• 22.08.2019, 09:37:46
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  • OTS0031

Land NÖ & ÖBB schlossen Verträge zur Weiterentwicklung der Franz-Josefs-Bahn, der Erlauftal- sowie der Traisentalbahn ab

LR Schleritzko: „Arbeiten an moderner Infrastruktur, um den Niederösterreichern bestmögliche Angebote liefern zu können“

Utl.: LR Schleritzko: „Arbeiten an moderner Infrastruktur, um den
Niederösterreichern bestmögliche Angebote liefern zu können“ =

St. Pölten (OTS/NLK) - Sowohl die Infrastruktur auf der
Franz-Josefs-Bahn am Abschnitt zwischen Absdorf-Hippersdorf und Gmünd
als auch jene auf der Erlauftal- und Traisentalbahn sollen in den
kommenden Jahren deutliche Verbesserungen erfahren. Das ist in
Verträgen festgehalten, die das Land NÖ und die ÖBB nun abgeschlossen
haben.

„Wir arbeiten an einer modernen Infrastruktur, um den
Niederösterreicherinnen und Niederösterreichern die bestmöglichen
Angebote liefern zu können. Damit treiben wir die von uns angepeilte
Mobilitätswende im Land weiter voran. Denn wir sehen: Dort wo
Angebote gut ausgebaut sind, entscheiden sich die Pendlerinnen und
Pendler auch für den Öffentlichen Verkehr“, so NÖ Mobilitätslandesrat
Ludwig Schleritzko.

Die Weiterentwicklung der Infrastruktur auf der Franz Josefs-Bahn
soll etwa einen REX-Stundentakt zwischen Wien und Gmünd sowie
verstärkte Angebote in der Hauptverkehrszeit zwischen Wien und Gmünd
bzw. Wien und Sigmundsherberg ermöglichen. Die geplanten
Verbesserungen umfassen etwa Anhebung der zulässigen
Streckengeschwindigkeit auf maximal 160 km/h, Erneuerungen am
Oberbau, an Brückenbauwerken, Durchlässen und von Oberleitungen sowie
die Adaptierung von Signaltechnikanlagen.

Auf der Erlauftalbahn soll die verbesserte Infrastruktur einen
tagesdurchgängigen Stundentakt zwischen Scheibbs und Pöchlarn, einen
Halbstundentakt zwischen Wieselburg und Pöchlarn mit Durchbindung
nach St. Pölten sowie einzelne Verstärker zwischen Scheibbs und St.
Pölten bringen. Die Planungen werden etwa die Errichtung der
Kreuzungsbahnhöfe Erlauf-A1 bzw. Mühling-Plaika, die Attraktivierung
von Verkehrsstatitionen, sicherungstechnische Anlagen sowie die
Elektrifizierung der Strecke umfassen.

Auf der Traisentalbahn sind ebenfalls ein durchgängiger Stundentakt
zwischen St. Pölten, Traisen und Hainfeld/Schrambach geplant, wobei
dieser in der Hauptverkehrszeit auf einen Halbstundentakt erhöht
werden soll. Auch die Umsetzung eines Flügelzugsystems ist geplant.
Dazu sind etwa Planungen zur Errichtung des Kreuzungsbahnhofes
Bernreit, die Verlängerung des Bahnhofgleis 2 und die Hebung der Ein-
und Ausfahrtsgeschwindigkeit im Bahnhof Spratzern, die
Attraktivierung von Verkehrsstationen, die Errichtung von
sicherungstechnischen Anlagen inklusive des elektronischen Stellwerks
Spratzern und die Elektrifizierung der Strecke vorgesehen.

Inhalt der Verträge zur Weiterentwicklung der Bahnstrecken ist zum
einen die Durchführung der Infrastrukturentwicklung. Dabei werden
jene Maßnahmen identifiziert, die zur Erreichung der vorgegebenen
Ziele notwendig sind. Zum anderen sind auch bereits die Planungen bis
hin zur Einreichung Teil dieser Verträge. Das Land NÖ beteiligt sich
an der Infrastrukturentwicklung sowie der Planung mit jeweils 40
Prozent der Kosten.

„Die Regionalbahnen sind das Rückgrat der NÖ Mobilitätspolitik. Das
zeigen die Zahlen deutlich auf: Pro Werktag fahren mehr als 1.800
Nahverkehrszüge in Niederösterreich. Jährlich sprechen wir von rund
32 Millionen Kilometern an Bahnleistungen im Regional- und
Nahverkehr. Mit den vereinbarten Entwicklungen von Bahnstrecken und
den geplanten Elektrifizierungen können wir diese Achsen aufwerten
und bestes Service garantieren“, fasst Landesrat Schleritzko die
Bedeutung der Verträge zusammen.

„Rund 30 Prozent des Schienennetzes der ÖBB liegen in
Niederösterreich. Daher ist es selbstverständlich, dass wir unter
anderem einen Fokus auf die Strecken im Bundesland legen. Schon in
der Vergangenheit konnte die ÖBB mit Investitionen in die neue
Weststrecke, die Südstrecke und die Regionalbahnen Verbesserungen für
die Pendlerinnen und Pendler ermöglichen. Jetzt folgt der nächste
Schritt. Damit unterstützen die ÖBB als Österreichs größtes
Klimaschutzunternehmen auch die Bemühungen des Landes NÖ in diesem
Bereich“, hält Silvia Angelo, Vorständin der ÖBB-Infrastruktur AG
fest.

Weitere Informationen: Büro LR Schleritzko, Florian Krumböck, BA,
Telefon 02742/9005-13546, E-Mail [email protected]

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