80 Jahre Beginn Zweiter Weltkrieg: ORF präsentierte umfangreichen TV-Zeitgeschichteschwerpunkt

U. a. mit zwölf Neuproduktionen in ORF 2 und ORF III und zwei „Menschen & Mächte“-Sondersendungen live aus dem ORF-Newsroom

Wien (OTS) - Vor 80 Jahren, am 1. September 1939, begann der Zweite Weltkrieg – ein von Adolf Hitler entfesselter Krieg, der mit der Eroberung Polens beginnt und 1945 als größte Katastrophe des 20. Jahrhunderts enden sollte. Dem Krieg, der die Welt veränderte, widmet der ORF einen umfassenden Zeitgeschichteschwerpunkt. Details des TV-Schwerpunkts präsentierten ORF-Generaldirektor Dr. Alexander Wrabetz, ORF-Programmdirektorin Mag. Kathrin Zechner, ORF-III-Chefredakteurin Ingrid Thurnher und ORF-TV-Zeitgeschichteredaktionsleiter Andreas Novak heute, Donnerstag, 22. August 2019, im Rahmen eines Pressegesprächs im Haus der Geschichte Österreich, zu dem hdgö-Direktorin Dr. Monika Sommer begrüßte: ORF 2 (ab 30. August) und ORF III (ab 24. August) zeigen insgesamt zwölf TV-Neuproduktionen, darunter „Menschen & Mächte:
Blutiges Edelweiß“, „kreuz und quer: Schwester Courage“, der Dreiteiler „Mit Hitler im Krieg“ und der Zweiteiler „Die Kriegsjahre in Österreich“. Zudem beleuchten zwei „Menschen & Mächte“-Live-Sondersendungen die Ereignisse in den Bundesländern bzw. den Krieg in Europa, der Sowjetunion und den USA.

ORF-Generaldirektor Dr. Alexander Wrabetz: „Unverzichtbarer Beitrag zur öffentlichen Kultur des Erinnerns und zur generationenübergreifenden Kommunikation“

„Der ORF hat als öffentlich-rechtlicher Sender und elektronisches Gedächtnis der Nation eine besondere Verantwortung in der Vermittlung und Aufarbeitung von Zeitgeschichte – eindrucksvolle Belege dafür sind die erfolgreichen Produktionen ‚Österreich I und II‘ von Hugo Portisch und Sepp Riff, Andreas Novaks Alliierten-Serie und die zwischen 2009 und 2011 produzierte 15-teilige Weltkriegsreihe, die als Datenbank der Erinnerung für kommende Generationen besondere Akzente gesetzt haben. 80 Jahre nach Beginn des Zweiten Weltkriegs erinnert der ORF nun in einem umfassenden Schwerpunkt in allen seinen Medien erneut an die größte Katastrophe des 20. Jahrhunderts. Mit allein zwölf TV-Neuproduktionen in ORF 2 und ORF III und zwei ,Menschen & Mächte‘-Sondersendungen live aus dem ORF-Newsroom, die die Geschehnisse vor 80 Jahren sowohl aus österreichischer als auch aus internationaler Perspektive wiedergeben, leistet der ORF einen weiteren unverzichtbaren Beitrag zur öffentlichen Kultur des Erinnerns und zur generationenübergreifenden Kommunikation.“

ORF-Programmdirektorin Mag. Kathrin Zechner: „Programm beleuchtet unbekannte Schicksale und bekannte Hass-Demagogie, beeindruckende Widerständler und die Frage nach dem ,Warum?‘“

„Dass wir als Teil unserer DNA das Begreifbarmachen unserer eigenen Geschichte verstehen, bildet die Basis dafür, innovative Formate und tiefergehende Sendungen zu kreieren, die Unvorstellbares im historischen Kontext einordnen. Nach dem gewichtigen Jubiläumsjahr 2018 spannt die Auseinandersetzung mit dem Beginn des Zweiten Weltkriegs einen Bogen von Info-Formaten zu den Ereignissen in den Bundesländern und dem internationalen Kriegsgeschehen bis zur mutigen ,Schwester Courage‘, die in dunkelsten Zeiten Haltung und Zivilcourage bewiesen hat. Das Programmangebot beleuchtet unbekannte Schicksale und bekannte Hass-Demagogie, beeindruckende Widerständler und die Frage nach dem ,Warum?‘ – mit dem Ziel, das ,niemals Vergessen‘ weiterzutragen. Danke an alle Dokumentaristinnen und Dokumentaristen sowie Zeit-Geschichte-Könner für ihre Arbeit und wichtiges Schwerpunkt-Setzen.“

ORF-III-Chefredakteurin Ingrid Thurnher: „Aus der Geschichte heraus die Gegenwart verstehen“

„Als ORF-III-Chefredakteurin habe ich im vergangenen Jahr den Fokus darauf gelegt, die Breaking-News-Fähigkeiten des Senders aufzubauen und unser Informationsangebot zu intensivieren. Ein besonderes Anliegen ist es mir aber auch, dass die Geschichte unseres Landes aufgearbeitet wird. Daher freue ich mich, dass Andreas Pfeifer diese Arbeit unterstützt und durch diesen dreiwöchigen ‚zeit-geschichte‘-Schwerpunkt in ORF III führt. Geschichte und Gegenwart kommt in unserem Programm eine ebenso starke Gewichtung zu, wie man am Schwerpunkt ‚80 Jahre Beginn Zweiter Weltkrieg‘ auf der einen Seite und dem umfangreichen Programm zur Nationalratswahl 2019 auf der anderen Seite sieht. Beide Bereiche ergeben eine natürliche Symbiose, denn aus der Geschichte heraus lässt sich die Gegenwart und aus der Gegenwart die Vergangenheit verstehen.“

Andreas Novak, Leiter der ORF-Zeitgeschichteredaktion: „Versuchen Aspekt des perfiden Kriegstüchtigmachens des NS-Regimes im Schwerpunkt darzustellen“

„Wer in der HJ mit dem Gewehr zu schießen lernt, militärischen Drill erlebt, im Reichsarbeitsdienst mit der Schaufel exerziert und letztlich in der Wehrmacht permanent für den militärischen Ernstfall trainiert wird, dessen Wunsch nach dem Ernstfall wird immer stärker. Diesen wichtigen Aspekt des perfiden Kriegstüchtigmachens des NS-Regimes versuchen wir im Schwerpunkt darzustellen.“

ORF-2-Weltkriegsschwerpunkt mit vier Neuproduktionen und zwei Live-Sondersendungen

In ORF 2 setzt sich die „Menschen & Mächte“-Neuproduktion „Blutiges Edelweiß“ (30. August, 21.20 Uhr) mit österreichischen Gebirgsjägern im Zweiten Weltkrieg auseinander. Am 31. August (17.05 Uhr) bzw. 1. September (20.15 Uhr) folgen zwei von Tarek Leitner präsentierte „Menschen & Mächte Spezial“-Sendungen live aus dem ORF-Newsroom mit Fokus auf den Ereignissen in den Bundesländern bzw. auf den Krieg in Europa, der Sowjetunion und den USA. Mit „dokFilm: Kulenkampffs Schuhe“ (1. September), „Universum History: Widerstand im Reich der Mitte. Chinas Schindler“ (6. September) und dem ORF-kofinanzierten Spielfilm „Vor der Morgenröte“ (15. September) mit Josef Hader als Stefan Zweig stehen weitere drei ORF-Premieren auf dem Programm. „kreuz und quer: Schwester Courage“ (24. September) dokumentiert den Widerstand der Vinzentinerin Anna Bertha Königsegg gegen Zwangssterilisation und NS-Euthanasie. Den Schwerpunkt beenden am 7. November die beiden „Menschen & Mächte“-Neuproduktionen „Auf Wiedersehen Mama, auf Wiedersehen Papa“ über sogenannte „Kindertransporte“ nach Westen, durch die rund 10.000 Kinder und Jugendliche dem sicheren Tod entkamen, und „Lebensborn – Die vergessenen Opfer“.

80 Jahre – 8 Neuproduktionen: ORF-III-Programmschwerpunkt zum Beginn des Zweiten Weltkrieges

ORF III zeigt ab 24. August an drei Wochenenden einen umfassenden „zeit.geschichte“-Schwerpunkt. Acht ORF-III-Neuproduktionen rücken dabei vor allem den österreichischen Bezug in den Mittelpunkt. Zu sehen sind u. a. die Dokumentationen „Sie nannten uns Helden“ (24. August) und „Österreich privat – Die Kriegsjahre“ (31. August), die sich u. a. mit dem Alltagsleben der Österreicherinnen und Österreicher zur Zeit des Zweiten Weltkriegs sowie mit der Rolle der österreichischen Soldaten unter der NS-Herrschaft beschäftigen, sowie der Vierteiler „Mit Hitler im Krieg“ (ab 31. August). Außerdem hat ORF III unter dem Motto „Geschichte erzählt von den Menschen, die sie erlebt haben“ im Rahmen des Gedenkjahres ein Zeitzeugen-Projekt gestartet und sich auf die Suche nach Geschichten gemacht, die die Österreicherinnen und Österreicher während der Kriegsjahre erlebt haben. Mehr als 120 Zeitzeuginnen und Zeitzeugen haben sich bis jetzt bei ORF III gemeldet, erste Berichte sind bereits in den neuen Dokumentationszweiteiler „Die Kriegsjahre in Österreich“ (7. September) eingeflossen.

Ö1-Schwerpunkt „80 Jahre Zweiter Weltkrieg“

Ö1 gestaltet anlässlich „80 Jahre Zweiter Weltkrieg“ einen Schwerpunkt, dessen Sendungen im Detail unter
https://oe1.ORF.at/zweiterweltkrieg abrufbar sind: U. a. erklärt
„Betrifft:Geschichte“ (26. bis 30. August) die NS-Propagandamaschinerie und den Hitler-Stalin-Pakt (2. bis 6. September), im „Salzburger Nachtstudio“ (28. August) erinnern sich Zeitzeugen an den 1. September 1939, „Logos“ geht der Frage nach, ob Krieg gerechtfertigt sein kann (31. August und 7. September), das „Radiokolleg“ (2. bis 5. September) beschäftigt sich mit „Der Volksempfänger – Mit Propaganda in den Zweiten Weltkrieg“, in der „Radiokolleg“-Musikviertelstunde stehen jüdische Lieder aus dem Zweiten Weltkrieg im Mittelpunkt. Die Mittwochsrunde des „Journal-Panorama“ (4. September) diskutiert, welche Bedeutung der Zweite Weltkrieg heute noch für die einzelnen Nationen hat. „Das vergessene SS-Polizeihaftlager Fort Breendonk“ ist ebenso Thema der „Dimensionen“ (4. September) wie „Die Opfer der NS-Euthanasie“ (5. September) und das „Ö1 Hörspiel“ (7. September) bringt Bertolt Brechts episches Theater „Mutter Courage und ihre Kinder“.

Umfangreiche Specials auf ORF.at, ORF-TVthek und im ORF TELETEXT

ORF.at begleitet den Jahrestag des Ausbruchs des Zweiten Weltkriegs mit einer multimedialen „Vollformat“-Story über die Ereignisse rund um den von Adolf Hitler befohlenen Angriff auf Polen, in die auch historische Beiträge, Audio- und Videomaterial und Berichte von Zeit-und Augenzeugen integriert werden. Science.ORF.at wird ebenso redaktionelle Themenschwerpunkte bereitstellen. Auf der ORF-TVthek werden Sendungen des ORF-Fernseh-Programmschwerpunkts live und on Demand angeboten, für die entsprechende Lizenzrechte vorhanden sind. In der Rubrik „History“ wird das neue Videoarchiv „80 Jahre Zweiter Weltkrieg – Die dunkelste Zeit des 20. Jahrhunderts“ bereitgestellt, das sich mit Beginn, Verlauf und Auswirkungen des Zweiten Weltkriegs befasst. Der ORF TELETEXT wird u. a. ausführlich über Gedenkveranstaltungen informieren und im Rahmen der Programminformationen ab Seite 300 die Sendungen des ORF-Programmschwerpunkts ankündigen.

Nähere Informationen zum Zeitgeschichteschwerpunkt sind unter http://presse.ORF.at abrufbar.

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