• 20.08.2019, 13:47:39
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EU-Beitritt vor 25 Jahren hat sich für Vorarlberg deutlich ausgezahlt

Bregenz (OTS) - Mit einem Exportvolumen von 10,5 Milliarden Euro
haben die rund 4700 exportierenden Vorarlberger Unternehmen wieder
eine neue Rekordmarke erreicht. „Vor dem Hintergrund der
international schwierigen Bedingungen ist dieses Zeugnis der
Leistungskraft der heimischen Betriebe umso beachtlicher“, betonten
Landesstatthalter Karlheinz Rüdisser und WKV-Präsident Hans Peter
Metzler im heutigen (Dienstag) Pressefoyer. In einer längerfristigen
Betrachtung hat sich gezeigt, dass der EU-Beitritt vor knapp 25
Jahren zusätzliche kräftige Impulse für die heimische Wirtschaft und
den Arbeitsmarkt gebracht hat.
Seit dem EU-Beitritt 1995 hat sich das Exportvolumen von 2,5 auf
10,5 Milliarden Euro vervierfacht, rechnete der Landesstatthalter
vor: „Das ist ein Beweis für die Leistungsfähigkeit der heimischen
Unternehmer und der Beschäftigten.“ Diese Leistung könne der
heimischen Exportwirtschaft nicht hoch genug angerechnet werden, denn
für den Standort Vorarlberg ist ein erfolgreicher Außenhandel von
entscheidender Bedeutung, sagte der Wirtschaftskammerpräsident:
„Sechs von zehn Euro unseres Bruttoinlandsprodukts werden im
Außenhandel generiert. Und jeder zweite Arbeitsplatz hängt direkt
oder indirekt vom Export ab.“

Mit einem neuerlichen Wachstum von 4,9 Prozent und einem
Exportvolumen von 3,1 Milliarden Euro ist Deutschland weiterhin der
wichtigste Exportmarkt Vorarlbergs. Auch in der Schweiz, dem
zweitwichtigsten Handelspartner, wurde eine Steigerung des
Exportvolumens um 2,7 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro erreicht. Auf
Platz drei liegt Italien mit knapp 622 Millionen Euro, das bedeutet
eine Steigerung von 5,7 Prozent im Vergleich zu 2017. Ein sehr
starkes Wachstum von 16,7 Prozent wurde im vergangenen Jahr beim
Handel mit den USA, dem viertwichtigsten Exportpartner Vorarlbergs,
erreicht. Die Exportsumme lag bei 547 Millionen Euro. Auch mit
Frankreich, Vorarlbergs fünfwichtigstem Handelspartner, hat der
Handel zugenommen.

Folgen des Brexit noch schwer abschätzbar

Ein Minus von 3,1 Prozent wurde hingegen beim Export ins Vereinigte
Königreich verzeichnet, das Exportvolumen lag 2018 damit bei 292
Millionen Euro. Auch der Handel mit Russland ist um 13,3 Prozent auf
knapp 117 Millionen Euro zurückgegangen. „Diese Beispiele machen die
herausfordernde Situation für die Vorarlberger Exportwirtschaft
deutlich: Unklare Rahmenbedingungen, wie etwa der Brexit, machen eine
vorausschauende und sichere Planung für unsere Unternehmen mit
einigen Ländern sehr schwierig“, sagte der
Wirtschaftskammerpräsident. Metzler: „Die Wirtschaftskammer ist erste
Anlaufstelle für Betriebe und steht bei der Vorbereitung auf den
BREXIT mit Information, Beratung und Service zur Verfügung. Unter
www.wko.at/brexit wurde ein eigenes Info-Portal und eine Infohotline
(0590900-5590) eingerichtet.“

Vorarlberg ist der größte Profiteur der EU

Eine Studie der Bertelsmann Stiftung und der University of Sussex,
in der die ökonomischen Effekten des EU-Binnenmarktes in Europas
Ländern und Regionen untersucht wurde, bestätigt sehr eindrucksvoll,
dass kleine Länder, die viel Handel treiben und besonders
international ausgerichtet sind, die größte EU-Profiteure sind. „Je
näher diese am europäischen Zentrum bzw. an anderen (großen)
Volkswirtschaften liegen, desto höher die Einkommensgewinne durch den
EU-Binnenmarkt, davon hat Vorarlberg deutlich profitiert“, betonte
Landesstatthalter Rüdisser. Vorarlberg liegt mit einem
Pro-Kopf-Einkommensgewinn von 2.062 Euro deutlich an der Spitze der
österreichischen Regionen und auch europaweit unter den Top-Regionen.

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