Greenpeace unterstützt Forderung der neuen Wahlkampagne zur Lebensmittelkennzeichnung

Tierschutzvolksbegehren, Josef Zotter und “Die BioWirtInnen” fordern Transparenz am Teller – Greenpeace für bessere Lebensmittelkennzeichnung auch im Supermarkt

Wien (OTS) - Die Umweltschutzorganisation Greenpeace unterstützt die Forderungen der heute präsentierten Kampagne des Tierschutzvolksbegehrens, des Unternehmers Josef Zotter und der Vereinigung „Die BioWirtInnen“ für eine bessere Lebensmittelkennzeichnung in der Gastronomie. Greenpeace fordert im Zuge dessen auch einen transparente Kennzeichnung von Fleisch und anderen tierischen Lebensmitteln im Supermarkt und in Einrichtungen der öffentlichen Hand. Bislang fehle dort einer klaren Kennzeichnung der Produkte mit Informationen zur Herkunft, Haltungsform, Futtermitteln und Tierwohl, kritisiert die Umweltschutzorganisation.

„Die Österreicherinnen und Österreicher wollen wissen, was ihnen aufgetischt wird. Doch am Teller im Restaurant, der Mensa oder der Kantine ist weder ersichtlich, woher die tierischen Komponenten des Essens stammen, noch wie die Tiere gelebt haben. Und auch im Lebensmitteleinzelhandel muss bislang lediglich die Herkunft von Frischfleisch verbindlich ausgewiesen werden. Über die Herkunft anderer tierischer Produkte werden die Konsumentinnen und Konsumenten genauso im Dunkeln gelassen, wie über deren Haltungsbedingungen. Damit muss Schluss sein. Wir brauchen verbindliche Regeln für mehr Transparenz bei unseren Lebensmitteln“, erklärt Jens Karg, Landwirtschaftsexperte von Greenpeace.

Erst vor Kurzem zeigte ein Bericht des Weltklimarates, dass wir unsere Lebensmittelproduktion grundlegend verändern müssen, wenn wir die Kimaerhitzung auf ein erträgliches Maß begrenzen wollen. „Wenn wir nicht wissen, woher unsere Lebensmittel stammen - geschweige denn wie sie produziert wurden - können die Konsumentinnen und Konsumenten keine bewusste Entscheidung für mehr Umwelt- und Tierschutz treffen. Das kann und muss die Politik ändern“, so Karg.

Eine von Greenpeace beauftragte repräsentative Umfrage von Anfang des Jahres stützt diese Forderung. Laut dieser wünschen sich 84 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher bei Fleisch eine klare Kennzeichnung mit Informationen zur Herkunft, Haltungsform, Futtermitteln und Tierwohl. Aus Sicht von Greenpeace ist aber auch das öffentliche Beschaffungswesen gefordert: Gerade in Kindergärten und Schulen, in Gemeinschaftsküchen, Spitälern und Pflegeeinrichtungen gehöre gesundes und umweltfreundliches Essen auf den Tisch. „Wer, wenn nicht die öffentliche Hand kann hier Verantwortung übernehmen und Obst und Gemüse - am besten Bio und aus der Region - servieren? Und wenn es tierische Produkte sein müssen, dann sollte darauf geachtet werden, dass diese den höchsten Tierschutzstandards entsprechen. Das gehört dann natürlich auch sichtbar gemacht und ausgelobt“, so Karg.

Rückfragen & Kontakt:

Jens Karg
Handels- und Landwirtschafts-Experte
Greenpeace CEE in Österreich
Tel.: +43 (0)664 881 72267
E-Mail: jens.karg@greenpeace.org

Marianne Fobel
Pressesprecherin
Greenpeace CEE in Österreich
Tel.: +43 (0)664 816 9716
E-Mail: marianne.fobel@greenpeace.org

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