Der Wirtschaftskammer-Wahlkampf 2020 hat begonnen

MVG-Geschäftsführer Hannes Hofer klärt Falschinformation des FPÖ-Abgeordneten Wurm auf und informiert über die Vorteile des neuen Trafik-Ablösemodells

Wien (OTS) - Wirtschaftskammer-Wahlkampf 2020: Eines der Wahlkampfthemen der FPÖ, scheint die Trafikenablöse zu sein. Ein höchst emotionales Thema, weil es ums Geld geht.

Die MVG (Monopolverwaltung GmbH), die in Österreich für die Vergabe von Trafiken zuständig ist, bedauert die Aussendung des Freiheitlichen Parlamentsklubs zu diesem Thema – bei dem FPÖ-NAbg. Wurm scheinbar falsch oder mangelhaft informiert wurde.

Hannes Hofer, GF der MVG: „Ich sehe es in meiner Verantwortung, die Dinge klarzustellen und alle am Trafikwesen Interessierten richtig zu informieren.“

Der Gesetzgeber schreibt vor, dass die Vergabe von Trafiken in Österreich an die wirtschaftlich bedürftigsten Menschen mit Behinderung zu erfolgen hat und nicht an die Höchstbieter.

Bis 2018 gab es in Österreich zwei völlig unterschiedliche Ablösesysteme. Im Westen, Salzburg und Oberösterreich wurde für die Ablöseberechnung rein der Substanzwert herangezogen und im restlichen Österreich wurde eine 10-Prozent-Umsatzformel als Daumenregel herangezogen.

Um die Ablöse für die Trafikanten fair, transparent und nach modernen betriebswirtschaftlichen Ansätzen zu regeln, wurde von o. Univ. Prof. Dr Romuald Bertl, ein von allen Seiten anerkannter Experte, im September 2018 ein neues Modell vorgestellt, bei dem vor allem die Ertragskraft die Höhe der Ablösesumme bestimmt. Dieses wurde in zweijähriger Zusammenarbeit mit dem Vorstand des Bundesgremiums der Trafikanten und der MVG erarbeitet.

Nach diesem Modell werden seit Herbst vergangenen Jahres in ganz Österreich erfolgreich alle neuen Übergaben abgewickelt.

Der errechnete durchschnittliche Kaufpreis einer Trafik liegt bei 135.000 Euro.
Die Veränderung durch die neue Berechnung bedeutet gegenüber der alten 10-Prozent-Umsatzregelung, dass im Osten und Süden des Landes die Trafiken nun mit durchschnittlich rund 3.000 Euro weniger – im Westen, Salzburg und Oberösterreich mit durchschnittlich rund 16.000 Euro mehr bewertet werden. Wäre allerdings das alte Modell des Westens auf ganz Österreich ausgerollt worden, wären die Ablösen im Schnitt um 68.000 Euro niedriger gewesen.

Mag. Hannes Hofer: „Diese Regelung ist ein großer Erfolg. Es ist uns gemeinsam mit den demokratisch gewählten Trafikantenvertretern gelungen, österreichweit faire Ablösen für verkaufende und leistbare Ablösen für erwerbende Trafikantinnen und Trafikanten zu schaffen.“

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