No-Na Umfrage zur Sonntagsöffnung

FCG-ÖAAB Fritz Pöltl: „Wiener sollten auch über die Nachteile einer Sonntagsöffnung informiert werden.“

Wien (OTS) - Dass eine Umfrage jedes gewünschtes Ergebnis bringen kann, das beweist einmal mehr die Marketagent-Umfrage über die Sonntagsöffnung in Wien. Die von der heimischen Hotellerie in Auftrag gegebene Umfrage weist nämlich eine knappe Mehrheit der befragten Wienerinnen und Wienern für eine Sonntagsöffnung aus.

Ernsthafte Zweifel

Demnach hätten 54 Prozent dafür gestimmt. Der ÖHV-Jubel darüber scheint aber völlig unangebracht. Für Fritz Pöltl, den FCG-ÖAAB-Fraktionsvorsitzenden der AK-Wien liegt lediglich ein „No-Na-Ergebnis“ vor. „Das Geld hätte man sich sparen können. Man hat bei der Befragung nämlich auf die Aufzählung der Nachteile geflissentlich vergessen“, nennt Pöltl den Grund für seine scharfe Kritik. Dass durch die Sonntags-Überstunden die Waren empfindlich teurer werden, dass für die Beschäftigten Eltern keine Kindergärten zur Verfügung stehen und die Mehrheit der Handelsangestellten und sogar die Mehrheit der Unternehmer eine Sonntagsöffnung entschieden ablehnen, hat man bei der Umfrage wohlweislich verschwiegen.

Lebenswerte Stadt

„Wien ist einmal mehr zur lebenswertesten Stadt der Welt erwählt worden. Und das auch ohne generelle Sonntagsöffnung! Vielleicht sogar deshalb! Ein wenig Sonntagsruhe und Erholung tut nämlich auch einer Weltstadt gut“, meint Pöltl kritisch zu der von der Hotellerie in Auftrag gegebenen Umfrage.

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