- 13.09.2019, 13:31:24
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„Thema“: Gasexplosion war Absicht – wer haftet für die Schäden?
Am 16. September um 21.10 Uhr in ORF 2
Utl.: Am 16. September um 21.10 Uhr in ORF 2 =
Wien (OTS) - Christoph Feurstein präsentiert in „Thema“ am Montag,
dem 16. September 2019, um 21.10 Uhr in ORF 2 folgende Beiträge:
Gasexplosion war Absicht – wer haftet für die Schäden?
Knapp drei Monate nach der verheerenden Gasexplosion im 4. Bezirk in
Wien steht die Ursache fest: eines der Todesopfer, ein 22-jähriger
Mieter, hatte in suizidaler Absicht die Gasleitung in seiner Wohnung
angesägt. Eine junge Mutter von zwei Kindern kam ums Leben. Mehrere
Menschen wurden verletzt. Der Gemeindebau wird neu errichtet, alle 34
Mieter/innen haben ein Rückkehrrecht. Doch damit ist nicht alles gut:
„Mein Sohn wird sein Leben lang mit den Auswirkungen zu kämpfen
haben“, sagt Gertrude Zaufall, „wer weiß, ob er überhaupt irgendwann
wieder normal gehen kann“. Der junge Mann wurde durch die Explosion
aus dem fünften Stock des Hauses geschleudert. Wie durch ein Wunder
hat er überlebt. Wer haftet bei Suizid für die Schäden an Haus,
Einrichtung, Gesundheit und Psyche? Christoph Bendas hat nachgefragt.
Kinderarmut abschaffen – ein Versuch
„Mama glaubst Du wir merken nicht, dass es bei uns zu Mittag jetzt
öfters eine Nachspeise gibt?“ Mit diesem Satz hat der zehnjährige
Lars seine Mutter zu Tränen gerührt. Christa Voglmüller und ihre drei
Buben aus Kapfenberg sind Teil des Volkshilfe-Projektes „Kinderarmut
abschaffen“. Seit einigen Monaten bekommt die Alleinerzieherin 426
Euro pro Monat von der Volkshilfe zugeschossen, um ihre Söhne besser
versorgen zu können. Insgesamt werden 20 armutsbetroffene Kinder in
ganz Österreich zwei Jahre lang unterstützt. Hat eine Familie 625
Euro pro Kind und Monat, kann Kinderarmut abgeschafft werden – das
will die Hilfsorganisation zeigen. Markus Stachl fragt nach, was sich
in den Familien durch die Unterstützung verändert hat.
Margit Fischer – Familienschicksal im Holocaust
„Meine Tochter haben sie zur ersten Frau im Staat gemacht – und mich
wollten sie durch den Kamin entsorgen“, sagte Otto Binder 2004 bei
der Angelobung seines Schwiegersohnes Heinz Fischer zum
Bundespräsidenten. Otto Binder, Margit Fischers Vater, war Jude und
hat den Holocaust nur knapp überlebt. Seine Mutter und seine
Schwester wurden ermordet. Ihre Briefe aus dem KZ hat er lange Zeit
geheim gehalten. „Ich habe sie als Teenager in einer Lade gefunden
und immer heimlich unter der Tuchent gelesen“, erinnert sich Margit
Fischer im „Thema“-Interview. Heute sind die Briefe und Dokumente der
Familie Teil einer Ausstellung im Wiener „Haus der Geschichte“. Im
Vernichtungslager Malyj Trostenec im heutigen Weißrussland wurden
fast so viele österreichische Jüdinnen und Juden ermordet wie in
Auschwitz. Martin Steiner zeichnet dieses wenig bekannte Verbrechen
anhand der Familiengeschichte von Margit Fischer nach.
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