• 22.08.2019, 10:29:55
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  • OTS0047

EU-Forschungsmittel: Mit Ideen, Innovationen und Investitionen gemeinsam die Zukunft gestalten

Österreich am Weg zum 1,5 Milliarden Euro-Ziel in „Horizon 2020“ – Vorbereitungen auf „Horizon Europe“ laufen auf Hochtouren

Europäisches Forum Alpbach

Utl.: Österreich am Weg zum 1,5 Milliarden Euro-Ziel in „Horizon
2020“ – Vorbereitungen auf „Horizon Europe“ laufen auf
Hochtouren =

Wien (OTS) - Triple-I für Europa: Mit exzellenten Ideen, disruptiven
Innovationen und gezielten Investitionen gemeinsam die Zukunft
gestalten – das ist das Ziel der europäischen Forschungsförderung,
die gerade auch in Österreich eine Erfolgsgeschichte ist. Wie
aktuelle Zahlen zum EU-Rahmenprogramm für Forschung und Innovation
„Horizon 2020“ (2014 – 2020) zeigen, konnten Forschende und
Unternehmen in Österreich bereits 1,27 Milliarden Euro einwerben.
„Wir sind damit voll auf Kurs, unser ambitioniertes 1,5 Milliarden
Euro Ziel zu erreichen“, betont Barbara Weitgruber, Leiterin der
Sektion Wissenschaftliche Forschung und Internationale
Angelegenheiten im Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und
Forschung (BMBWF). Bei einem Europäischen Forschungsfrühstück im
Rahmen der Alpbacher Technologiegespräche zog sie gemeinsam mit
FFG-Geschäftsführerin Henrietta Egerth, dem stv. Generaldirektor
Wolfgang Burtscher (Europäische Kommission, DG Forschung und
Innovation) und dem Vice-Chair des EIC Pilot Advisory Boards, Hermann
Hauser eine Zwischenbilanz zu „Horizon 2020“ und gab einen Ausblick
auf das Nachfolgeprogramm „Horizon Europe“, das von Österreich
während des EU-Ratsvorsitzes aktiv mitgestaltet wurde und für das
sich Österreich aktuell rüstet.

„Horizon 2020“: Österreich bei Erfolgsquote auf Platz 2 in Europa
Bei der Erfolgsquote (nach Beteiligungen) liegt Österreich in
„Horizon 2020“ auf Platz zwei und mit 17,6 Prozent deutlich über dem
Durchschnitt aller Staaten (15,2 Prozent). Besonders die heimischen
Unternehmen (37,4 Prozent Anteil) und Hochschulen (28,3 Prozent
Anteil) sind dabei starke Player bei den gesamt 3.085 Beteiligungen.
Nach Programmen betrachtet fließen die meisten Fördermittel in den
Programmen ERC (European Research Council; 251 Millionen Euro), ICT
(Informations- und Kommunikationstechnologien; 170 Millionen Euro),
Transport (132 Millionen Euro) und Energie (115 Millionen Euro) ab.

„Europäische Forschungspolitik ist eine Erfolgsgeschichte und
Österreich ist bei den europäischen Programmen Netto-Empfänger. Bei
der Erfolgsquote liegen wir auf Platz zwei in der EU und das aktuelle
Forschungs-Rahmenprogramm Horizon 2020 macht bereits heute ein
Viertel der direkten Forschungsfinanzierung in Österreich aus. Noch
wichtiger als die Fördermittel die nach Österreich fließen, sind das
innovative Know How aus Europa für unsere Wissenschaft, Forschung und
Wirtschaft, die Vernetzung heimischer Spitzenkräfte mit europäischen
Partnern sowie die Steigerung der Leistungsfähigkeit unseres FTI
Systems durch transnationalen Austausch und Kooperation. Diese
Erfolgsgeschichte wollen wir mit dem zukünftigen Rahmenprogramm
Horizon Europe weiterschreiben“, resümiert Sektionsleiterin Barbara
Weitgruber in Hinblick auf die österreichische
EU-Ratspräsidentschaft.

„Die Vorbereitungen für das nächste Forschungsrahmenprogramm Horizon
Europe laufen mit dem Start des Pilotprojektes für den Europäischen
Forschungsrat, der Einrichtung der Missionboards und der öffentlichen
Konsultation für die strategische Planung auf Hochtouren. Nun gilt es
sicherzustellen, dass die Mitgliedstaaten im Zuge der Verhandlungen
über den nächsten EU-Budgetrahmen das von der Kommission
vorgeschlagene ambitionierte Budget von 100 Milliarden Euro für
Forschung und Innovation beschließen. Dies ist entscheidend, will
Europa den Übergang zu einer klimaneutralen und nachhaltigen
Gesellschaft bewältigen und seine Wettbewerbsfähigkeit insbesondere
im Bereich der neuen Technologien gegenüber China und den USA
aufrechterhalten“, ergänzt Wolfgang Burtscher, stellvertretender
Generaldirektor der DG Forschung und Innovation der Europäischen
Kommission.

Der in „Horizon Europe“ neu vorgesehene Europäische Innovationsrat
(EIC) ist aus Sicht von Henrietta Egerth „ein wichtiges Instrument,
damit disruptive Ideen in Innovationen münden und verstärkt auf den
Markt kommen“. Als Nationale Kontaktstelle (getragen und finanziert
von mehreren Ministerien und der Wirtschaftskammer Österreich)
unterstützt die FFG die Unternehmen dabei gezielt mit einem
umfassenden Beratungs- und Informationsangebot und plant u.a. eine
Plattform, um dem erweiterten Portfolio und den neuen Stakeholdern im
EIC Rechnung zu tragen. Weiters gelte es, den Missionsgedanken in die
Zusammenarbeit und das Beratungs- und Informationsangebot zu
transferieren.

Bereits bisher war das Abschneiden der heimischen Unternehmen sehr
erfreulich: „Österreich spielt in der europäischen KMU Champions
League. Wir liegen auch bei der KMU-Erfolgsquote auf Platz 2 aller
Länder und mit 14,9 Prozent deutlich über dem EU-Schnitt von 11,6
Prozent“, so Egerth. Insgesamt konnten KMU bisher rund 185 Millionen
Euro an „Horizon 2020“-Mitteln einwerben. Im hoch kompetitiven
KMU-Instrument (EIC-Pilot) konnten heimische KMU bereits mehr als 40
Millionen Euro lukrieren. Besonders die Phase 2 (bis zu 2,5 Mio. Euro
Förderung) ist für KMU höchst attraktiv und bringt wirklich einen
Boost, so wie zuletzt zB für Oroboros Instruments in Innsbruck.

„Die Einrichtung des EIC mit rund zehn Milliarden Euro und die damit
verbundene Möglichkeit der Bereitstellung von Eigenkapital bietet
Technologiefirmen Unterstützung bei der Umsetzung der
Forschungsergebnisse des ERC in erfolgreiche Unternehmen. Der EIC
wird Risikokapital nach Europa anziehen, das den USA in diesem
Bereich um den Faktor 5 hinterherhinkt“, so Hermann Hauser, Vice
Chair des EIC Pilot Advisory Boards.

Weitere Informationen und Dokumente zu „Horizon Europe“
https://www.era.gv.at/directory/293
https://www.ffg.at/Europa/FP9
https://ec.europa.eu/info/files/horizon-europe-investing-shape-our-fu
ture_de

Beispiele erfolgreicher „Horizon 2020“-Projekte
https://www.ffg.at/Europa/Erfolgsgeschichten

„Überblicksbericht zu Österreich in Horizon 2020“
https://www.ffg.at/monitoring

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sowie im OTS-Bildarchiv unter http://bild.ots.at

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