• 10.09.2019, 12:25:17
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  • OTS0122

Rauskala: OECD-Bericht bescheinigt Österreichs Akademikern besonders hohe Beschäftigungsquote

OECD Bericht „Education at a Glance 2018“ liefert Daten zum österreichischen Bildungssystem

Utl.: OECD Bericht „Education at a Glance 2018“ liefert Daten zum
österreichischen Bildungssystem =

Wien (OTS) - „Auch heuer stellt der von der OECD heute
veröffentlichte Bericht „Education at a Glance“ dem österreichischen
Bildungssystem ein gutes Zeugnis aus. Wir sehen ganz klar, dass ein
höherer Bildungsabschluss die Chancen erhöht, auch einen Arbeitsplatz
zu finden. Die Studie zeigt auch, dass unsere Bevölkerung weiterhin
ein hohes bzw. steigendes Bildungsniveau aufweist. So haben wir etwa
einen überdurchschnittlich hohen Anteil, konkret 85 %, von Personen,
die mindestens über einen Bildungsabschluss der Sekundarstufe II
(inkl. duale Ausbildung) verfügen“, fasst Bildungsministerin Iris
Rauskala die Ergebnisse des OECD Berichts zusammen, der umfassende
Informationen zu Struktur, Finanzierung und Ergebnissen des
Bildungssystems für über 45 Länder liefert.

Die wichtigsten Ergebnisse:

1) Österreich hat ein hohes Bildungsniveau. Der Anteil von Personen
mit mindestens Sekundarabschluss II an der Erwerbsbevölkerung
(25-64-Jährige) liegt bei 85%, aber der Anteil von Personen mit
tertiärem Bildungsabschluss (25-64-Jährige) liegt mit 33% unter dem
OECD- (39%) und EU-Schnitt (36%). Auch in der Altersgruppe der
25-34-Jährigen hinkt Österreich mit 40% dem OECD- und EU-Mittel (44%
bzw. 43%) hinterher.

2) Mit zunehmendem Bildungsstand steigen die Beschäftigungsquoten.
Österreich liegt in der Altersgruppe der 25-64-Jährigen mit 86%
Beschäftigungsquote von Absolvent/innen tertiärer Ausbildung über dem
EU- und OECD-Schnitt (86% bzw. 85%). Bei den 25-34-Jährigen liegt die
Beschäftigungsrate tertiär Gebildeter in Österreich bei 85% (OECD, EU
je 84%). Mit nur 3,8% erwerbslosen Tertiärabsolvent/innen in der
Gruppe der 25 bis 34-Jährigen liegt Österreich deutlich unter dem
EU-23- und OECD-Wert von 5,7% bzw. 5,5%.

3) Ein höherer Bildungsabschluss verringert das Risiko, arbeitslos zu
sein. Die Arbeitslosenquote von Personen mit höchstens Sek.
I-Abschluss beträgt in Österreich 10,9% (OECD: 9,6%; EU23: 11,7%),
während für Personen die eine weiterführende Ausbildung der Sek. II
absolviert haben der Anteil nur 3,8% (OECD: 5,7%; EU23: 6,1%)
beträgt.

4) Der Anteil der Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die weder
beschäftigt noch in Ausbildung sind, ist im Vergleich zum Vorjahr
gleich geblieben. Dieser Anteil ist weiterhin niedriger als der
OECD-Mittelwert.

5) Im Bereich der frühkindlichen Bildung der 3- bis 6-Jährigen weist
Österreich im internationalen Vergleich eine Beteiligungsquote auf,
die im Durchschnitt liegt (AT: 89%; OECD: 87% EU23: 90%).

6) Die Quote der Schüler/innen je Lehrer/in liegt unter dem
OECD-Durchschnitt. Im Primarbereich ist das Verhältnis zum Vorjahr
leicht gesunken (11,3), während es im Sekundarbereich I und dem
Sekundarbereich II unverändert ist (8,6; 10,1). Weiterhin ist es in
allen Bereichen besser als in den meisten anderen Ländern.
7) Die Bildungsausgaben als Anteil am BIP sind unverändert und liegen
bei 4,9% (OECD: 5,0%). Die tertiären Bildungsausgaben am BIP sind in
Österreich mit 1,8% unverändert hoch und liegen über dem OECD- (1,5%)
und EU-Schnitt (1,2%).

8) Die Akademikerquote im engeren Sinn betrachtet den Anteil der
Personen mit Hochschulabschluss (ISCED 6-8; Bachelor-, Diplom-,
Master- und Doktoratsabschlüsse an Uni, FH, PH) an der 25- bis
64-jährigen Erwerbsbevölkerung und ist in Österreich traditionell
niedrig, jedoch stetig steigend und liegt aktuell bei 17,65% (2014:
13%). In der Altersgruppe der 30-34-Jährigen haben im Jahr 2018 25,7%
einen Abschluss auf Hochschulni-veau.3

9) Der Anteil ausländischer Studierender in Österreich beträgt,
aufgrund des hohen Anteils von deutschen Studierenden (38% der
internationalen Studierenden) für den gesamten Tertiärbereich 17,2%
(Hochschulbereich – 20,6%)4. Nur Luxemburg (46,7%) und UK (17,9%)
haben innerhalb der EU einen höheren Anteil. Österreich ist also für
internationale Studierende sehr attraktiv. 5,1% österreichische
Studierende studieren im Ausland (insb. Deutschland, UK und Schweiz).

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