• 02.09.2019, 13:37:58
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  • OTS0156

FPÖ-Leyroutz: Offener Brief an Chefredakteurin der Kleinen Zeitung Kärnten

Klagenfurt (OTS) - Sehr geehrte Frau CR Gössinger!

Die Leserinnen und Leser der Kleinen Zeitung hätten sich gerade von
einer langjährigen politischen Kärntner Berichterstatterin und
Kennerin der maßgeblichen Akteure aller politischen Couleurs
objektive politische Analysen verdient. Ihr heutiger „Aufwecker“
lässt diese jedoch leider vermissen. Ihr Kommentar kann nur als
politisch motivierte Agitation, vor der NR-Wahl einen „Einzelfall“ zu
kreieren, gewertet werden. Denn im Wissen, dass
FPÖ-Landesparteiobmann Gernot Darmann die NS-Schreckensherrschaft aus
tiefster Überzeugung ablehnt und diese auch niemals verniedlicht hat,
haben Sie einen Konnex zwischen der Forderung, hart gegen
Drogendealer vorzugehen, und den Gräueltaten des NS-Regimes,
hergestellt.

Auch die Kleine Zeitung war bei der besagten Pressekonferenz anwesend
und hätte jede Möglichkeit gehabt, dort getätigte Aussagen zu
hinterfragen. Aber auch danach hätte es im Sinne einer guten
Zusammenarbeit die Möglichkeit gegeben, den FPÖ-Chef zu kontaktieren,
um Missinterpretationen auszuräumen. Jedoch ist der Versuch, die FPÖ
Kärnten ins Nazi-Eck zu drängen, für Sie augenscheinlich verlockender
gewesen.

Das wirklich dramatische Ausmaß der Drogenkriminalität in Kärnten
wird von der Kleinen Zeitung totgeschwiegen, es läge aber in der
Verantwortung des Journalismus diese massiven Problemfelder zu
thematisieren. Dann würde sich auch die oft notwendige verbale
„Überzeichnung“, ohne die Berichterstattung leider immer weniger
möglich wird, erübrigen.

Wir Freiheitliche verwehren uns vehement gegen die alle Regeln des
Journalismus verletzende Vorgehensweise, die FPÖ mit konstruierten
Bildern in die Nähe des Nationalsozialismus zu rücken. Abschließend
halte ich auch unmissverständlich fest, dass in unserer Partei
nationalsozialistisches Gedankengut keinen Platz hat und wir uns
weder von Ihnen, noch von der politisch genau zuordenbaren
Politologin Stainer-Hämmerle, in ein politisches Eck pressen lassen,
in welches wir nicht hingehören.

Mit freundlichen Grüßen
KO-Stv. Mag. Christian Leyroutz

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | FLK

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