Wiener FPÖ will „Regionalstandln“ am Naschmarkt

Wien (OTS/RK) - Die Wiener FPÖ hat vorgeschlagen, den Wiener Naschmarkt um ein sogenanntes „Österreich Kulinarium“ zu erweitern. In vier noch zu errichtenden Gebäuden auf dem Gelände des Tourismusmagneten sollen zehn Lebensmittel-Verkaufsstände einziehen, die jeweils regionale Spezialitäten aus den neun österreichischen Bundesländern anbieten sollen. Im zehnten Standl solle es Spezialitäten aus Südtirol zu kaufen geben. Diese Pläne hat der freiheitliche Vizebürgermeister Dominik Nepp gemeinsam mit dem Mariahilfer FPÖ-Gemeinderat Leo Kohlbauer heute, Freitag, präsentiert.

„Wir sehen die Wiener Märkte als wichtige Nahversorger für die Bevölkerung im Grätzl und nicht als einen Platz, auf dem hauptsächlich Gastronomie aus fernen Ländern angeboten wird“, sagte Nepp. Er forderte erneut ein sektorales Bettelverbot für die Märkte, damit „das Marktfeeling der Besucherinnen und Besucher nicht gestört“ werde.

Das „Österreich Kulinarium“ solle vor allem eine Bühne in Wien für regionale Produkte aus Österreich und Südtirol sein. Dazu sollen vier Marktgebäude in der Nähe der U-Bahn-Station Kettenbrückengasse von der Stadt errichtet werden, die gesamte bebaute Brutto-Fläche würde ihren Berechnungen zufolge rund 500 Quadratmeter umfassen. Damit käme jeder der zehn Konzept-Stände auf rund 45 Quadratmeter Verkaufsfläche, die der Wiener Marktordnung entsprechend auch maximal acht Sitzplätze für einen Gastronomiebetrieb anbieten könnten.

„Nach einer genauen Vermessung unsererseits sind bereits 39 Prozent der Verkaufsfläche des Naschmarkts reine Gastro-Angebote. Mit der Errichtung der Konzeptstände wird die regionale Identität des Marktes gestärkt werden“, erklärte Kohlbauer. Dieser Vorschlag werde auch in einer der nächsten Sitzungen des Wiener Gemeinderats als Antrag eingebracht werden, „und wir hoffen auf breite Unterstützung der anderen Parteien, denn das Anliegen ist ja kein ideologisches, sondern soll den Naschmarkt stärken“, sagte Kohlbauer. In den zuletzt von der Stadt veröffentlichten Frequenz-Zählungen ist der Naschmarkt zurückgefallen und liegt jetzt hinter dem Brunnen- und dem Rochusmarkt wienweit auf Platz drei. Mit dem Zurückfall in der Beliebtheits-Rangliste habe die Idee der Erweiterung des Naschmarkts um ein „Österreich Kulinarium“ aber nichts zu tun, sagten die FPÖ-Politiker.

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