• 28.08.2019, 10:50:02
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SWV NÖ-Manfred Rieger: Wir brauchen neue Wege in der Fachkräfteausbildung!

„Ein modulares Bildungsangebot und ein zweites Jahr im Polytechnikum könnten mehr jungen Menschen zu einer guten Ausbildung verhelfen“

Utl.: „Ein modulares Bildungsangebot und ein zweites Jahr im
Polytechnikum könnten mehr jungen Menschen zu einer guten
Ausbildung verhelfen“ =

St. Pölten (OTS) - „Ein Rekrutieren von Facharbeiterinnen und
Facharbeitern im Ausland kann den Fachkräftemangel in Österreich in
keinster Weise lösen“, warnt der Spartenvorsitzende des
Sozialdemokratischen Wirtschaftsverbandes Niederösterreich (SWV NÖ)
im Tourismus und in der Freizeitwirtschaft, KommR Manfred Rieger.
„Was wir brauchen, sind neue Qualifizierungsschienen für jene vielen
jungen Menschen in Österreich, die keine Ausbildung abschließen.
Ihnen wäre mit der Einführung eines modularen Ausbildungsprogramms
und einer Vorbereitung auf die Lehre in Form eines zweiten Jahres an
der Polytechnischen Schule geholfen“, schlägt der Hotelier aus
Pressbaum vor.

„Das wäre auch im Sinn jener zahlreichen Betriebe, die keine
Fachkräfte bekommen. In Niederösterreich sollte jenes neue
Ausbildungskonzept umgesetzt werden, das nun in Tirol startet. Hier
werden junge Menschen ab 18 Jahren in einem Kurs mit mehreren Modulen
in 18 Monaten für die Lehrabschlüsse in den Berufen
Restaurantfachmann, Koch und Hotelkaufmann fit gemacht. Ermöglicht
wird dies durch eine Kooperation des Landes Tirol mit einer
Bildungseinrichtung.“

„Und als besondere Chance für jene, die keine Lehrstelle finden oder
ohne Abschluss aus mittleren oder höheren Schulen ausscheiden, sollte
ein praxisbezogenes zweites Jahr an der Polytechnischen Schule
angeboten werden, in dem als Vorbereitung auf eine spätere Lehre
branchenübergreifende moderne Ausbildungen absolviert werden.
Zugleich könnten vorgeschriebene Qualifikationen wie Erste
Hilfe-Kurse oder die Ausbildung zur Sicherheitsvertrauensperson im
Arbeitnehmerschutz bzw. zum Brandschutzwart für vorbeugenden
Brandschutz im Lehrplan enthalten sein.“

„Ein derartiges zehntes Pflichtschuljahr brächte vielen Jugendlichen
in den verschiedensten Branchen berufliche Perspektiven. Es würde
auch jenen helfen, denen nach dem neunten Schuljahr noch jene
Grundkenntnisse fehlen, die für eine Lehre erforderlich sind. Wenn
die angehenden FacharbeiterInnen hier die Grundschulungen erhalten
und dann die branchenspezifischen Qualifikationen und
Weiterbildungsmaßnahmen auf betrieblicher Seite erfolgen, könnte auch
die Wirtschaft entlastet und eine Verkürzung der Lehrzeit angedacht
werden.“

„Ein breit angelegtes Rekrutieren von FacharbeiterInnen aus anderen
europäischen Ländern bringt jedenfalls nicht einmal eine kurzfristige
Lösung für den Fachkräftemangel. Auch dort sind bereits zu wenig gut
ausgebildete Arbeitskräfte verfügbar. Zur Behebung des
Fachkräftemangels müssen in Österreich Maßnahmen gesetzt werden.
Jedes Jahr verlassen bei uns rund 5.000 Jugendliche das
Bildungssystem, ohne über einen Abschluss zu verfügen, der über die
Pflichtschule hinausgeht. Umso wichtiger ist es, dass das Potential
dieser Jugendlichen besser gefördert wird. Und das kann ein zweites
Jahr an einem Polytechnikum leisten.“

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NSN

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