Marina Hanke: „Jede Frau muss im Alter gut abgesichert sein!“

Wiener SPÖ Frauen mit Medienaktion zum Equal Pension Day

Wien (OTS/SPW) - Mit einer Medienaktion erinnern die Wiener SPÖ Frauen heute gemeinsam mit den Frauen der Fraktion Sozialdemokratischer GewerkschafterInnen (FSG) und dem Pensionistenverband Wien (PVÖ) an den Equal Pension Day in der Bundeshauptstadt. Das ist jener Tag, an dem Männer bereits so viel Pension bekommen haben, wie Frauen erst bis Jahresende erhalten werden. Marina Hanke, Wiener SPÖ-Frauenvorsitzende, fordert dazu: „In Wien ist der Equal Pension Day später als in den anderen Bundesländern, was ein Zeichen der langjährigen Frauenförderung in unserer Stadt ist. Darauf dürfen wir uns aber keinesfalls ausruhen - wir sind erst dann erfolgreich, wenn der Pension Gap geschlossen ist und jede Frau auch im Alter gut abgesichert ist.“

Um dies zu erreichen, müsse noch einiges geschehen: „Dafür gilt es an vielen Punkten anzusetzen. Der Beschluss der Karenzzeitenanrechnung im Parlament, der nach langem Einsatz der SPÖ getroffen wurde, ist ein weiterer wichtiger Schritt für höhere Pensionen für Frauen“, erklärt Hanke.

Berger-Krotsch: „Pensionssystem an die Bedürfnisse der Frauen anpassen!“

Auch die Wiener SPÖ-Frauensekretärin Nicole Berger-Krotsch forderte klare Maßnahmen der Politik, um den Pensionsunterschied zu schließen. „Frauen bekommen aktuell um 42,35% weniger Pension als Männer. Viele Frauen können deshalb nicht von ihrer Pension leben und sind folglich im Alter armutsgefährdet. Wir Wiener SPÖ-Frauen fordern, dass das österreichische Pensionssystem an die Bedürfnisse der Frauen angepasst wird. Denn Frauen müssen so viel Pension bekommen, dass sie gut davon leben können“, so Berger-Krotsch.

FSG-Frauen für Lohntransparenzgesetz und flächendeckende Kinderbetreuung

„Frauenpensionen steigen erst dann, wenn Arbeitsbedingungen verbessert werden und Frauen gleiche Chancen am Arbeitsmarkt vorfinden“, betont zudem Korinna Schumann, Wiener FSG-Frauenvorsitzende, angesichts der großen Pensionsunterschiede zwischen Frauen und Männern. Sie fordert ein Lohntransparenzgesetz, einen flächendeckenden Ausbau der Kinderbetreuungseinrichtungen sowie Investitionen in Bildung, Pflege und Gesundheit. „Es ist höchste Zeit, tiefgreifende Maßnahmen zu setzen, um Altersarmut zu verhindern und Frauen ein gutes und unabhängiges Leben im Alter zu ermöglichen.“

PVÖ-Kopietz: „Altersarmut ist zum überwiegenden Teil weiblich"

Für den Landespräsidenten des Wiener Pensionistenverbandes (PVÖ), Harry Kopietz, ist die „bestehende eklatante Ungleichbehandlung von Frauen und Männern im Berufsleben und in der Pension eine der größten Ungerechtigkeiten in unserer Gesellschaft. Altersarmut ist zum überwiegenden Teil weiblich“, so Kopietz. „Ursache dafür sind die noch zu einem nicht unerheblichen Teil festgefahrenen Rollenklischees und vor allem die Diskrepanz bei den Löhnen. Noch immer ist der Spalt zwischen gleicher Arbeit und ungleichen Lohn nicht geschlossen. Eine Situation, die sich letztlich ausgeprägt negativ auf die Pensionshöhe zu Lasten der Frauen auswirkt“, erklärt Kopietz weiter.

„Auch ist deren so wichtiger Leistungsanteil für die Gesellschaft außerhalb und neben der Berufswelt bei vielen noch immer nicht entsprechend anerkannt. So lange alle diese Diskrepanzen bestehen ist es notwendig immer wieder auf das Problem aufmerksam zu machen und vehement auf Lösungen im Sinne der Gerechtigkeit, wie etwa durch den ´Equal Pension-Day´ zu drängen“, so Kopietz abschließend. (Schluss) pm

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