• 12.09.2019, 15:42:56
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  • OTS0184

ANSCHOBER: Nach weiteren Mängeln in Mochovce braucht es sofortigen Baustopp

Inbetriebnahme des Hochrisiko-AKW mit allen politischen und rechtlichen Möglichkeiten verhindern

Utl.: Inbetriebnahme des Hochrisiko-AKW mit allen politischen und
rechtlichen Möglichkeiten verhindern =

Linz (OTS) - Die Enthüllungen der jüngsten Vergangenheit über
Baumängel beim slowakischen AKW Mochovce - nur 350 Kilometer von Linz
entfernt - sind dramatisch. Wie heute bekannt wurde, hat die
slowakische Atomaufsichtsbehörde (UJD) im 3. Reaktorblock des AKW
erneut Mängel festgestellt. Werden die Defizite nicht behoben,
erlaubt UJD weder das Beladen mit Brennstäben noch die Fortsetzung
der Arbeiten am Block.

Anschober: „Die heutigen Berichte zu den Mängeln am Reaktor 3 sind
ein weiterer Beweis dafür, dass es sich bei Mochovce um eine tickende
Zeitbombe handelt. Die österreichische Bundesregierung, die
EU-Kommission, die Atomaufsichtsbehörde und die slowakische Regierung
müssen nun dringend und rasch handeln und zum Schutz der Bevölkerung
den endgültigen Baustopp durchsetzen. Die chronisch auftretenden
Mängel zeigen, dass hier ein völlig veralteter Reaktor in Betrieb
gehen soll. Denn der Bau wurde in der 90er Jahren bereits einmal
eingestellt und 2008 erst wieder aufgenommen. Geht diese Anlage in
Betrieb, ist das ein Atomrisiko für ganz Europa.“

Oberösterreichs Umweltlandesrat hat sich bereits im April im Namen
der „Allianz für einen europaweiten Atomausstieg“, in einem Schreiben
an die slowakische Regierung (Regierungschef und
Wirtschaftsminister), die EU-Kommission und die Europäische
Atomaufsichtsbehörde gewandt - mit dem Appell, rasch einen Baustopp
durchzusetzen.

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