Die Herausforderung liege für
Vorarlberg vor allem darin, gut ausgebildete Fachkräfte zu finden.
Bildung sei der Schlüssel zum Erfolg am Arbeitsmarkt, da ein hohes
Potenzial an gut ausgebildeten jungen Menschen eine entscheidende
Stärke eines Wirtschaftsstandortes sei, stellte der Landeshauptmann
in diesem Zusammenhang klar. „Man darf nicht vergessen, dass
schlussendlich die Arbeitnehmer die wichtigste Ressource für unsere
Unternehmen sind und viel zum wirtschaftlichen Erfolg Vorarlbergs
beitragen“, ergänzte AK-Präsident Hämmerle.

Mehrdimensionale Strategie
Die zukünftige Arbeitswelt wird sich von der heutigen stark
unterscheiden. Neben dem demographischen Wandel und der
Globalisierung kommt der technologische Fortschritt hinzu. Das
Bündeln der Kräfte, speziell zwischen dem Land Vorarlberg und den
Sozialpartner sei entscheidend, um diesen Herausforderungen zu
begegnen und um als Produktions- und Wirtschaftsstandort attraktiv
und wettbewerbsfähig zu bleiben, so Wallner.

Die Antwort auf den Fachkräftemangel könne nur eine
mehrdimensionale Strategie sein. Es sei unerlässlich, die im Land
vorhandenen Potenziale noch besser zu nutzen. Das gelinge durch
Angebote wie die Duale Akademie, Lehre und Matura und zusätzliche
duale Studienangebote an der Fachhochschule Vorarlberg, betonte
WK-Präsident Metzler: „Darüber hinaus brauchen wir aber auch eine
qualifizierte Zuwanderung über eine zeitgemäße Rot-Weiß-Rot-Card“.

Konkrete Maßnahmen
Die nächsten Schritte beinhalten konkrete Maßnahmen wie die
generelle Imageförderung der Lehre. Mit Unterstützung des
Fachkräftevereins soll die Umsetzung und Bündelung politischer
Initiativen im Rahmen des Fachkräftemangels in Vorarlberg leichter
vonstattengehen. Die digitale Kommunikationsplattform für die Lehre:
www.lehre-vorarlberg.at“ bildet eine erste Anlaufstelle. Zusätzlich
soll mit der Vorarlberger „MINT“-Initiative ein gemeinsamer
Entwicklungsprozess mit Wirtschaft und anderen Partnern gestartet
werden, um mehr Menschen für Technik und Naturwissenschaft zu
begeistern. MINT-Fächer sollen durchgängig im gesamten Bildungs- und
Ausbildungssystem forciert werden. Das bedeutet eine altersgerechte
und didaktisch moderne schulische Technikausbildung.

Ein weiterer Schritt ist, den Fokus in Zukunft noch stärker auf
den digitalen Bereich zu richten. Mit dem Digital Campus verfügt
Vorarlberg über ein österreichweit einzigartiges Angebot für digitale
Berufe und Weiterbildung und unterstützt den digitalen Wandel in
Wirtschaft und Gesellschaft. Mit der „Postgarage“ befindet sich ein
zukünftiger Hotspot im Aufbau, in dem sich das Wissen Vorarlberger
Unternehmen und der Start-up-Szene vernetzen und digitale
Innovationen entwickeln können. Die Postgarage ist in einem
dynamischen Umfeld am Campus V in Dornbirn – in unmittelbarer Nähe
zur FH Vorarlberg, dem Forschungszentrum V-Research, Designforum und
Startupland. Auch dem weiteren Ausbau und der Stärkung der FH
Vorarlberg wird höchste Aufmerksamkeit geschenkt. So sind Investition
in Infrastruktur in Höhe von 48 Millionen Euro in die bauliche
Erweiterung geplant

Hohe Lebensqualität als Trumpf
Landeshauptmann Wallner verwies abschließend einmal mehr auf die hohe
Vorarlberger Lebensqualität als wichtigen Standortfaktor: „Es geht
auch darum, einen attraktiven und chancenreichen Lebensraum für
Familien und Kinder zu gestalten. Denn nur mit einem lebenswerten
Umfeld können gut ausgebildete Fachkräfte gehalten werden“.

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